z 148 stránek
Titel
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Einleitung
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Edition
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Personen-Orts-Sachregister
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- s. 5: … einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten ein verläßlicher Führer ein im Egerer Stadtarchive befindliches Sal= oder Briefbuch1) dieses Stiftes, welches im I. 1476…
- s. 15: … Materiale hat sich im Laufe der Jahrhunderte (1309—1776) auch im Egerer Stadtarchive ange- sammelt. 2) Hinsichtlich der Realitäten des Klosters sei noch…
- s. 16: … Adelheid von Lobhaus2) genannt. Im Salbuche und sonstigen Handschriften des Egerer Stadtarchives werden sodann angeführt: Margaretha, als Abt. genannt in den J.…
Název:
Das Salbuch der Egerer Klarissinnen v. J. 1476 im Egerer Stadtarchiv
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1905
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
148
Obsah:
- 1: Titel
- 3: Einleitung
- 23: Edition
- 131: Personen-Orts-Sachregister
Strana 15
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—
Mit dem Dekrete Kaiser Josefs II. vom 7. Feber 1782 wurde
das Egerer Nomenstift aufgehoben und am 15. Oktober d. I. verließen
die Schwestern das Kloster, welche mit angemessenen Pensionen bedacht
wurden. Das gesamte Vermögen wurde von den Beamten der Hof-
kammer übernommen und verwaltet und bildete ein k. k. Religionsfonds-
gut. Die Einrichtung der Kirche kam zum Teil in die St. Niklas und
in die Franziskanerkirche in Eger, zum Teil in die Pfarrkirche nach
Klinghart. Einige Paramente wanderten nach Prag. Der gesamte
Urkundenschatz des aufgehobenen Klosters jedoch wurde von der Auf-
hebungs-Kommission der Prager k. k. Universitäts-Bibliothek zugewiesen,
welche wieder 160 Faszikel „als zu unbedeutend für eine Detailver-
zeichnung und nur zum Vertilgen geeignet“ an das kaiserl. Gubernium
in Wien abgegeben hat.1) Tausende von Handschriften mögen daher
vernichtet worden sein und für viele derselben bietet uns für die Zeit
bis 1491 das vorliegende Salbuch den einzigen Ersatz. Wertvolles auf
dieses Kloster bezügliches Urkunden - Materiale hat sich im Laufe
der Jahrhunderte (1309—1776) auch im Egerer Stadtarchive ange-
sammelt. 2)
Hinsichtlich der Realitäten des Klosters sei noch bemerkt, daß bei
einer am 12. Feber 1812 erfolgten Versteigerung das ganze Stiftsgut
von Lorenz Wolf, Besitzer des Gutes Kopetzen, um 226.500 fl. K. M.
erstanden worden ist,3) welcher wieder einen Teil davon und zwar das
eigentliche Konventsgebände im I. 1816 dem k. k. Kriminalfond um
28.000 fl. verkaufte, während die Kirche und Wirtschaftsgebäude mit
allen Grundstücken im I. 1829 Kaspar Wilhelm von Helmfeld um den
Betrag von 150.000 fl. K. M. erwarb, dessen Sohn Johann es noch
heute besitzt. Das alte Konventsgebäude wird heute noch als Gefangen-
haus, die Kirche als Eiskeller benützt. Durch den Bau eines neuen Ge-
fangenhauses vor dem Obertor, welches seiner Vollendung entgegengeht,
wird auch das alte für diese Zwecke überflüssig, und die Stunde ist
nicht mehr fern, wo es niedergerissen und der Platz zu Straßenzwecken
eingeebnet werden soll.
1) Ebenda, Einleitung, S. XXI.
2) Siegl, Katal. des Eg. Stadtarch., S. 41—43 u. 211.
3) Seb. Grüner, Beiträge zur Gesch. der Stadt Eger, S. 78. — Pröckl, I, 615,
setzt den Verkauf in das I. 1811 und nimmt 335.000 fl. als Kaufschil-
ling an.