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Titel
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Petrus de Pulka
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Einleitung
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Verzeichniss der Schriften
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- s. 1: … Hof- und Staatsdruckerei. 1836. I. Petrus de Pulka, Abgesandter der Wiener Universität am Concilium zu Constanz. Von Friedrich Firnhaber, oorrespondirandem Mitgliodo der…
- s. 3: … Spanien, Italien strömten die Abgesandten der Universitäten herbei. Auch die Wiener Universität beeilte sich, der Aufforderung Folge zu leisten. Eine der jüngsten.…
- s. 4: … vielfältigen Vermittelungen und Unterhand- lungs-Aufträge während seiner Wirksamkeit an der Wiener Universität, so wie seine hier mitgetheilten Briefe sind Beweise für das…
- s. 4: … Universität über dieselben, welche Auszüge Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität im 2. Bande miltheilt. Leider ist die Reihenfolge dieser Briefe…
- s. 5: … Bernhard gestanden ist, bevor er seine Lauf- bahn an der Wiener Universität begann, war ich nicht im Stande zu erörtern. Die so…
- s. 6: … laureus formatus theologiae canonicus Viennae. Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität, dem wir für unsern Gegen- stand so viel verdanken, spricht…
- s. 10: … vellet, et 3) 10 welehe Kink in seiner Gesehichte der Wiener Universität im II. Bande im Auszuge mittheilt; erst jetzt gegen Ende…
Název:
Petrus de Pulka. Abgesandter der Wiener Universität am Concilium zu Constanz (Archiv für österreichische Geschichte, vol. 15)
Autor:
Firnhaber, Friedrich
Rok vydání:
1856
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
71
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+70
Obsah:
- I: Titel
- 1: Petrus de Pulka
- 3: Einleitung
- 12: Verzeichniss der Schriften
Strana 4
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liches Institut, hatte sie das grösste Interesse daran, am Concil Theil zu nehmen ;
dass sie die Sache als wichtig betrachtete, beweist, dass sie schon 4 Tage nach
dem Eintreffen des Schreibens des Papstes Johann vom 25. Juli 1414 — am
29. Juli die Wahl der Abgesandten vornahm 1). Es wurden gewählt mit Mehr-
heit der Stimmen der Doctor der Theologie Petrus de Pulka und Kaspar de
Meiselstein doctor decretorum et ordinarius lector in iure canonieo. Diese
beiden bestimmte die Universität zu ihrer Vertretung — ihnen schlossen
sich freiwillig mehrere Andere an.
Kaspar Meiselstein kehrte bald nach Wien zurüek, um erst später wieder
sich an den Ort des Coneils zu begeben. Peter von Pulka blieb von Anfang bis
zu Ende des Concils. Seine Briefe, welche er von dort an die Wiener Universität
richtete und in welchen er derselben die Vorgänge daselbst mittheilte, bilden den
Inhalt der folgenden Blätter. Die Wahl der Universität bezüglich Pulka's kann
eine glückliche genannt werden. Ausgezeiehneter Kanzelredner, streng wissen-
schaftlich gebildeter Mann, reich begabt, geübt in Unterhandlungen, dabei
weder Zelot noch Freigeist, wurde Petrus de Pulka ein thätiges Glied in der
hohen Versammlung. Seine im Coneil gehaltenen Reden, seine Predigten,
seine theologischen Schriften, die vielfältigen Vermittelungen und Unterhand-
lungs-Aufträge während seiner Wirksamkeit an der Wiener Universität, so wie
seine hier mitgetheilten Briefe sind Beweise für das oben Gesagte.
Ganz riehtig beurtheilt ihn Schelhorn (bei Raupach, evangelisches Öster-
reich p. XVI), gestützt auf seine in der Stadtbibliothek zu Memmingen befind-
lichen Reden, indem er sagt: dass Petrus, ob er gleieh kein Anhänger des
Huss sondern vielmehr ein Feind desselben gewesen, den grossen Verfall
der römischen Kirche ziemlich wohl eingeschen "und die Nothwendigkeit der
„Reformation in allen Ständen, vornämlich in Geistlichen, erkannt und solche
„sehnlich gewünscht hat. Da er aber im Namen und auf den Befehl der Wie-
„ner Universität das Concilium besucht, so kann man leichit hieraus schlies-
„sen, dass er einer der angesehensten Männer auf derselben müsse gewesen
„sein, und möchte man fast auf den Gedanken gerathen, die Universität hätte
„a potiori damals selbst die gleichen principia geführt, und sie gleichsam
„diesem ihrem deputato in den Mund gelegt.“ Dass diese letztere Ansicht
vollkommen richtig ist, zeigen uns Pulka's Briese im Zusammenhange mit den
Auszügen aus den Sitzungen der Universität über dieselben, welche Auszüge
Kink in seiner Geschichte der Wiener Universität im 2. Bande miltheilt.
Leider ist die Reihenfolge dieser Briefe keine vollständige. Die Angaben bei
Kink (l. c.) beweisen uns, dass viele fehlen, wie auch natürlich die geringe Zall
derselben von vorneherein vermuthen liess. Wir besitzen von denselben 34,
davon 32 im Original in Besitze der Bibliothek des Klosters Göttweih,
zwei, welche aber nicht an die Universität, sondern an den Prior der Karthause
Gaming gerichtet sind, sind in einer Handschrift der k. k. Wiener Hofbiblio-
thek eingeschaltet.
Am vollständigsten ist die Reihe im Jahre 1415 ; sie enthält, 15 Stück, vom
Jahre 1416 haben wir nur 6, 8 vom Jahre 1417, 5 von 1418.
1) Kink, Geschichte der Wiener Universität II, p. 48, XVIII, 1 und 2.