z 148 stránek
Titel
Ia
Inhalt
I
Einleitung
1
2
3
4
Lebensverhältnisse
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
Vewandtenkreis
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
Thätigkeit und Werke
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
Stammtafel der Familie
113
Urkundliche Nachweise
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
Namens- und Sachverzeichnis
143
144
145
146
Název:
Peter Parler von Gmünd, Dombaumeister in Prag, und seine Familie: ein Beitrag zur deutsch-österreichischen Künstlergeschichte.
Autor:
Neuwirth, Josef
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Počet stran předmluvy plus obsahu:
II+146
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Lebensverhältnisse
- 34: Vewandtenkreis
- 58: Thätigkeit und Werke
- 113: Stammtafel der Familie
- 114: Urkundliche Nachweise
- 143: Namens- und Sachverzeichnis
Strana 61
61
des Prager Domes beigegebene Inschrift. 1) Dieselbe überliefert, dass
Karl IV. den 23 jährigen Meister aus Gmünd in Schwaben berief und
als zweiten Dombaumeister der Prager Metropolitankirche bestellen ließ,
deren Bauleitung der Genannte wahrscheinlich 1353 in die Hand nahm;
den Chor vollendete er im Jahre 1385, in welchem er auch die Aus-
führung der Chorstühle des Prager Domes in Angriff nahm. Innerhalb
der genannten Zeitspanne begann und vollendete er auch den Chor der
Allerheiligenkirche und leitete den Bau der Moldaubrücke. Ebenso begann
er vom Grunde aus die Aufführung des Chores zu Köln an der Elbe,
dem heutigen Kolin.
Sind auch die in der Inschrift aufgeführten Werke verhältnismäßig
zahlreich und bedeutend genug, um die ganze Schaffenskraft eines selbst
hochbegabten Architekten vollauf während dreier Jahrzehnte zu beschäftigen,
so umfasst doch die Aufzählung durchaus nicht alle von Peter Parler in
Böhmen aufgeführten Bauten. Denn da die Büste des Meisters unzweifelhaft
spätestens bis zur Vollendung und Einweihung des Chores im Jahre
1385 auf der Triforiumsgalerie aufgestellt worden war, bis zu welchem
Termine auch die dazu bestimmte Inschrift fertig sein musste, so umfasst
dieselbe zunächst nur jene Schöpfungen des Meisters, welche 1385 ent-
weder ganz oder zum größten Theile vollendet waren. Für die nach 1385
noch im Betriebe stehenden oder erst in Angriff genommenen Bauten
stehen keine so ausführlichen Quellen zugebote; denn nur die Marmor-
inschrift an der Südseite des Domes berichtet, dass bei der Grundstein-
legung zum Ausbaue des Prager Domes im Jahre 1392 auch Meister
Peter Parler noch die Stelle des Dombaumeisters bekleidete, weshalb
auf ihn die Inangriffnahme der ersten Arbeiten zum Baue des Quer-
hauses bezogen werden darf. Andere Werke lassen sich nur nach der
Analogie in die Zahl der Parlerschöpfungen einreihen.
Es ist in hohem Grade auffallend, dass die Triforiumsinschrift mit
keinem Worte eine Antheilnahme Peter Parlers an dem Ausbaue und
der Vollendung der Burg Karlstein constatiert, da doch Karl IV. den
jungen Architekten selbst nach Böhmen berufen hatte und auch mit
der Leitung anderer Bauten, wie mit der Aufführung der Karlsbrücke,
betraute; eine so umfassende, überdies seit Jahren vollendete stolze
Anlage hätte die Inschrift gewiss genannt, wenn Peter Parler wirklich
wichtige Theile derselben aufgeführt hätte. Die Herstellung der Karl-
steiner Bauten muss in Rücksicht auf dies Stillschweigen wohl in der
Hauptsache schon abgeschlossen gewesen sein, als Peter Parler eine
ausgebreitete Thätigkeit im Lande entfaltete. Ihm fielen in Karlstein
höchstens Decorationsarbeiten zu; denn in den ersten Jahren seines
1) Sieh urk. Nachw. Nr. 1.