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Titel
I
Petrus de Pulka
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Einleitung
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Verzeichniss der Schriften
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- s. 1: … Hof- und Staatsdruckerei. 1836. I. Petrus de Pulka, Abgesandter der Wiener Universität am Concilium zu Constanz. Von Friedrich Firnhaber, oorrespondirandem Mitgliodo der…
- s. 3: … Spanien, Italien strömten die Abgesandten der Universitäten herbei. Auch die Wiener Universität beeilte sich, der Aufforderung Folge zu leisten. Eine der jüngsten.…
- s. 4: … vielfältigen Vermittelungen und Unterhand- lungs-Aufträge während seiner Wirksamkeit an der Wiener Universität, so wie seine hier mitgetheilten Briefe sind Beweise für das…
- s. 4: … Universität über dieselben, welche Auszüge Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität im 2. Bande miltheilt. Leider ist die Reihenfolge dieser Briefe…
- s. 5: … Bernhard gestanden ist, bevor er seine Lauf- bahn an der Wiener Universität begann, war ich nicht im Stande zu erörtern. Die so…
- s. 6: … laureus formatus theologiae canonicus Viennae. Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität, dem wir für unsern Gegen- stand so viel verdanken, spricht…
- s. 10: … vellet, et 3) 10 welehe Kink in seiner Gesehichte der Wiener Universität im II. Bande im Auszuge mittheilt; erst jetzt gegen Ende…
Název:
Petrus de Pulka. Abgesandter der Wiener Universität am Concilium zu Constanz (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 15)
Autor:
Firnhaber, Friedrich
Rok vydání:
1856
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
71
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+70
Obsah:
- I: Titel
- 1: Petrus de Pulka
- 3: Einleitung
- 12: Verzeichniss der Schriften
Strana 6
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Im Jahre 1407 circa festum Georgii wurde er zum ersten Male zum Rector
gewählt. Wie wir aus scinem in dem Verzcichnisse enthaltenen Titel entnehmen,
war er nach Beendigung seiner philosophischen Studien und Erlangung des
gradus zu den theologischen Studien übergetreten, denn er erscheint als Bacca-
laureus formatus theologiae canonicus Viennae.
Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität, dem wir für unsern Gegen-
stand so viel verdanken, spricht sich über die Richtung und Zeit der damaligen
Studien der Theologic folgendermassen aus: Die Theologie schied sich mit
scharfer Abgrenzung in zwei Theile, deren ersterer sich mit der heiligen Schrift
(sacra pagina) des alten und neuen Testamentes befasste, während letzterer die
4 Bücher der Sentenzen des Petrus Lombardus enthielt, und vorzugsweise die
scholastische Theologie genannt wurde. Nach sechsjährigem Studium der Theo-
logie konnte man sich um das Bacealaureat melden, und erhielt von der Facultät
irgend ein Capitel der h. Schrift angewiesen, über welches man unter Anleitung
eines Doctors vorzutragen hatte.
Nach 2 Jahren durfte man in gleicher Weise über die Sentenzen vortragen.
Demnach unterschied man Bachalarii biblici und Bachalarii sententiarii, beide
aber hatten von dem Vortrags-Curse, den sie durchzumachen hatten, den Namen
Cursores. Jener Baccalareus, weleher das dritte Buch der Sentenzen begonnen
hatte, hiess Bachalarius formatus. Doch erst nach 3 Jahren, also im Ganzen nach
einem eilfjährigen theologischen Studium konnte man sich zur Lieenz melden,
welche in dieser Facultät zugleich mit dem Doctorate verliehen wurde. Wenn
wir diese Zeitangaben auf Petrus de Pulka anwenden, so sehen wir, wie die
Jahre zusammentreffen: 1396 wurde er zum Doctor der Philosophie promovirt,
unmittelbar darauf widmete er sich dem Studium der Theologie und erscheint
nach einem eilfjährigen Zeitraume im Jahre 1407 als Baccalaureus formatus. Die
einzige Notiz, die wir über diese Zwischenzeit seiner Studien besitzen, findet
sich bei Kink, 1. c. 107, 117: Anno 1402 circa festum S. Michaelis in con-
gregatione facultatis receptus fuit ad cursus legendos M. Petrus de Pulka,
cui fuit assignatus Lucas ; das war also nach sechsjührigem Studium die Auf-
nahme als Baccalaureus.
Während seines Reetorates im J. 1407 wurde der Process des Bischofs
von Trient, Georg Liehtenstein, gegen Erzherzog Friedrich, welcher ihn gefangen
hielt, vorgebracht. Der Bischof hatte sich als Mitglied und emeritirter Rector
der Universität brieflieh an diese gewendet, und sie um ihre Verwendung bei
den Herzogen Leopold und Ernst von Österreich gebeten, damit er seiner Haft
entledigt würde 1). Trotz des Eingchens der Universität in die Angelegen-
heit des Bischofs konnte sie nichts für ihn erreichen 2).
Im J. 1408 unter dem Reetorate des M. Heinrich Kizbüchl 3) wurde
Petrus de Pulka vom akademischen Senate in die Commission erwählt, welche
über das gegen Gregor XII. versammelte Concilium von Pisa ein Gutachten
abgeben sollte. Wir treffen unseren Petrus hier im Vereine mit den
1) Das Nähere über diesen Gegenstand s. Brandis, Friedrich IV., p. 38 ff. et 48.
2) Mitterndorfer, consp. p. 81. — Apfaltrer p. 75.
3) Mitternd. 83, Apfaltrer 1. c.