z 180 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
Inhaltsverzeichnis
VII
VIII
Einleitung
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Anhang
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Register
171
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Název:
Der Widerstand Breslaus gegen Georg von Podiebrad
Autor:
Koebner, Richard
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
180
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- VII: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 146: Anhang
- 171: Register
Strana 125
Der Feldzug in Fürstentum Münsterberg, Mai 1467.
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Mitteln, um alles zu tun, damit der endlich zustaude gebrachte Kreuzzug nicht
noch in letzter Stunde vereitelt würde.
Mitte Mai zogen die Breslaner Streitkräste ins Münsterberger Herzog-
tum. Mit denen des Bischofs zählten sie etwas über 2000 Mann1): da-
von gehörten etwa 400 dem Breslaner Bürgeraufgebot an2). Viele trugen
zum Zeichen der heiligen Sache Krenzeszeichen angenäht. Ihr erster Erfolg
schien alle Bedenken Lügen zu strafen: Stadt und Schloß Münsterberg, das
Kloster Kamenz, die Stadt Frankenstein, ergaben sich rasch, teils nach den
ersten Schüssen der Breslauer Geschütze, teils lediglich anf ihr Erscheinen hin.
Die Siege gaben wiedermm noch kein ansreichendes Zeugnis über die Leistungs-
fähigkeit des Heeres; sie brachten aber der Stadt weiteren verhängnisvollen
Ruhm: das Gerücht schätzte die Breslauer Streitmacht jetzt gar auf 20000
Maun3). Auch die deutschen Städte in Mähren sagten jetzt dem Könige ab.
Georg wurde auf die Gefahr in Schlesien aufmerksam: rasch machte er Kräfte
frei, die sich mit der Belagerung böhmischer Herrenschlösser aufhielten, und
ließ bei Glatz ein größeres Heer zusammenziehen. Indessen begannen die
Breslauer das Schloß von Franfenstein zu belagern. Dieses hielt etwas länger
ans als die anderen Plätze. Man mußzte aus Breslau das größte Geschütz
der Stadt, das von 24 starken Pferden gezogen wurde, uebst einer Truppen-
verstärkung von 200 Dieustknechten zum Belagerungsheere schicken.
Und uun bereitete sich eine Katastrophe vor4). Nach Breslau gelangten
Warnungen über das Herannahen der Feinde von Glatz her. Der Rat zog
infolgedessen den Abbruch der Belagerung von Frankenstein in Erwägung;
aber auf Betreiben der siegestrunkenen Gemeine, die jenen Meldungen uicht
glauben mochte, gab er schließlich den Belagerern die Weisung, sie sollten aus
Hilfe vertranen und ausharren. Als dann die Nachrichten immer bedrohlicher
lauteten, eutschloß sich der Rat doch noch, den Rückzug auf Münsterberg an-
zuorduen. Aber der Bote, der mit diesem Befehle am Abend des 28. Mai
vor Frankenstein aulaugte, kam zu spät. Am Morgen hatte sich die Burg
den Streitfräften des Bischofs und der Stadt Breslau übergeben, aber schon
1) Esch. D II, 35; auch L 132 gibt er die zu Frankenstein Eingeschlossenen auf etwa
2000 an. Die Streitkräfte, die die Stadt zu dem Zuge aufbot, scheinen etwas mehr als die
Hälfte der Gesamtzahl betragen zu haben. L 131 Mitte: pedites quasi mille et equites
expeditissimos. König Georg schätzte das Heer auf 5000 Fußgänger und 500—600 zu
Pferde. (An Rosenberg, Juni 1467. Norbert Heermann, Rosenbergsche Chronik — herausgeg.
von Klimesch 1897 — S. 138.) 2) Esch. D II 32: „So legten sie in den czechen an bei
vierhundert mannen“. 3) Esch. D Il, 35. Auch Zdeuko von Sternberg, der Führer der
böhmischen Herren, war dieser Meinung. Vgl. seinen Brief vom 31. Mai, Rosenbergsche
4) Zum folgenden: Esch. L 131—134, D II, 36—47.
Chronik, a. a. O. S. 139.