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Titel
I
Die Briefe
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Einleitung
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Chronologisches Verzeischniss
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Tabelle zur Übersicht
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Název:
Die Briefe des Aeneas Sylvius vor seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl, chronologisch geordnete und durch Einfügung von 46 bisher ungedruckten vermehrt, als Vorarbeit zu einer künftigen Ausgabe dieser Briefe
Autor:
Voigt, Georg
Rok vydání:
1856
Místo vydání:
Wien
Počet stran celkem:
105
Obsah:
- I: Titel
- 321: Die Briefe
- 323: Einleitung
- 336: Chronologisches Verzeischniss
- 423: Tabelle zur Übersicht
Strana 332
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Cod. R: Cod. Nr. 3389 (olim Salisb. 32 B.) fol., der k. k. Hofbibliothek
zu Wien wird dort mit Recht in hohen Ehren gehalten. Es ist nämlich der
schon erwähnte Autographen-Codex; das beweist die Vergleichung der Hand-
schrift mit dem von Peter Kandler (in dem Werke: Pel fausto ingresso
di Monsignore Ill. e Rev. D. Bartolomeo Legat Vescovo di Trieste e Capo-
distria — nella sua Chiesa di Trieste. Trieste 1847) veröffentlichten Facsimile
eines Briefes, den „Eneas dei gratia episcopus Senensis Antonio de Leoni Ter-
gestino“ schrieb, und mit einigen Schriftstücken von Aeneas' Hand im k. k. Haus-
und Staats-Archiv zu Wien. Es ist anziehend zu beobachten, wie Aeneas Vieles,
was er geschrieben, wieder ausstrich oder verbesserte, wie er zwischen den
Zeilen oder am Rande Zusätze und Noten machte, wie er auf den Fluss des
Zusammenhanges und auf die Wahl der Ausdrücke bedacht war. Dasselbe
bemerkte in dem Autographen-Codex 3887 der Vaticana Franz Palacky
(Italien. Reise I. s. c. pag. 63). Unter den ersten Stücken unseres Codex findet
sich auch der Brief Pius II. an Sultan Mahomet (fol. 40 sq.), zwar von geschick-
ter Hand geschrieben, aber am Sehluss verstümmelt, wie in allen anderen Codi-
ces ausser dem erwähnten Weimarer. Dann folgt nun (fol. 80—193) das Con-
ceptenbuch des Aeneas, fast durchgängig mit eigener Hand geschrieben, nieht
schön aber deutlich, obwohl mit einem gewissen Anslug von Flüchtigkeit. Es
enthält 186 Briefe, von denen 145 weder in den Drucken noch in anderen Codi-
ces gefunden werden. Sie fallen sümmtlich zwischen den 6. April 1453 und den
6. Februar 1434. Wo die chronologische Ordnung nicht eingehalten ist, waren,
so viel ich mich erinnere, die Blätter des Codex falsch gebunden. Die
Inscriptionen sind offenbar erst später über die Briefe geschrieben, gleieh als
hätte sie der Autor zu einer Veröffentlichung vorbercitet. Auffallend ist, dass
auch ein Brief des Cardinals Sbignew von Krakau sich mitten unter des Aeneas
Briefen und von dessen Hand nicht nur geschrieben, sondern auch gebessert
und gefeilt findet (fol. 181), wobei Aeneas doch nur die künftigen Abschrei-
ber und Leser der Briefe im Auge gehabt haben kann. — So wichtig mir der
Codex natürlich war, so konnte ich doch die einzelnen Briefe, wie erwähnt,
nur verzeichnen und excerpiren und nur wenige ganz abschreiben.
Cod. S: Cod. msc. 624, 4°, der fürstlich Lobkowitz’schen Bibliothek zu
Prag, wohl nicht lange nach dem J. 1443 geschrieben, ohne Zweifel einer der
ältesten Codiees, enthält ausser einer langen Reihe von Briefen des Aeneas
Sylvius auch solche von Poggio, dem Kanzler Schliek u. A., doch grössten-
theils ohne Überschriften und Daten. Am Schlusse steht die Comödie Chry-
sis, die Aeneas im J. 1444, den Terentius nachahmend dichtete, eine leicht-
fertige, doeh recht witzige Kupplergeschiehte. Sie, sowie das Werk de cura
equorum scheinen nur in diesem einzigen Codex erhalten zu sein.
Cod. T: Cod. msc. XIV. G. 20, der Prager Universitätsbibliothek, in 4°,
enthält mehrere Briefe des Aeneas, doeh keine neuen.
Cod. U: Cod. mse. I. G. 34, derselben Bibliothek, in 4°. Auf dem Deckel:
Libellus Wenceslai Magnificorum dominorum de Rosenberk Protonotarii — und :
Hune librum seripsit Venceslaus de rowne propria sua manu. Am Schlusse des
Briefes Pius' II. an Sultan Mahomet: Finis Anno MLXXIIII° feria quinta añ
S. Mariae Magdalene per Venceslaum de Crumlow (so findet sich der Name