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Titel
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Einleitung
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Edition
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Personen-Orts-Sachregister
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- s. 5: … einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten ein verläßlicher Führer ein im Egerer Stadtarchive befindliches Sal= oder Briefbuch1) dieses Stiftes, welches im I. 1476…
- s. 15: … Materiale hat sich im Laufe der Jahrhunderte (1309—1776) auch im Egerer Stadtarchive ange- sammelt. 2) Hinsichtlich der Realitäten des Klosters sei noch…
- s. 16: … Adelheid von Lobhaus2) genannt. Im Salbuche und sonstigen Handschriften des Egerer Stadtarchives werden sodann angeführt: Margaretha, als Abt. genannt in den J.…
Název:
Das Salbuch der Egerer Klarissinnen v. J. 1476 im Egerer Stadtarchiv
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1905
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Obsah:
- 1: Titel
- 3: Einleitung
- 23: Edition
- 131: Personen-Orts-Sachregister
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Note auch auf diesen Brief sich beziehen kann. Der Brief wäre aber
nicht nach Eger gekommen und schon 1264 vidimiert worden, wenn
nicht schon in dieser Zeit der Orden in Eger bestanden hätte.
Sichere urkundliche Nachrichten über das Egerer Klarenstift be
ginnen erst 1273, in welchem Jahre König Ottokar II. mit dem Briefe
vom 14. Jänner den religiosis dominabus sororibus scte.
Clare in Egra das Dorf Treinitz, ehemals zur Burg ge
hörig, mit allen Zinsen und Zehenten unentgeltlich zu ewigem Eigen
Überläßt (2).
Von diesem Jahre an fließen nun reichlich die Quellen über die
Geschichte dieses Klosters, und ist uns für diese zunächst durch einen
Zeitraum von zwei Jahrhunderten ein verläßlicher Führer ein im Egerer
Stadtarchive befindliches Sal= oder Briefbuch1) dieses Stiftes, welches
im I. 1476 angelegt wurde und in welchem sämtliche Privilegien und
Freiheiten, womit dieses Kloster seitens der Päpste, der Kaiser und
Könige bis zum I. 1480 begnadet wurde, sowie sämtliche Briefe und
Hantfesten über Erwerbungen an beweglichen und unbeweglichen Gütern,
Zinsen, Gilten und Seelgeräten, die der Orden durch Kauf oder Schen-
kung bis zum I. 1491 an sich brachte, teils im Auszuge, teils voll-
inhaltlich eingetragen erscheinen. Soweit eine Vergleichung der Auf-
zeichnungen dieses Salbuches mit Originalurkunden, mit den Regesten
werken Böhmers, Emlers und Schuberts möglich war — für mehr als
200 Noten dient eben nur das Salbuch als Quelle — konnte die völlige
Übereinstimmung nach Inhalt und Datierung wahrgenommen werden.
Über die Einrichtung und Beschaffenheit dieses höchst wertvollen Quellen
schatzes komme ich an Schlusse dieser Abhandlung noch zu sprechen. Nur
im voraus sei hervorgehoben, daß die Eintragungen im Briefbuche nicht
in chronologischer Ordnung erfolgten.
An die erwähnte Schenkung Ottokars schließen sich der Zeitfolge
nach zwei Privilegien König Adolfs an.
In zwei gleichlautenden Briefen vom 31. August 1294 (»deßen
priff Konig adolffs hot man czwyr, eyns sinnes, vnder czweyen
1) sal = Wohnsitz, Haus, Halle, dann auch ein kraft eines Testamentes zu
übergebendes Gut. Die sal, sale = rechtliche Übergabe eines Gutes, sal-
buoch = ein Buch, in welchem alle einer Körperschaft gehörigen Grund-
stücke, an dieselbe gemachte Schenkungen und die daraus fließenden Ein
künfte an der Hand von Urkunden (briefe) eingetragen sind.