z 148 stránek
Titel
Ia
Inhalt
I
Einleitung
1
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Lebensverhältnisse
5
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Vewandtenkreis
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Thätigkeit und Werke
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Stammtafel der Familie
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Urkundliche Nachweise
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Namens- und Sachverzeichnis
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- s. 30: … Steinmetz Peter von der Prager Burg, welcher 1379 Bürger der Prager Altstadt wurde und 1393 für einen 1) Springer, Der Parlirer Peter,…
- s. 50: … Lowossicz bestellt wurde, präsentierten Albert und Peter Rotlew, Bürger der Prager Altstadt und Neffen des verstorbenen Jesco von Kuttenberg, und der Prager…
- s. 93: … hat, wie bereits erwähnt wurde, 3) 1379 das Bürgerrecht der Prager Altstadt erworben und noch 1393 in der ihm darnach zustehenden Weise…
Název:
Peter Parler von Gmünd, Dombaumeister in Prag, und seine Familie: ein Beitrag zur deutsch-österreichischen Künstlergeschichte.
Autor:
Neuwirth, Josef
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Počet stran předmluvy plus obsahu:
II+146
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Lebensverhältnisse
- 34: Vewandtenkreis
- 58: Thätigkeit und Werke
- 113: Stammtafel der Familie
- 114: Urkundliche Nachweise
- 143: Namens- und Sachverzeichnis
Strana 30
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dass Peter Parler, obzwar er auf dem Hradschin wohnte, seit 1366 nicht
mehr als Schöffe begegnet, 1) kann sich nur daraus erklären, dass der
Meister infolge Häufung seiner Arbeiten, welche seine ganze Zeit in
Anspruch nahmen, oder wegen der in seiner Function als Schöffe un-
vermeidlichen Ubersättigung mit kleinlichen Dingen auf die werkthätige
Antheilnahme an der Führung des Gemeinwesens, in welchem er lebte,
Verzicht leistete.
Die Grundlage dieser Verhältnisse erlitt im Jahre 1379 eine Ver-
schiebung, als der kunstreiche Werkmeister Peter auf der Prager Burg
gegen Erlag von 32 Groschen das Bürgerrecht der Altstadt in Prag erwarb, 2)
womit vielleicht auch der freilich nicht mehr erweisbare Ankauf eines
Hauses Hand in Hand gehen mochte. Ob das später seinem Sohne
Johann gehörige Haus »bei den Sicheln« in der Zeltnergasse bereits
in seinem Besitze gewesen, ist nicht festzustellen. Die Art und Weise,
in welcher der Prager Stadtschreiber die Eintragung der Bürgerrechts-
erwerbung Peter Parlers vollzog, beweist die Wertschätzung, deren sich
der Meister in der Landeshauptstadt überhaupt zu erfreuen hatte. Denn
der dem »magister Petrus operis in castro« beigegebene Zusatz »artifex«,
welcher selbstverständlich hier niemals im Sinne von »Handwerker«
überhaupt genommen werden kann, wird zur Folie für die Hochachtung
und Bewunderung, welche die Bürger Prags im allgemeinen der Künstler-
grösle des Dombaumeisters zollten.
Dass der 1379 das Bürgerrecht der Altstadt erwerbende kunst-
reiche Meister Peter auf der Burg mit Peter Parler identisch ist und
auch von seinen Rechten in der Altstadt selbst Gebrauch machte, lässt
sich unbestreitbar nachweisen. Denn als 1393 Hans Sestrer von Straßs-
burg das Bürgerrecht in Prag-Altstadt erwarb, trat für ihn Petrus, der
Steinmetz von der Prager Burg, als Bürge ein.s) Da der eine Bürg-
schaft Leistende aber selbst Bürger der Stadt sein musste und ein Petrus
von der Prager Burg, der auf diesen Steinmetzen bezogen werden könnte,
nur in dem 1379 Bürger der Altstadt gewordenen Werkmeister Peter
unter den Bürgern jener Zeit nachgewiesen werden kann, so sind offenbar
die beiden Persönlichkeiten identisch und bleibt damit erwiesen, dass der
kunstreiche Werkmeister und Steinmetz Peter von der Prager Burg,
welcher 1379 Bürger der Prager Altstadt wurde und 1393 für einen
1) Springer, Der Parlirer Peter, Peter Arler genannt. Deutsches Kunstblatt,
Jhg. 1854, S. 382 gibt ganz richtig 1360 bis 1366 an. — Chytil, Petr Parléř S. 7
begrenzt diese Thätigkeit unrichtig mit 1365, — Klemm, Württembergische Baumeister
und Bildhauer S. 48, — Ambros, Dom zu Prag, S. 51, — und Grueber, Peter von
Gmünd, S. 144, mit 1368.
2) Sich urk. Nachw. Nr. 33.
3) Sich urk. Nachw. Nr. 33.