z 180 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
Inhaltsverzeichnis
VII
VIII
Einleitung
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Anhang
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Register
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- s. 2: … Herrschaft der tschechischen Nation im Lande Böhmen und in der Krone Böhmen wurde ein Ziel für alle. Man kämpfte darnm, daß das…
- s. 23: … des böhmischen Landtags durch, in dem das Erbrecht in der Krone Böhmen für nichtig erklärt, das Wahlrecht der böhmischen Stände proklamiert wurde.…
- s. 38: … man, daß Podiebrad immer noch der mächtigste Mann in der Krone Böhmen war, so muß man urteilen, daß der Rat sich in…
- s. 127: … den es als Schild und Schwert der Christenheit in der Krone Böhmen verheißen hatte, uicht führte und uicht zu führen vermochte. Das…
- s. 144: … Der Papst konute zwar den Einflnß der Stadt in der Krone Böhmen nicht vergrößern; aber er konnte und mußte ihr doch dazu…
Název:
Der Widerstand Breslaus gegen Georg von Podiebrad
Autor:
Koebner, Richard
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
180
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- VII: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 146: Anhang
- 171: Register
Strana 38
38
Die Breslauer suchen Freundschaft beim Könige.
könne; als er jetzt in einem ähulichen Unternehmen gegen die Burg Nachod
die Breslauer bat, ihm ihr Geschütz zu leihen, schlugen sie die Bitte ab1).
Wenn Eschenloer recht erzählt, hat der Rat im letztgenannten Falle hinter
dem Ansuchen Podiebrads den hinterlistigen Wunsch vermutet, die Stadt ihres
Geschützes zu berauben und so ihre Verteidigung zu schwächen. Ob diese
Befürchtung von so entscheidendem Gewicht war, muß dahingestellt bleiben;
jedenfalls aber war der Rat von einem tiefen Argwohn besessen, wenn er
mit Podiebrad zu schaffen haben sollte — und dieser Argwohn lastete so-
dumpf auf der Seele der Ratsherren, daß sie ihn uicht in die diplomatische
Vorsicht umsetzen kounten, die doch eigentlich ein Gesetz ihres Handelns war.
Bedenkt man, daß Podiebrad immer noch der mächtigste Mann in der Krone
Böhmen war, so muß man urteilen, daß der Rat sich in jenen unfreundlichen
Akten nicht minder unvorsichtig bloßstellte wie in Huldigungskonflikt die Ge-
meine. Aber der Rat ließ den Trieben des Hasses und der Rache wohl uur
darum den Lauf, weil er zugleich über die Zukuuft getrost war. Er baute
auf den König. Die Breslauer warteten auf den Tag, da er alt genug sein
würde, um an der Gewalt seines Gubernators Anstoß zu nehmen. Auf die
Daner konnten nicht zwei Herrscher im Lande sein; einmal muste es zwischen
ihnen zur Auseinandersetzung kommen. Daun sollte Ladislaus wissen, wo
seine Bundesgenossen seien. Dann wollten die Breslauer sich für ihre treue
Wachsamkeit seinen Dank verdienen.
Vorerst weilte der König fern von den Ländern der Krone; seit 1456
hielt ihn der Türkenkrieg fest. Die Stadt war eifrig bemüht, sich bei ihm in
Erinnerung zu halten, und sie erhielt von ihm freundliche und vertrauensvolle
Briefe. Auch die ansehuliche Zahl Krieger, die in Breslan für das Krenzheer
geworben und von der Stadt ausgerüstet wurden (800 Mann), mußzte den
König erfrenen.
Den nenen Landeshauptmann, Heinrich von Rosenberg, behandelte die
Stadt mit der ehrfürchtigen Höflichkeit, die sie dem christlichen Beamten des
Königs schuldig zu sein glaubte. Daß er ein Böhme war und daß seine Ein
setzung eine Strafe für die Stadt hatte bedeuten sollen, fiel nicht ins Gewicht.
Als im Jahre 1455 Bischof Peter Nowag starb, bemühte sich der Hauptmann,
dessen Würde seinem jüngeren Bruder Jodocus zu verschaffen. Er bat Ratmannen
und Schöffen um ihre Fürsprache beim Kapitel; sie willfahrten der Bitte, und
Jodoens wurde in der Tat erwählt. — Sachsiche Mißhelligkeiten zwischen der
Stadt und dem Landeshauptmann blieben freilich uur darum vermieden, weil
1) Esch. L 9.