z 180 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
Inhaltsverzeichnis
VII
VIII
Einleitung
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Anhang
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Register
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- s. 2: … Herrschaft der tschechischen Nation im Lande Böhmen und in der Krone Böhmen wurde ein Ziel für alle. Man kämpfte darnm, daß das…
- s. 23: … des böhmischen Landtags durch, in dem das Erbrecht in der Krone Böhmen für nichtig erklärt, das Wahlrecht der böhmischen Stände proklamiert wurde.…
- s. 38: … man, daß Podiebrad immer noch der mächtigste Mann in der Krone Böhmen war, so muß man urteilen, daß der Rat sich in…
- s. 127: … den es als Schild und Schwert der Christenheit in der Krone Böhmen verheißen hatte, uicht führte und uicht zu führen vermochte. Das…
- s. 144: … Der Papst konute zwar den Einflnß der Stadt in der Krone Böhmen nicht vergrößern; aber er konnte und mußte ihr doch dazu…
Název:
Der Widerstand Breslaus gegen Georg von Podiebrad
Autor:
Koebner, Richard
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
180
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- VII: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 146: Anhang
- 171: Register
Strana 144
144
Rückblick.
fälligkeit kam überdies die Predigerschaft zu Hilfe; dieser verdautte sie letztlich
den Auschluß an den Papst. Für die Teiluahmlosigfeit der Nachbarn aber
—
die sowohl in deren geringem Eijer für die gemeinsame Sache, wie in dem
geringen Ansehen der Breslauer begründet war — bot eben die päpstliche
Hilje einen ausreichenden Ersatz: der Gesamtverband der Christenheit gewährte
den Breslauern den Rückhalt, den ihnen der engere Laudesverband, in dem
sie standen, versagte. Der Papst konute zwar den Einflnß der Stadt in der
Krone Böhmen nicht vergrößern; aber er konnte und mußte ihr doch dazu
verhelfen, daß sie ihre Ehre und Sicherheit bewahrte. Der Breslauer Rat
fand in Dezember 1459 die notwendige Geistesgegenwart, um diese Hilfe
anzunehmen und auszunutzen. Der Vertrag, den er unter der Gewährleistung
des Papstes damals mit Georg abschloß, bildete, so furze Zeit er anch Gültigkeit
behielt, doch die Grnndlage für einen dauernden Erfolg der Stadt: auf Grund
seiner Bedingungen und des päpstlichen Schutzes blieb den Breslauern die
demütigende Unterwerfung unter Georg jür immer erspart.
Aber jene änßeren und inneren Hemmungen ernenerten sich. Als die
Bürgerschaft durch ihr starkes Verantwortungsgefühl gezwungen wurde, den
Kampf fortzusetzen, verstand sie, verstand vor allem der Rat nicht, die weit-
blickende Besonnenheit zu bewahren. Eine beschränfte Furcht gewann Macht
über den Rat und ließ ihn die Stadt in ein Unternehmen hineinziehen, in
dem sie ans einem Schützling des Papstes sein stark verpflichteter Schuldner
werden mußte. Als aber diese Schuld eingefordert wurde, als es zum Kriege
kam, da wirkten alle jene alten schädlichen Einflüsse zujammen, um die Stadt
zu Falle zu bringen. Der Rat bereitete den Feldzug so tleinlich vor, daß die
militärischen Mittel bald erschöpft waren; die Gemeine vergrößerte das übel
durch ihre besinnnngslose Übereilung; die Nachbarn — die Stände von
Schweidnitz-Jauer — ließen die Stadt im entscheidenden Angenblick allein.
Die Gemeine aber besiegelte noch den Zusammenbruch der Stadt, indem sie
nach der Niederlage allen Kampfgeist in einem Ausbruch der sozialen Rache-
gefühle untergehen ließ, die stets in ihr gärten.
Und dennoch ist die Vereinigung jener drei typischen Schäden uicht die
tiefste Ursache des Zusammenbruchs. Diese Ursache — und zugleich das
Wesen — des Zusammenbruchs erkannten wir vielmehr in der plötzlichen
Waffenunlust der Bürgerschaft. Dem Breslauer Volke ging mit einem Male
in der entscheidenden Stunde der zähe Wille zum Kampfe verloren, in dessen
Bewußtsein es Jahre hindurch gelebt hatte. Wäre dieser Wandel nicht ein-
getreten, so hätten die Mängel der Vorbereitung des Feldzuges überwunden
werden können; man hätte der Nachbarn nicht bedurft: und schließlich hat auch