z 148 stránek
Titel
Ia
Inhalt
I
Einleitung
1
2
3
4
Lebensverhältnisse
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
Vewandtenkreis
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
Thätigkeit und Werke
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
Stammtafel der Familie
113
Urkundliche Nachweise
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
Namens- und Sachverzeichnis
143
144
145
146
- s. 13: … Geburtsstadt gemeint sein kann. Denn wenn in den Eintragungen der Prager Universität 1375 ein Laurentius Gemunder,1) 1376, 1377 und 1384 ein Henricus…
- s. 44: … des Prager Steinmetzmeisters Liphard, der 1404 in den Eintragungen der Prager Universität erscheint,2) Ahnliches thaten. Nicolaus Parler war 1383 bereits zum Priester…
Název:
Peter Parler von Gmünd, Dombaumeister in Prag, und seine Familie: ein Beitrag zur deutsch-österreichischen Künstlergeschichte.
Autor:
Neuwirth, Josef
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Počet stran předmluvy plus obsahu:
II+146
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Lebensverhältnisse
- 34: Vewandtenkreis
- 58: Thätigkeit und Werke
- 113: Stammtafel der Familie
- 114: Urkundliche Nachweise
- 143: Namens- und Sachverzeichnis
Strana 13
13
Werke in gewissem Sinne mit dem Geiste der Kölner Bauhütte in
Zusammenhang gebracht werden dürfen. Jedenfalls ist aber die Heimat
der Familie im südwestlichen oder westlichen Deutschland, nicht aber
in Polen zu suchen, weil gerade in den erstgenannten Länderstrichen
sich Meister Heinrich und sein Sohn Peter an Bauten bilden konnten, deren
Typus für die Heiligenkreuzkirche in Gmünd wie für die Bartholomäus-
kirche in Kolin und die Barbarakirche in Kuttenberg maßgebend wurde.
Dagegen scheint es keinem Zweifel zu unterliegen, dass Peter Parler
zu Gmünd in Schwaben geboren wurde, was allerdings aus der Triforiums-
inschrift allein nicht hervorgeht; denn dieselbe besagt nur, dass der
Kaiser den jungen Meister von dort nach Prag berief. Allein die Inschrift
des Koliner Gedenksteines und die an der Südseite des Prager Domes
angebrachte Marmortafel mit den Angaben über die Phasen des Dom-
baues — beide unstreitig unter den Augen Peter Parlers entstanden —
bezeichnen ihn wie das Hradschiner Stadtbuch als »Petrus de Gemundia
oder Gemund«, womit offenbar nichts anderes als die Geburtsstadt gemeint
sein kann. Denn wenn in den Eintragungen der Prager Universität 1375
ein Laurentius Gemunder,1) 1376, 1377 und 1384 ein Henricus de
Gamundia,2) 1377 ein Bertholdus de Gamundia 3) und 1385 ein »Albertus
Gemunder«4) begegnen, welche durch diese Zusätze hinsichtlich ihrer
Herkunft näher charakterisiert werden, und dies Princip der Herkunfts-
bezeichnung in der Namengebung des 14. Jahrhundertes vorwaltet, so
muss wohl auch die Stadt Gmünd in Schwaben, welche überall dort, wo
der Meister näher bestimmt erscheint, sofort übereinstimmend hervortritt,
als Geburtsstadt des großen Prager Dombaumeisters betrachtet werden.
Dies bestätigt auch die ähnliche Bezeichnung des 1384 und 1387 in Brünn
begegnenden »magister Henricus de Gemunden lapicida«, dessen Geburts-
ort gewiss jeder unbefangene Leser sofort zu Gmünd suchen wird.
Gerade die zuletzt erwähnte Analogie gewährt zuverlässige Anhalts-
punkte dafür, dass die Beziehungen Peter Parlers und seiner Familie zu
Köln nicht maßgebend werden können, diese Stadt als seinen Geburtsort
zu betrachten. Denn wie der später in Brünn arbeitende Steinmetzmeister
Heinrich von Gmünd die Kölnerin Drutginis heimführte, die er wahr-
scheinlich während der Zeit seines Arbeitens in Köln kennen gelernt
hatte, und ausdrücklich nur mit dem Hinweise »de Gemunden« rücksichtlich
seiner Herkunft näher bezeichnet ist, so hat wohl auch bei dem die
Kölnerin Gertrud heiratenden Peter Parler die ähnliche Charakterisierung
1) Monumenta historica universitatis Carolo-Ferdinandeae Pragensis. Prag 1830 uf.
I. 1. S. 167.
2) Ebendaselbst I. 1. S. 173, 174, 179 und 225.
3) Ebendaselbst I. 1. S. 179.
4) Ebendaselbst 1. 1. S. 234.