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Titel Kladrauer Urkunden
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Titel - MVGDB
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- s. 258: … der Urkunde VII ent haltenen, den Kladrauern verliehenen Gerechtsame. Im Prager Schlosse am Montage, dem Tage vor Pauli Bekehrung (26. Jänner) des…
- s. 260: … am Montag nach dem Sonntage Cantate (30. April) 1584 am Prager Schlosse ertheilte Confirmation der den Kladrauern bisher verliehenen Privilegien sind nur…
- s. 265: … kurze Inhaltsangabe derselben be- schränken wollen. Die erste derselben, am Prager Schlosse ausgestellt, datirt vom 8. Feber 1616, in welcher Kaiser Mathias…
Název:
Stadt Kladrauer Urkunden, MVGDB 34
Autor:
Mayer, Wenzel
Rok vydání:
1896
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
22
Obsah:
- 248: Titel Kladrauer Urkunden
- 269: Titel - MVGDB
Strana 258
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—
obdarowal a dal domek pod rathuzem nassim myesstianom y te obezi miesta
nasseho Cladrubskeho beze wssech poplatkow nam y buduczim nassym, tak aby
nassi lydee nadepsany w tom domu caplana sobie chowali, protoz my nadepsany
opath a conwent nadepsaneho classtera moczi listu tohoto tez nasse myle a
wierne obdarugeme a dawame y potwrzugeme nassimy peczetmy k wiecznosti
nadepsaneho domu k drzeny, aby sobie caplana w nvem chowali, kterehozkoli
knyeze rzadu krziestianskeho aneb zakonnyka, který by se gim libil. Aby za ty
dusse prosba byla, kterzij gsu to caplanstwye nadali, wzdy kazdy pondieli
mssie zadussnye, a gestli zeby se ten den ktery slawny swatek przihodyl, ale
gyny den toho tehodne, aby za nye msse swata sluzena byla. Tomu wssemu na
potwrzenye, czoz nadepsano gest, nasse peczety opatowsku a conwentsku przi-
wiesili sme k tomuto lystu. Genz psan a dan gest letha po narozeni syna bo-
zieho tisiezieho cztvrzsteho osmdesateho cztwrteho w sobotu po swatem Rze-
horzi, papezi slawnem.
Die zwei diesem Schenkungsbriefe mittelst Pergamentstreifen ange-
hängten Siegel sind ziemlich wohlerhalten, deren Umschriften aber nicht
zu entziffern. Das äbtliche ist aus rothem1) Wachs, in ungefärbte
Masse eingelassen, von spitzovaler Form und weist einen Mann mit der
Infel und dem Pedum anf, unter dessen Füßen eine Art Wappenschild
sichtbar ist. Das Conventsiegel aus dunkelgelber Masse gleicht dem an der
Urkunde II hängenden.2)
XI. Nunmehr folgt die Confirmation der in der Urkunde VII ent
haltenen, den Kladrauern verliehenen Gerechtsame. Im Prager Schlosse
am Montage, dem Tage vor Pauli Bekehrung (26. Jänner) des Jahres
1490 von König Wladislaw ausgefertigt, enthält dieser Pergamentbries
die bestätigte Urkunde ihrem vollen Wortlaute nach, und ist demselben
das wohlerhaltene Majestätssiegel mittelst Pergamentstreifen angehängt.3)
XII. Nochmals taucht der oben erwähnte Hof Brdecz in einer vom
6. September 1494 datirten Urkunde auf, und abermals wird er füns
Bürgern von Kladrau, und zwar „nach dem Rechte der Ossiker Huben"
überlassen. Da hiemit nur die in der Urkunde II enthaltenen Bestimmungen
über die Veräußerung des Landgutes Ossik gemeint sein können, so ergibt
sich daraus zweifellos, daß auch diese weitere Uebertragung des genannten
1) Von den hier besprochenen Urkunden ist dies die älteste, welche seitens des Abtes
mit rothem Wachs gesiegelt erscheint. Aber schon Abt Johann (1443—1461)
fügte einer Urkunde vom 25. April 1455 (Wittingauer Archiv, II, 172, Nr. 1)
ein rothes Siegel bei. Des grünen Wachses scheinen sich die Kladraner Aebte
niemals bedient zu haben.
2) Vgl. Schöft a. a. O. S. 69.
3) Bei Schöft a. a. D. S. 25 erwähnt.