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Titel - MVGDB
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- s. 12: … einer von den zwölf Mönchen, die nach der Gründung des Klosters Königsaal (1292) in dasselbe übersiedelten, bereits im Jahre 1297, uach der…
- s. 13: … vielfältig ermahnt, daß ich das Buch über die Gründung des Klosters Königsaal, das mein Vorgänger glückseligen Angedenkens Herr Otto, der zweite Abt,…
- s. 14: … Wenzels und seiner Eltern uur die Darstellung der Gründung des Klosters Königsaal als ein besonderes Ganze herausheben. Diese Gründungsgeschichte erscheint in den…
Název:
Beiträge zur Kunde böhmischer Geschichtsquellen des XIV und XV Jahrhunderts I, MVGDB 36
Autor:
Bachman, Adolf
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
31
Obsah:
- 1: Titel - Beiträge
- 31: Titel - MVGDB
Strana 13
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der Begiun seiner Herrschast über das Kloster, dessen Besitzverhältnisse
seine Mühe und Sorgfalt vollauf in Anspruch nahmen. Wie so Peter
trotzdem die erwähnte literarische Leistung zu solcher Zeit und in so kurzer
Frist gelingen kounte, davon noch unten. Uns gilt es hier, Ottos Thätigkeit
festzustellen. Da ist es gewiß wesentlich, daß Peter in der Widmung an Abt
Johann von Waldsassen, die in das Jahr 1316 zu setzen ist,1) sagt: „Es
mahut mich jetzt Euer Liebden und sie hat mich auch vordem vielfältig
ermahnt, daß ich das Buch über die Gründung des Klosters Königsaal,
das mein Vorgänger glückseligen Angedenkens Herr Otto, der zweite Abt,
aufänglich begonnen und bis zu jener Stelle, die anhebt: Si piam regis
Wenceslai etc. weitergeführt hat, fortzusetzen nicht unterlasse.“ Es handelt
sich bei diesem Hinweis auf die Aufforderungen des Abtes nicht un die
bei Autoren so oft vorkommende mauchmal wenig plausible Phrase, daß
sie uicht aus eigenem, sondern auf fremden Antrieb hin das Werk unter-
nommen. Der, von dem als dem Mahner gesprochen wird, ist ja identisch
mit dem Empfänger der Widmung; eine Unrichtigkeit oder auch nur
Uebertreibung scheint darum hier ausgeschlossen. Erhielt Abt Johann auch
sofort mit der Meldung vom Ableben Ottos die weitere Kunde, daß die
Vita Wenceslai nicht vollendet sei, an der Otto bisher gearbeitet, so bleibt
für das etantea caritas vestra multotiens est hortata im Gegen
satze zu dem nunc hortata est ein keineswegs großer Zeitraum (1314
bis 1316) übrig. Bei einem lebhaften literarischen und sonstigen Verkehre
zwischen Waldsassen und Königsaal hätten freilich auch sie genügt, um
immer ueue Erinnerungen Abt Johanns an Bruder Peter gelangen zu
lassen. Aber unter solchen Umständen hätte, da Peter seit 1314 an der
Arbeit war, doch auch Abt Johann längst von dieser Beschäftigung Peters,
die seinen (Johanns) Wünschen entsprach, wissen müssen. Nach dem Wortlaute
der Widmung erscheint solches ausgeschlossen. Auch hatte Peter gewiß keinen
Grund, in der Widmung seinem Gegner ein neues Werk anzukündigen
und inhaltlich und sonst zu charakterisiren, von dem jener bereits ent
sprechende Kunde besaß. Aus all dem liegt die Annahme nahe, daß das
„multotiens hortata“ sich bereits auch auf eine frühere Zeit bezog, auf
die letzten Jahre Ottos, woraus sich freilich ergeben würde, daß Otto die
Vita nach 1305 begonnen und 51 Capitel verfaßt, dann aber, sei es
wegen Krankheit oder aus einem anderen Grunde, die Arbeit in der letzten
1) Loserth am angef. Orte 476; daß diese Worte der Widmung „et nunc hortata
est“ an die persönliche Anwesenheit des Abtes Johann in Königsaal anknüpfen,
erscheint mir weder nothwendig, noch auch nur wahrscheinlich: Peter mochte
solches eher auf briefliche Mahnung schreiben.