z 148 stránek
Titel
Ia
Inhalt
I
Einleitung
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Lebensverhältnisse
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Vewandtenkreis
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Thätigkeit und Werke
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Stammtafel der Familie
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Urkundliche Nachweise
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Namens- und Sachverzeichnis
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Název:
Peter Parler von Gmünd, Dombaumeister in Prag, und seine Familie: ein Beitrag zur deutsch-österreichischen Künstlergeschichte.
Autor:
Neuwirth, Josef
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Počet stran předmluvy plus obsahu:
II+146
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Lebensverhältnisse
- 34: Vewandtenkreis
- 58: Thätigkeit und Werke
- 113: Stammtafel der Familie
- 114: Urkundliche Nachweise
- 143: Namens- und Sachverzeichnis
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mittelalterlicher Brückenbaukunst, deren theilweiser Zusammensturz in-
folge des Hochwassers am 4. September 1890 nicht nur die Kreise der
Fachmänner, sondern auch des gebildeten Publicums überhaupt selbst
über die Grenzen Böhmens hinaus erschütterte. Eine ähnliche Katastrophe
hatte im Jahre 1342 die unter der Königin Judith erbaute Moldaubrücke,
welche seit dem letzten Viertel des 12. Jahrhundertes den Verkehr
zwischen den an beiden Flussufern liegenden Stadttheilen vermittelte,
als Opfer gefordert.1) Die Uberreste der engjochigen Anlage waren zu
einer Wiederherstellung des Objectes, von dem kaum der vierte Theil
stehen geblieben war, nicht geeignet; doch trug man sich ursprünglich
mit dem Gedanken an eine solche und gab Karl IV. bestimmte Anordnungen
dafür.2) Noch 1348 bestand dieser Plan, dessen Ausführung den Kreuz-
herren gegen Zuweisung des Brückenzolles zugewiesen wurde; indes
fand man mit einer hölzernen Nothbrücke sein Auslangen. 3) Da die
Restaurationsarbeiten aber nur sehr langsam vorwärts schreiten mochten
und wohl kaum Nennenswertes bis 1357 fertig gestellt worden war, so
beschloss Karl IV., durch eine solide Steinbrücke beide Stadthälften
wieder zu verbinden. In feierlicher Weise erfolgte nun am 9. Juli 1357 4)
auf dem Altstädter Moldauufer in der Nähe des Clemensklosters die
feierliche Grundsteinlegung zu dem Brückenbaue, mit dessen Leitung
Peter Parler betraut wurde. Dass man ihm mehr nur die Idee der
Anlage, den großartigen Plan und die Uberwachung der Ausführung
zurechnen darf, während er selbst einen tüchtigen Meister an die Spitze
der Arbeiter stellen mochte, erhellt aus der Thatsache, dass 1372 ein
»Ottlinus, magister pontis Pragensis« nachweisbar ist, welcher auf seinem
Hofe und den dazu gehörigen sechs Lahn in Jentsch um 20 Schock
einen Jahreszins von 2 Schock verkaufte. 5) Da mit der Prager Brücke
nur die damals im Bau befindliche Karlsbrücke gemeint sein kann und
für diese ein »magister« eine durchaus nothwendige Persönlichkeit und
1) Chron. Francisci Pragensis. Fontes rerum Bohemicarum. IV. S. 433. —
Chron. Benessii de Weitmil. Fontes rerum Bohemicarum IV. S. 492.
2) Emler, Regesta Bohemiae IV. S. 481. Nr. 1208. — Pelzel, Kaiser Karl der
Vierte. Prag, 1780. I. Theil, Urkundenbuch, S. 187—188, Nr. 191.
3) Tomek, Základy, III. S. 68.
4) Chron. Benessii. Font. rer. Boh. IV. S. 526. — Die auch in den Mittheilungen
der k. k. Centralcommission, Jhg. 1890, S. 222 enthaltene Angabe, dass die Grundstein-
legung am 9. Juli 1358 erfolgte, ist absolut unhaltbar; vgl. Palacký, Geschichte von
Böhmen, II. 2. S. 344, Anm. 474 und Huber, Regesten des Kaiserreichs, S. 228—230.
5) Prag, Metropolitancapitel-Archiv XIV. 15. Am 22. Jänner 1372 erklären die
Stadtvertreter der Prager Neustadt: »Quod honestus vir Ottlinus, magister pontis Pragensis,
noster concivis .. fassus est, se super curia sua et ipsius curie sex laneis . . in villa
Jencz.. duas sexagenas grossorum Pragensium denariorum census annui perpetui et liberi..
pro viginti sexagenis grossorum Pragensium denariorum .. vendidisse«.
Neuwirth, Peter Parler von Gmünd.
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