z 148 stránek
Titel
Ia
Inhalt
I
Einleitung
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Lebensverhältnisse
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Vewandtenkreis
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Thätigkeit und Werke
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Stammtafel der Familie
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Urkundliche Nachweise
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Namens- und Sachverzeichnis
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Název:
Peter Parler von Gmünd, Dombaumeister in Prag, und seine Familie: ein Beitrag zur deutsch-österreichischen Künstlergeschichte.
Autor:
Neuwirth, Josef
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Počet stran předmluvy plus obsahu:
II+146
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Lebensverhältnisse
- 34: Vewandtenkreis
- 58: Thätigkeit und Werke
- 113: Stammtafel der Familie
- 114: Urkundliche Nachweise
- 143: Namens- und Sachverzeichnis
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renden Wölbung auf, während die Umfassungsmauern nur I m stark
gehalten wurden. Für die vorzügliche Construction der Wölbung spricht
die Thatsache, dass sie einen doppelten Brand der Kirche ohne einen
erheblichen Schaden überdauerte und heute noch in vortrefflichem Zu-
stande sich befindet, indes das Maßwerk der Fenster und die das Dach
krönende Galerie vernichtet wurden. Dagegen zeigen die Capitäle der
Wandpfeiler im Chore den alten zierlich gearbeiteten Blätterschmuck,
die Gewandstücke des Triumphbogens die ursprüngliche Profilierung
und das Nordportal die ganze Ausstattung aus der Erbauungszeit. Stab-
werk und Hohlkehlen zieren die Leibungen desselben; der umschließende
äußere Spitzbogen ruht auf sauber gearbeiteten Consolen, ist mit zier-
lichen Krabben besetzt und mit einer hübschen Kreuzblume geziert. Wie
die Überreste an der Kuppelwölbung schließen lassen, so war das
Innere der Kirche ursprünglich ganz bemalt.
Die meiste Bewunderung fand und findet noch die imponierend
kühne, gewaltige und zugleich schlanke Kuppel, thatsächlich ein Werk
einzig in seiner Art und in technischer Beziehung Brunellescos hoch-
berühmter Kuppel an die Seite zu stellen. Mertens vergleicht die Anlage
mit dem mittleren Theile der Kathedrale zu Ely in England und dem
Mausoleum des Königs Manuel zu Batalha in Portugal.
Die Erklärung für die Wahl der von allem Herkömmlichen ab-
weichenden Grundrissform der Karlshofer Kirche muss wohl zunächst
aus der allergings ziemlich dunklen Geschichte des Stiftes vor den
Husitenkriegen abgeleitet werden; leider sind die nach der Aufhebung
des Klosters in die Prager Universitätsbibliothek gelangten Archivalien,
die zwar aus jüngerer Zeit stammen, aber wiederholt auf ältere Quellen
zurückgehn, durchaus nicht ausreichend, so dass auch andere Umstände
in Betracht gezogen werden müssen.
Karl IV. gründete das Augustinerchorherrnstift Karlshof 1350 zu
Ehren Karls des Großen.1) Für diesen Herrscher und die von ihm
bevorzugten Aufenthaltsorte hatte er stets eine besonders hohe Verehrung
bezeigt. Er bemühte sich Reliquien des großen Kaisers zu erhalten,2)
nahm Aachen, den Lieblingsaufenthalt des Genannten, der Rom an
Würde und Ehre zunächst stünde, in seinen besonderen Schutz und
errichtete an der Geburtsstätte Karls, zu Nieder-Ingelheim am Rheine,
1) Chron. Benessii de Weitmil. Font. rer. Bohem. IV. S. 520. setzt die
Gründung auf 1351, welches Jahr offenbar der Grundsteinlegung zum Kirchenbaue gilt. —
Navrátil, Paměti, S. 207. Beilage Nr. 2. Die Stiftungsurkunde ist vom 18. September
1350 datiert, die Gründung fällt also früher.
2) Navrátil, Paměti. S. 206—207. Beilage 1. Am 3. August 1349 schenkten der
Propst und das Capitel zu Aachen dem Fürsten drei Zähne Karls des Großen. — Joh.
v. Geylnhausen, Diplom. Caroli IV. S. 276, Nr. 281.
Neuwirth : Peter Parler von Gmünd.
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