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Titel - MVGDB
401
Název:
Geschichtliches von der Stritschitzer deutschen Sprachinsel, MVGDB 34
Autor:
Schmidt, Valentin
Rok vydání:
1896
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
22
Obsah:
- 380: Titel Geschichtliches
- 401: Titel - MVGDB
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des alten Gerichtes Netolitz, zu dem außer den genannten um 1400
auch Poderischt, Krtel und Bor gehörten,1) an die Rosenberger gekom-
men, das Gericht Elhenitz, bestehend aus den Dörfern: Elhenitz,
Wagnern, Wagau, Přislop, Saborsch, Doberauer, Jama (Grub), Kleno-
witz, Haberles, Lhota Ratiborowa, Plsakenhof, Woditz und Sluny (Schön
hof in der Pfarre Frauenthal?), kam theilweise 1437 durch Verpfändung
von Seite Kaiser Sigismunds an die Stadt Tabor, wogegen sich Ulrich
v. Rosenberg 1442 beschwerte, indem er behauptete, er hätte sich Elhenitz
und die andern Dörfer mit einer Zinsung von 60 Schock jährlich bei
Kaiser Sigismund ausgebeten und zwar hätte er sie früher verschrieben
bekommen, als die Taborer. Die Stadt Tabor blieb übrigens im Besitze von
Elhenitz und von Wagnern, Wagau, Woditz und Klenowitz bis 1547, bis nach
dem Beitritte Tabors zum schmalkaldischen Bunde.2) Die übrigen Dörfer
dieses Gerichtes sehen wir schon 1483 im pfandweisen Besitze der Rosen-
berger, ebenso Saborsch, das 1437 im Juni von Kaiser Sigismund an
Johann Smil von Krems verpfändet war3) und nach dessen Hin-
richtung (zuvor hatte er die anf Goldenfroner Güter lautenden Pfand
briefe an Ulrich von Rosenberg abtreten müssen) an die Rosenberger kam.
Das Taborer Gut kauften am 17. October 1548 die Vormünder der
jungen Rosenberge Wilhelm und Peter Wok um 11.000 Sch. b. Gr.
für diese.4)
Von den genannten Orten haben uatürlich für uns nur Interesse,
die jetzt deutsch sind oder früher deutsch waren, oder wenigstens eine
deutsche Minorität besaßen. Wir werden aus dem Folgenden sehen, daß
die Sprachinsel damals eine viel größere Ausdehnung hatte, als heute.
Heute sind von den genannten Orten noch deutsch: Im alten Neto-
litzer Gerichte: Sedlowitz, Swiretitz, Kolowitz, Ober und Unter-Groschum;
um 1400 waren noch deutsch oder hatten wenigstens deutsche Minoritäten:
Ober-Třebanek, Mahousch, Heid; in dem Elhenitzer Gerichte: Přislop,
1) Das folgende nach dem Urbar Msc. der Prager Universitätsbibliothek XIV.
B 10, identisch mit dem in F. r. A. XXXVII. 22, als verloren geglaubten
Urbar.
2) F. r. A. XXXVII. 443. Památky arch. X. 456. Die Unterthanen des Elhenitzer
Gerichtes wären aber lieber Unterthanen der Rosenberger gewesen, wie der
Krummauer Burggraf 1478 an den Budweijer Hauptmann berichtet. Archiv
český, XI. 226.
3) F. r. A. XXXVII. 427.
4) Pam. arch. X. 467.