z 98 stránek
Titel
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Vorwort
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Einleitung
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Editionseinleitung
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Edition
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Název:
Das Buch der Prager Malerzeche (Kniha bratrstva malířského v Praze) 1348-1527 ; vollständiger Text nebst einem kritischen Commentar
Autor:
Patera, Adolf; Tadra, Ferdinand
Rok vydání:
1878
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
98
Počet stran předmluvy plus obsahu:
I+97
Obsah:
- I: Titel
- 1: Vorwort
- 3: Einleitung
- 53: Editionseinleitung
- 61: Edition
Strana 17
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einigt handeln lässt“, ist noch weniger zu ersehen, denn in dem
Verzeichniss I. (c. 1365) sind bereits drei Mitglieder ausdrücklich
als der Neustadt angehörend bezeichnet, so dass sie also wohl in
den Verhandlungen der Zeche bereits auch im J. 1365 mit den
Meistern der Altstadt Prag vereinigt gehandelt hatten.
„a proti pravóm, ačkoli“ oc.; die Handschrift hat: „a proti
pravóm a ačkoli“ oc.
„Ale jeden z nich z hrdosti a z své vuole zpurné nechtěl“ oc.
Hier ist das böhmische svévuole (= Uebermuth) schlecht verstanden
und unrichtig geschrieben als svá vuole = sein Willen. Der Satz soll
also in der Uebersetzung richtig heissen: Allein einer von ihnen
wollte nicht aus Stolz und aus frechem Uebermuth hierin den Mei-
stern gehorchen... sondern sprach: „By sě viece měli mistři na mě
hněvati“ oc. („Um dass sich die Meister noch mehr über mich ärgern
müssen) ; auch dieser Satz ist nicht recht verstanden und übersetzt,
er kann nur so heissen : „Und wenn sich die Meister noch mehr
ärgern sollten, will ich die Arbeit thun."
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(95/96)
„Busstowsy“, im Orig. „busstowsy“. Der Herausgeber hat diese 65 (96)
Benennung für die ehemalige Burg, nunmehr Stadt und Schloss,
Buštěhrad aufgefasst und auch mit diesem Worte übersetzt. Obwohl
nun diese Auffassung möglich ist, so ist doch die Uebersetzung des
böhmischen Buštoves mit dem ebenfalls böhmischen Buštěhrad nicht
zulässig; entschieden müssen wir auch die vom Herausgeber in
Anm. 110 aufgestellte Behauptung zurückweisen, dass die Form
Buštoves besser sei als Buštěves. Ganz merkwürdig aber ist, dass
der Herausgeber zu seiner Anmerkung und zum bessern Verständ-
niss der Stelle aus dem Malerbuche vom J. 1461 auch die Buště-
hrader Eisenbahn einbeziehen musste.
„na klášteře neb ve vsi kostely maloval“ oc., vom Prof. Pangerl
übersetzt mit : „in einem Kloster oder in allen Kirchen malen oc.“
Unglaublich aber wahr! ve vsi = in allen! Das böhmische „ves“ be-
deutet aber "ein Dorf“, ve vsi (wenn dieses auch mit ss geschrieben
ist) = in einem Dorfe. Der Satz soll also richtig heissen: „dass
er in einer Feste oder in einem Kloster oder in einem Dorf Kir-
chen malen oder Glas machen würde.“
„skla dělal“; die Handschrift hat stkla dělal; der Heraus- „ „
geber hatte keinen Grund es anders zu schreiben.
„ „
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