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Titel
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Necrolog
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Název:
Das Necrolog des Minoritenklosters in Olmütz
Autor:
Loserth, Johann
Rok vydání:
1884
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
24
Počet stran předmluvy plus obsahu:
24
Obsah:
- 1: Titel
- 3: Necrolog
Strana 5
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dasselbe reichliche Schenkungen: als besonderer Gönner des-
selben erscheint der Bischof Bruno von Olmütz, der staatskluge
Berather des Königs Přemysl Ottokar II.
Was nun das obengenannte Martyrologium anbelangt, so
sind an den Rändern desselben die Sterbe- und Gedenktage
der Wohlthäter des Olmützer Minoritenklosters eingetragen.
Leider sind die Ränder, auf denen sich die erwähnten Notizen
befinden, stark verletzt, indem der Codex, vielleicht damals,
als er seinen jetzigen Einband erhielt, stark beschnitten wurde.
Dadurch sind nicht wenige Worte ganz oder theilweise ver-
nichtet worden. Ueberdies sind viele Eintragungen in späteren
Tagen ausradirt worden, so dass man heute nur noch dürftige
Reste derselben zu entziffern vermag.
Bei einigen Eintragungen findet sich nicht blos der Todes-
tag, sondern auch das Jahr angegeben. Die Hände, welche
dieselben gemacht haben, gehören nur zum geringsten Theile
der zweiten Hälfte des 13., zum überwiegenden Theile dagegen
dem 14. und 15. Jahrhundert an; einzelne Aufzeichnungen
stammen selbst noch aus dem 16. und einige Notizen auf dem
inneren Einbanddeckel aus dem 17. Jahrhundert.
Wie das Kloster der Minoriten in der Geschichte Mährens
niemals irgend eine Rolle gespielt hat, so wird man auch die
Bedeutung seines Todtenbuches nicht all zu hoch anschlagen
dürfen: Doch wird sich für die Kunde slavischer Eigennamen,
namentlich aber für die genealogischen Verhältnisse des einen
und anderen mährischen Adelsgeschlechtes aus demselben manche
Belegstelle ergeben. Erwägt man dazu noch den Umstand,
dass man in Mähren bisher nur wenig Geschichtsquellen dieser
Gattung kennt,! so dürfte die Veröffentlichung dieses Olmützer
Todtenbuches immerhin erwünscht sein. Als bemerkenswerth
verdient die Thatsache hervorgehoben zu werden, dass manche
Persönlichkeiten in demselben nicht genannt werden, von denen
aus anderen Quellen bekannt ist, dass sie das Kloster, wenn-
gleich nicht allzureich, bestiftet haben. So wird beispielshalber
1 S. Dudík, Mährens allgemeine Geschichte 8. 29. Dort wird unter den
mährischen Geschichtsquellen nur ein Necrolog, und zwar jenes der
Olmützer Domkirche erwähnt. Das Podlažicer Necrolog gehört nach
Böhmen, und auch das böhmisch-schlesische (ed. Wattenbach, Zeitschrift
für Geschichte und Alterthum Schlesiens 5. 107) gehört nicht nach
Mähren,