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Titel - MVGDB
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- s. 12: … einer von den zwölf Mönchen, die nach der Gründung des Klosters Königsaal (1292) in dasselbe übersiedelten, bereits im Jahre 1297, uach der…
- s. 13: … vielfältig ermahnt, daß ich das Buch über die Gründung des Klosters Königsaal, das mein Vorgänger glückseligen Angedenkens Herr Otto, der zweite Abt,…
- s. 14: … Wenzels und seiner Eltern uur die Darstellung der Gründung des Klosters Königsaal als ein besonderes Ganze herausheben. Diese Gründungsgeschichte erscheint in den…
Název:
Beiträge zur Kunde böhmischer Geschichtsquellen des XIV und XV Jahrhunderts I, MVGDB 36
Autor:
Bachman, Adolf
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
31
Obsah:
- 1: Titel - Beiträge
- 31: Titel - MVGDB
Strana 14
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Zeit seines Lebens liegen gelassen habe. Die vielfachen Mahnungen des
Abtes Johann an Peter von Zittan, seinerseits die Vita fortzusetzen,
blieben erst vergebens, da man wohl Otto nicht die Fortsetzung der Vita
aus der Hand nehmen wollte. Erst nach Ottos Ableben entsprach Peter
dem Wunsche Abt Johanns und vermochte nun auf eine neuerliche
Mahnung desselben bald auch das erste Buch vorzulegen. Ottos schrift-
stellerische Bethätigung an der Vita fiele demnach etwa in die ersten Jahre
nach 1305. Es braucht wohl kaum angemerkt zu werden, daß für diese
Annahme mehr als ein gewisser Grad der Wahrscheinlichkeit nicht behauptet
werden kann und soll.
Was den Inhalt und die Composition dieser ersten 51 Capitel be-
trifft, so läßt sich aus der Geschichte Wenzels und seiner Eltern uur die
Darstellung der Gründung des Klosters Königsaal als ein besonderes
Ganze herausheben. Diese Gründungsgeschichte erscheint in den Capiteln
XXXVI—XLII, denen XXIX mit verwandtem Inhalt vorangeht und
XLIV nachfolgt, enthalten. Die zusammenhängende Gründungsgeschichte
beginut in Cap. XXXVI mit: Anno incarnationis 1291 — ipse erat
annus aetatis domini Wenceslai vicesimus secundus — (Loserth Font.
r. A. VIII 102) und endet (ebt. 114) mit Cap. XLII: Acta sunt haec
anno domini 1292 — ipse est annus aetatis domini Wenceslai vice-
simus secundus — in dominica, qua „Mesericordia domini“ in ecclesia
decantatur (20. April).“ Schon daraus, noch mehr aber aus dem reichen
Detail, den genauen Daten, der Anschaulichkeit und Lebendigkeit der Dar-
stellung in diesen Capiteln erhellt, daß man es hier nicht uur mit den Berich-
ten eines Zeitgenossen, der ja auch Otto war, sondern mit ins Einzelne
gehenden und der Gründung Königsaals nahezu gleichzeitigen
schriftlichen Aufzeichnungen zu thun hat, die Otto nach etwa anderthalb
Jahrzehnten in seine Vita Wenceslai mehr oder weniger wörtlich und
umfänglich um so lieber aufnehmen mochte, als er ja bei Vielem des
Berichteten selbst Augenzeuge gewesen war. Diese Gründungsgeschichte
hatte offenbar ursprünglich keine Verse; so erklärt es sich, daß sich in den
angeführten Capiteln solche uur sehr spärlich finden (wenn man von der
bereits berührten späteren Zuthat zu Cap. XL absieht) 1) und sich auch
diese wenigen leicht als späte und rein äußerliche Beifügung erkennen
lassen, die auf Abt Peters Rechnung zu setzen ist.
2. Die Vita Wenceslai. Der Antheil Abt Peters (Cap.
LII—LXXXIII). Ueber den Antheil Peters an der Abfassung der Vita
1) S. dazu die Worte Loserth's in der Einleitung zu seiner Ausgabe in Fontes
rer. Austriac. VIII 10, Anm. 2.