z 98 stránek
Titel
I
Vorwort
1
2
Einleitung
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
Editionseinleitung
53
54
55
56
57
58
59
60
Edition
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
Název:
Das Buch der Prager Malerzeche (Kniha bratrstva malířského v Praze) 1348-1527 ; vollständiger Text nebst einem kritischen Commentar
Autor:
Patera, Adolf; Tadra, Ferdinand
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
98
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+97
Obsah:
- I: Titel
- 1: Vorwort
- 3: Einleitung
- 53: Editionseinleitung
- 61: Edition
Strana 41
41
wirklich einen „Pesoldus rasor“. Also rasor, ein Barbier (ne-
ben einem Bader), Mitglied der Malerzeche!!! Erstens kann
„Lazebka“ hier nur als Familienname genommen werden, denn „Ba-
der“ könnte nicht anders als „lazebnik" heissen; zweitens ist es ja
einem jeden Fachmann bekannt, dass „rasor“ nicht immer einen
Barbier (rasor barbae) bedeuten müsse, und wahrlich, es ist nicht
viel verlangt, dass ein Professor des Schriftwesens wenigstens das
so bekannte Buch Wattenbachs "Das Schriftwesen des Mittelalters“
studirt habe und es auch gründlich kenne. Hier kann man auf
S. 130 lesen: „Audi librorum compositionem...: Prius traditur ra-
sori, ut cum rasorio superfluitatem, pinguetudinem, scrupulos et ma-
culas tollat“, und weiter: „Primo cum rasorio pergamenum purgare
de pinguetudine et sordes magnas auferre etc“. Auf S. 374 wird
gesagt: "die rasores pergameni... erscheinen in den Statuten der
Prager Universität unter den Personen, welche der Jurisdiction der-
selben unterstanden“. Also „rasores pergameni“ waren es, Herr
Professor, und keine Barbierer! Diesen Fehler begeht der Heraus-
geber schon in seiner Einleitung, da er daselbst unter den verschie-
denen Mitgliedern der Prager Malerzeche auch die „Balbierer (ra-
sores)“ nennt.
„quod autem dictus magister“ oc. Die Handschrift hat ein 89 (35)
„an“ mit dem Abkürzungszeichen, also offenbar kein „autem“ son-
dern „ante dictus magister“, weil wirklich der genannte Magister
gleich Anfangs genannt wurde.
„et etiam bibedes“ mit nachstehender Erklärung (430) zu
„bibedes“: „Erscheint im Original allerdings etwas undeutlich ge-
schrieben, es ist indess keine andere Lesung möglich und zu be-
rücksichtigen, dass unser Malerbuch sich überhaupt durch — schlech-
tes Latein auszeichnet.“ Was soll man zu einer solchen Erklärung
sagen? Das Latein des Malerbuches ist wohl kein classisches La-
tein, aber so schlecht ist es nicht, wie der Herr Professor meint,
ja darnach was er aus manchen Worten herausliest, sind wir be-
rechtigt zu sagen, dass er es im 19. Jahrh. noch schlechter macht,
als es im 15. Jahrh. war. Wenn er behauptet, dass „keine andere
Lesung möglich ist“, so müssen wir uns entschieden dagegen ver-
wahren, die behauptete Unmöglichkeit muss nur auf seiner Seite
liegen, denn er mòge versichert sein, dass wir nicht einen Augen-
blick im Zweifel waren, wie das Wort zu lesen ist, und auch be-
„ „