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Titel
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Inhalt
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Einleitung
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Die Pfändug
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Die Satzung
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- s. 2: … süd- deutschem Rechte zu derselben Zeit in Böhmen um die Prager Altstadt und Deutschbrod, in Mähren um Brünn und Iglau gruppierten. Von…
- s. 8: … království českého, k témuž právu náležitých“1) (Bücher des Stadtrechtes der Prager Altstadt und anderer zu demselben Rechte gehörigen Städte des böhmischen Königreiches)…
Název:
Das Pfandrecht im böhmisch-mährischen Stadt- und Bergrechte: ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Rechtes
Autor:
Kapras, Jan
Rok vydání:
1906
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
96
Obsah:
- Ia: Titel
- I: Inhalt
- 1: Einleitung
- 10: Die Pfändug
- 46: Die Satzung
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českých za králů z rodu Lucemburského. (Die Kanzleien und
die Schreiber in den böhmischen Ländern zur Zeit der Luxem�
burgischen Könige. Prag 1902.) Es sind dies die Stadtbücher
von Prag-Altstadt (vom Jahre 1310 und 1417), Neu-Bydžôv
(1311), Leitmeritz (1341), Kolin (XIV. Jahrhundert), Jičin
(1362 Ed. F. Menčik 1898), Olmütz (1348, 1350), Brünn (1353),
Littau (1370), Prag-Neustadt (1411) u. a. m.
Die ganze Tendenz der Rechtsentwickelung zielte durch
die unabweisliche Wechselbeziehung der Bevölkerung des Landes
bereits während dieser Zeit zu einer Ausgleichung des Rechtes
in den einzelnen Städten und zur Bildung eines gemeinen
böhmischen Stadtrechtes hin. Dieses Ziel wurde endlich im
XVII. Jahrhundert erreicht. Der erste Versuch, welcher vom
Brikcí z Licka im Jahre 1536 unter dem Könige Ferdinand I.
gemacht wurde, bezweckte die böhmische Übersetzung des
Brünner Schöffenbuches mit Ergänzung einiger Prager und
Iglauer Bestimmungen unter dem Titel „Knihy městských práv
starého města Pražského i jiných měst království českého, k
témuž právu náležitých“1) (Bücher des Stadtrechtes der
Prager Altstadt und anderer zu demselben Rechte gehörigen
Städte des böhmischen Königreiches) als gemeines Stadtrecht
einzuführen, missglückte gänzlich.
Erst als im Jahre 1547 in Prag die einzige Appellations-
instanz für alle Stadtgerichte errichtet worden war, legten im
Jahre 1569 die meisten böhmischen Städte dem Kaiser
Maximilian I. den Entwurf eines allgemeinen böhmischen Stadt-
rechtes, verfasst von Paul Kristian z Koldina, vor. Damit
waren aber die Städte mit dem Magdeburger Rechte nicht ein-
verstanden und überreichten im Jahre 1571 dem Kaiser ein
vom Leitmeritzer Schöffen Nicolaus Mitas Austin verfasstes
Memorandum enthaltend „Extrakt hlavnějších a přednějších
artykulův z práv Saských anebo Magdeburských vybraných“ 2)
(Ein Extrakt der hauptsächlichsten Artikel aus dem Sächsischen
1) Editio Jireček, Codex IV 3; vgl. Čelakovský, O právech městských
M. Brikcího z Licka a o poměru jich k starším sbírkám právním, Prag 1880;
Czyhlarz, Das Brünner Schöffenbuch und die Knihy městských práv von
Brictius von Licsko (Mitt. d. Jurist. Ver. X 1878).
2) Jireček, Codex IV 5.