z 148 stránek
Titel
Ia
Inhalt
I
Einleitung
1
2
3
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Lebensverhältnisse
5
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Vewandtenkreis
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Thätigkeit und Werke
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Stammtafel der Familie
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Urkundliche Nachweise
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Namens- und Sachverzeichnis
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- s. 10: … wurden und zwischen 1358 bis 1388 gar nichts von der Kuttenberger Barbarakirche enthalten, wogegen sich von 1388 an zahlreiche Einzeichnungen finden. Dieser…
- s. 19: … der mit großer Wahrscheinlichkeit gleich den Anfängen der Anlage der Kuttenberger Barbarakirche auf ihn zurückgeführt werden kann, lassen keinen Zweifel darüber aufkommen,…
- s. 58: … die Ubertragung des Baues der Bartholomäuskirche in Kolin und der Kuttenberger Barbarakirche an Peter Parler das Einsetzen der Parlerschen Art außerhalb Prags…
- s. 86: … in dem aus der Hälfte des Sechzehneckes construierten Kapellenkranze der Kuttenberger Barbarakirche durch den ins Kirchenmittel gerückten Pfeiler dieselbe Eigenthümlichkeit. Wie in…
- s. 87: … Domes zu Köln umschwebt haben mochte, so bietet auch die Kuttenberger Barbarakirche mit der Eigenthümlichkeit, die äußeren Polygonseiten des Chorschlusses gleichsam zu…
- s. 87: … gesichertes Ergebnis betrachtet werden, dass Peter Parler den Plan der Kuttenberger Barbarakirche entworfen und die Ausführung der Chor- anlage zum Theile noch…
- s. 87: … von ver- schiedenen Meistern durchgeführt; keiner derselben hat aber der Kutten- berger Barbarakirche in so großartiger und künstlerisch vollendeter Weise 88 den Stempel…
- s. 88: … kann gar kein Zweifel darüber existieren, dass der Bau der Kuttenberger Barbarakirche weder vor noch bald nach 1350 begonnen wurde, und dass…
- s. 90: … stellte. Wer nach dem Tode Peter Parlers den Bau der Kuttenberger Barbarakirche leitete und den Kapellenkranz noch vor dem Ausbruche der Husitenkriege…
Název:
Peter Parler von Gmünd, Dombaumeister in Prag, und seine Familie: ein Beitrag zur deutsch-österreichischen Künstlergeschichte.
Autor:
Neuwirth, Josef
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Počet stran předmluvy plus obsahu:
II+146
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 5: Lebensverhältnisse
- 34: Vewandtenkreis
- 58: Thätigkeit und Werke
- 113: Stammtafel der Familie
- 114: Urkundliche Nachweise
- 143: Namens- und Sachverzeichnis
Strana 90
90
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Kuttenberger Frohn-
leichnamsbruderschaft durch die Ausführung des im benachbarten
Kolin damals noch im Baue begriffenen Chores auf den Prager Dom-
baumeister besonders aufmerksam geworden war, dessen Lob nach der
Vollendung des Prager Domchores gewiss durch das ganze Land gieng.
Auserdem kam die Familie Parler in Verwandtschaft mit einflussreichen,
aus Kuttenberg entstammenden Persönlichkeiten, als Johann Parler, des
Dombaumeisters Sohn, die Tochter des Jesco von Kuttenberg, namens
Katharina Helene, zur Frau nahm. Diese Beziehungen konnten immerhin
die Zuwendung des Auftrages vermitteln, welcher dem Dombaumeister
um so mehr willkommen sein musste, als seit der Fertigstellung des
Domchores die Arbeiten für den Betrieb des Weiterbaues offenbar einige
Zeit stockten; Peter Parler war 1388 thatsächlich in der Lage ohne
Besorgnis, eine andere große Arbeit vernachlässigen zu müssen, die
Aufführung einer prächtigen Kirchenanlage in der reichen Landstadt
Böhmens übernehmen zu können. Dass dieselbe in so großartiger Weise
begonnen wurde, kann nicht Wunder nehmen in einer Zeit, da der
Reichthum der Städter auch an anderen Orten, z. B. in Ulm, vor allen
Dingen der Erbauung imponierender Gotteshäuser ausgiebige Mittel zur
Verfügung stellte. Wer nach dem Tode Peter Parlers den Bau der
Kuttenberger Barbarakirche leitete und den Kapellenkranz noch vor
dem Ausbruche der Husitenkriege fertig brachte, ob Johann Parler, der ja zu
einer aus Kuttenberg stammenden Familie directe Beziehungen hatte, daran
betheiligt war und dem Vater nicht nur in der Stellung eines Dombau-
meisters, sondern auch in der Leitung des Baues der Barbarakirche folgte,
lässt sich zur Stunde auch nicht einmal vermuthungsweise angeben.
Das an den Bauten Peter Parlers so charakteristische Einstellen
eines Pfeilers der Choranlage in die Mittellinie des Kirchengebäudes
findet sich auch bei der Teynkirche in Prag, die demnach noch besondere
Würdigung erfordert, da sie in einem so wichtigen Detail sich mit den
urkundlich verbürgten oder aus anderen Gründen bestimmbaren Werken
des Meisters berührt.
Jede Abtheilung des dreischiffigen Langhauses, 1) dessen Mittelschiff
auf jeder Seite durch vier reichgegliederte Pfeiler und einen verstärkten
Thurmpfeiler von den beiden nur seine halbe Höhe erreichenden Seiten-
schiffen geschieden ist, zeigt einen selbständigen Schluss. Das Mittelschiff
zieht denselben aus der Hälfte eines übereck gestellten Achteckes, eine An-
1) Grueber, Kunst des Mittelalters in Böhmen. III. S. 84 uf. — Peter von Gmünd.
S. 77 und 78. — Zap, Týnský chrám, hlavní farní kostel Starého města Pražského.
Památky archaeolog. a místopis. I. S. 60—62. — Mikowec-Zap, Die Theynkirche in
der Altstadt Prags. Alterthümer und Denkwürdigkeiten Böhmens. II. S. 101 uf. — Horčička,
Kunstthätigkeit in Prag zur Zeit Karls IV. S. 29—30.