z 180 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
Inhaltsverzeichnis
VII
VIII
Einleitung
1
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Anhang
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Register
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- s. 2: … Herrschaft der tschechischen Nation im Lande Böhmen und in der Krone Böhmen wurde ein Ziel für alle. Man kämpfte darnm, daß das…
- s. 23: … des böhmischen Landtags durch, in dem das Erbrecht in der Krone Böhmen für nichtig erklärt, das Wahlrecht der böhmischen Stände proklamiert wurde.…
- s. 38: … man, daß Podiebrad immer noch der mächtigste Mann in der Krone Böhmen war, so muß man urteilen, daß der Rat sich in…
- s. 127: … den es als Schild und Schwert der Christenheit in der Krone Böhmen verheißen hatte, uicht führte und uicht zu führen vermochte. Das…
- s. 144: … Der Papst konute zwar den Einflnß der Stadt in der Krone Böhmen nicht vergrößern; aber er konnte und mußte ihr doch dazu…
Název:
Der Widerstand Breslaus gegen Georg von Podiebrad
Autor:
Koebner, Richard
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
180
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- VII: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 146: Anhang
- 171: Register
Strana 127
Katastrophe von Frankenstein.
127
Streitmacht in Frankenstein ertlärten sich bereit, mit den Bischöflichen gemeinsam
vorzugehen. Die Sorge, daß der Anschlag dem Feinde entdeckt werden könnte,
veranlaßte sie unn zu einer Maßregel, die für den Ausgang des Unternehmens
verhängnisvoll wurde. Die Franfensteiner Bürger durften über den Plau
nichts erfahren; sie hätten ihn sonst den Belagerern entdeckt, um uicht selbst
der Rache der Böhmen ausgeliefert zu werden. Um das Geheimuis besser zu
wahren, ließen die Breslauer Anführer aber anch ihre Kriegsleute über die
eigentliche Absicht im Unklaren; diese erhiesten nur die Weijung, sich für ein
gelegentliches Ausfallscharmützel zu rüsten. Einer wohldisziplinierten Truppe
gegenüber wäre diese Täuschung gefahrlos gewesen; aber die Breslauer Söldner
und Bürgertruppen hiesten sich zum großen Teile nicht ohne weiteres für ver-
pflichtet, diesem Befehl zu gehorchen. Vielen schien die kleine Krajtprobe
unlohnend; sie zogen es vor, in ihren Betten oder beim Spiele dem Kampf¬
getümmel zuzuhören. So gelang der Durchstoß uur einem Teile der Besatzung;
die übrigen wurden von den Feinden rechtzeitig aufgehalten und in die Stadt
zurück verfolgt. Hier wurden dann auch die träge Zurückgebliebenen schmählich
Überwältigt und gefangen genommen. Mit etwa 300 Kämpsern fiel eine Menge
Kriegsmaterial: Wagen, Pferde, Büchsen, Rüstungen in die Hände der Böhmen.
Die Katastrophe bedeutete einen empfindlichen Verlust für die katholische
Sache; im besonderen aber war sie eine Niederlage der Breslauer. Sie war
es nicht uur darum, weil die Stadt Einbußen an Kriegsgerät und Mannschaft
erlitt, die sie uur langsam ausgleichen konnte, sondern noch mehr dadurch, daß
nun klargestellt wurde, wie Breslan den Kampi, den es als Schild und Schwert
der Christenheit in der Krone Böhmen verheißen hatte, uicht führte und uicht
zu führen vermochte. Das hat Eschenloer anfrichtig und schmerzvoll bekaunt:
„Wisset auch, ir Bresler, das alle obenberürte scheden nicht also hoch jein zu
erachten als dis, nemlich, das man nu erkennen mocht offentliche deine swacheit,
offenbar wart deine macht, die alleczeit bisher deinen nockborn vorborgen was,
die dich groß und mechtig achteten, und dich dorumme forchten, nud un jahen,
das du wenig tun vormochst zu der freiunge zu Franckenstein; alle deine
heinilikeit wart offenbar aller werlt. Dis was meinem herczen der großten
pein eine, obir alle empfangene scheden"1). Wie die Schwachheit Breslaus
vor „aller Welt“ dentlich wurde, das werden wir später zu beobachten haben;
zunächst gilt es zu erkennen, worin sie bestand und wie sie gerade in der
Niederlage von Franfenstein zum Ausdruck kam.
Indem Breslau „wenig zu tun vermochte zu der Befreinng in Franken-
1) D II, 49.