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Titel - MVGDB
31
Název:
Beiträge zur Kunde böhmischer Geschichtsquellen des XIV und XV Jahrhunderts I, MVGDB 36
Autor:
Bachman, Adolf
Rok vydání:
1898
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
31
Obsah:
- 1: Titel - Beiträge
- 31: Titel - MVGDB
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Elisabeths mit Johann, dem Sohne des deutschen Königs, faßt. Die
Geistlichen sind eifrig, Heinrichs Erhebung auch ans canonischen Gründen
als von vornherein ungiltig nachzuweisen. (Cap. XCI.) Es folgt die Dar-
stellung der unwürdigen Behandlung, die Prinzessin Elisabeth zu ertragen
hatte, selbst von ihrer königlichen Schwester: man habe auch ihre jung
fränliche Ehre nicht geschont, sie sogar vergiften wollen, und doch war sie
eine Iungfrau aller Reinheit und Tugenden voll, klug, geschickt, fleißig
kunstsinnig und anspruchslos. Sie flüchtet endlich unter dem Schutze
Johanns von Wartenberg nach Nimburg an der Elbe (Cap. XCII).
Die Kämpfe der Parteien, der Anhänger Elisabeths gegen die Kärntner,
Kämpfe, in denen „erectum est cornu salutis et honoris ipsius multi-
farie plus quam prius, sicut de Joseph sacra referente historia
cognovit“ (Cap. XCIII), und die erhöhten Leiden des Königreiches führen
endlich zur Besendung des deutschen Königs durch die Prälaten, Barone
und Bürger des Landes (XCIV) und zur Bitte an ihn, ihnen für „nostra
venusta puella Elisabeth, regni nostri filia“ seinen Bruder oder seinen
Sohn zum Gemahl zu geben und so im böhmischen Reiche einen neuen
König zu erheben. Unter den Gesandten ist wieder Abt Conrad, mit ihm
als sein Caplan der Cleriker Peter von Zittau (Cap. XCV). Beachtens-
werth ist dabei die Beischrift zu Cap. XCIV, pag. 243, daß die Gesandt-
schaft an den deutschen König „wegen der Erhebung der Prinzessin
Elisabeth und wegen der Besserung des Königreichs Böhmen“ abgeschickt
wurde. — Genau in ähulicher Weise, mit steter Hervorhebung der Rechte
Elisabeths an die Krone, ihres hervorragenden Antheils an der Erhebung
ihres Gemahls an sich und der Aufrichtung seiner Herrschaft im Lande,
aber auch ihrer hervorragenden Tugenden und der ihr zu Theil ge
wordenen Ehrungen, dann ebenso des Abtes Conrad von Königsaal an allen
diesen Geschehnissen, werden im Nachfolgenden im Detail die Verhandlnug
mit dem deutschen König, die Abmachungen mit ihm, Elisabeths Berufung
ins Reich, ihre Vermählung mit Johann und die Belehnung des jungen
Paares, endlich der Umschwung und die neue Kampfesepoche in Böhmen,
die bewaffnete Heerfahrt des Königssohnes in dieses Land und sein Sieg
und die Aufrichtung seiner Herrschaft in Böhmen und Mähren berichtet.
Es reicht diese Erzählung, wie bemerkt, bis Capitel CIX, pag. 319, Z. 3
(Text) von unten.
Schon aus dieser Skizzirung des Inhalts des „Tractatus“ wird
sich ergeben, daß die Darstellung ganz bestimmte Zwecke verfolgt, so sehr
auch sonst das Verlangen des Verfassers, die von ihm selbst erlebten
wichtigen Geschehnisse, bei denen er ja sogar in einem gewissen Grade