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Titel
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Vorwort
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Einleitung
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Editionseinleitung
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Edition
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Název:
Das Buch der Prager Malerzeche (Kniha bratrstva malířského v Praze) 1348-1527 ; vollständiger Text nebst einem kritischen Commentar
Autor:
Patera, Adolf; Tadra, Ferdinand
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
98
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+97
Obsah:
- I: Titel
- 1: Vorwort
- 3: Einleitung
- 53: Editionseinleitung
- 61: Edition
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deren Auflösung nur Einmal von dem-Buche eine spärliche Kunde
erhalten und zwar durch den Prager Architectur- und Historienmaler
Joh. Quirin Jahn, welcher 1788 in Riegger’s „Materialien zur alten
und neuen Statistik von Böhmen“ einen Theil des Malerbuches ab-
drucken liess.1) Er hatte nämlich, als sämmtliche Archivalien der auf-
gelösten Prager Malerzeche unter den Hammer gekommen, das in
Rede stehende Buch — eine Papierhandschrift im kleinen, sogenann-
ten Ziegelformat — erstiegen und als Kunstschriftsteller nicht ohne
Verwerthung lassen wollen ; nach seinem 1802 erfolgten Tode erwarb
die Handschrift der warmherzige Kunstmäcen, Kunstkenner und
Kupferstichsammler Franz Graf Sternberg-Manderscheid, eben der-
selbe, durch dessen Bemühungen der böhmische Adel vermocht
worden, 1796 die Privatgesellschaft patriotischer Kunstfreunde zu
gründen: dankbar erhob ihn diese 1802 auf den Präsidentenstuhl,
den er bis zu seinem Ableben (am 8. April 1830) inne hatte ; aus
der Sternberg'schen Bibliothek gelangte der Codex auf dem Wege
der Schenkung in den Besitz der vorgedachten Privatgesellschaft,
welche gegen ihren Urheber, Förderer und langjährigen Prases nur
eine Pflicht der Pietät erfüllt, wenn sie das kostbare Andenken hoch
in Ehren hält.
Als ein nur auf Fachmänner berechnetes Sammelwerk fanden
Riegger’s „Materialien“ ihre Leser fast nur in rechts- und staats-
wissenschaftlichen Kreisen. Was Wunder, wenn alles das, was Jahn
über die Prager Malerbruderschaft und deren Verfassung in den
„Materialien“ veröffentlicht hat, für das übrige Publicum so gut wie
verloren ging? Von 1788 an bis in unsere Gegenwart herein wusste
nur ein kleines Häuflein von Bibliophilen, Geschichtsforschern und
Kunstgelehrten um das denkwürdige Buch, welches über eine der
ältesten Gilden Böhmens so dankeswerthe Aufschlüsse bietet.
Gern vernahm man daher voriges Jahr die in Prag vielfach
colportirte Mittheilung : Professor Pangerl arbeite, von zweien sei-
1) Von einer oder der anderen flüchtigen oder gelegentlichen Erwäh-
nung des Buches in neuerer Zeit (so z. B. in Gruebers „Hauptperioden der
mittelalterlichen Kunstentwicklung in Böhmen, Mähren und Schlesien. Prag
1871") müssen wir eben so absehen wie von den im „Světozor“ 1870 N. 16,
17, 22 abgedruckten Statuten-Fragmenten, weil diese theils nur eine Repro-
duction des Jahn’schen Abdruckes sind, theils auf einem ganz anderen Ma-
nuscripte basiren.