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Titel
I
Petrus de Pulka
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Einleitung
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Verzeichniss der Schriften
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- s. 1: … Hof- und Staatsdruckerei. 1836. I. Petrus de Pulka, Abgesandter der Wiener Universität am Concilium zu Constanz. Von Friedrich Firnhaber, oorrespondirandem Mitgliodo der…
- s. 3: … Spanien, Italien strömten die Abgesandten der Universitäten herbei. Auch die Wiener Universität beeilte sich, der Aufforderung Folge zu leisten. Eine der jüngsten.…
- s. 4: … vielfältigen Vermittelungen und Unterhand- lungs-Aufträge während seiner Wirksamkeit an der Wiener Universität, so wie seine hier mitgetheilten Briefe sind Beweise für das…
- s. 4: … Universität über dieselben, welche Auszüge Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität im 2. Bande miltheilt. Leider ist die Reihenfolge dieser Briefe…
- s. 5: … Bernhard gestanden ist, bevor er seine Lauf- bahn an der Wiener Universität begann, war ich nicht im Stande zu erörtern. Die so…
- s. 6: … laureus formatus theologiae canonicus Viennae. Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität, dem wir für unsern Gegen- stand so viel verdanken, spricht…
- s. 10: … vellet, et 3) 10 welehe Kink in seiner Gesehichte der Wiener Universität im II. Bande im Auszuge mittheilt; erst jetzt gegen Ende…
Název:
Petrus de Pulka. Abgesandter der Wiener Universität am Concilium zu Constanz (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 15)
Autor:
Firnhaber, Friedrich
Rok vydání:
1856
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
71
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+70
Obsah:
- I: Titel
- 1: Petrus de Pulka
- 3: Einleitung
- 12: Verzeichniss der Schriften
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Bevor wir nun die Briefe selbst folgen lassen, wollen wir noch die wenigen
Notizen, welehe wir über ihren Verfasser sammeln konnten, in Kürze zusam-
menstellen.
Petrus Tzach oder Tzech de Pulka lebte am Ende des 14. und im An-
fange des 15. Jahrhunderts, beiläufig zwischen 1370—1430. Nach seinem
Erscheinen in den Würden der Universität dürfte er in den 70ger Jahren
des 14. Jahrhunderts geboren sein. Wenig und sparsam sind die Notizen,
welche wir über sein Leben und seine Wirksamkeit besitzen. Selbst über seinen
Namen fehlen uns bestimmte Angaben. Er selbst nennt sich in seinen Briefen
beinahe immer Petrus dictus de Pulka, einige Male aber blos Petrus
de Pulka.
Der Catalogus rectorum etc. archigymnasii Viennensis von Sorbait (Eder),
Viennae 1670, 4°. pag. 10, 55, nennt ihn Petrus de Pulka, und zum Jahre 1406
Petrus de Tzach de Pulka ; Tilmez in seinem Conspectus hist. univers. nennt ihn
immer de Pulka ; Apfalterer neunt ihn Tzech auch Zach.
In den Acten der Universität, deren Auszüge mir bezüglieh seiner akademi-
sehen Würden mitgetheilt wurden, wird er Petrus Tzech a S. Bernardo alias
Zech a Pulka mehrere Male genannt. Mit einiger Bestimmtheit können wir
also vielleicht annehmen, dass sein Familienname Peter Zech gewesen sei, und
dass er von Pulka in Nieder�Österreich gebürtig war. In weleher Verbindung
er mit dem Nonnenkloster S. Bernhard gestanden ist, bevor er seine Lauf-
bahn an der Wiener Universität begann, war ich nicht im Stande zu
erörtern.
Die so eben erwähnten Auszüge aus den Universitäts-Acten wurden mir
bereits vor einigen Jahren von dem seither verstorbenen Dr. Seherer mitgetheilt.
Hier erscheint Petrus de Pulka zum ersten Male im Jahre 1396 als Canonieus
Viennae promovirt zum Doctor der Philosophie. In demselben Jahre im ersten
Semester wurde er auch gleich zum Decan der philosophischen Facultät zum
ersten Male, im Jahre 1400 zum zweiten Male im II. Semester , und zum dritten
Male im II. Semester 1405 gewählt.
1404 erscheint er als Magister artium als Ankläger in der Sitzung der
theologischen Faeultät am Aschermittwoehe gegen einen ungenannten magister
artium. Weder die Person des Geklagten noch der Gegenstand der Anklage
erhellt aus den Acten 1). In derselben Sitzung belangte er und Magister Nieo-
laus Dinkelsbühl einen Augustiner Prediger, doch nahm die Facultät ihre
Anklage nieht an 2). Würden wir bei diesen beiden Anklagen, welche uns zei-
gen, dass Petrus de Pulka schon frühzeitig als selbstständig und als Redner
auftrat, den Gegenstand kennen, so könnten wir wohl einen Sehluss ziehen,
welcher Richtung sich Petrus hingegeben habe. Aber auch bei der zweiten
Klage fehlt die Angabe des Objeetes.
1) Kink: l. c. II, p. 19, 1404 in die cinerum congreg. facult. thool. propter
magistrum Petrum de Pulka qui accusavit quendam magistrum in artibus decano
facultatis propter quedam que dixisse debuisset in disputacione de quolibet et
propter absenciam magistrorum nihil conclusum fuit.
2) Kink, 1. c.