z 180 stránek
Titel
I
II
III
IV
Vorwort
V
VI
Inhaltsverzeichnis
VII
VIII
Einleitung
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Anhang
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Register
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- s. 25: … versammelte. Hätte es sich jedoch allein um die Huldignng des Fürstentums Breslau gehandelt, so hätte die Stadt fanm einen zwingenden Rechtsgrund für…
- s. 31: … Auszahlung unterbliebe, an den königlichen Landen schadlos zu halten. Das Fürstentum Breslau, das Polen am nächsten lag, konnte, wenn die vorgesehene Möglichfeit…
- s. 81: … Gericht fordern oder fordern lassen wird, daß er ferner das Fürstentum Breslau ungeteilt bestehen lassen, die Freiheit der Ratswahlen nicht antasten, die…
- s. 138: … und Glatz machten sich die Verheerungen geltend, aber auch im Fürstentum Breslau selbst. So erlitten uicht nur Handel und Handwerk, sondern auch…
Název:
Der Widerstand Breslaus gegen Georg von Podiebrad
Autor:
Koebner, Richard
Rok vydání:
1916
Místo vydání:
Breslau
Počet stran celkem:
180
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- VII: Inhaltsverzeichnis
- 1: Einleitung
- 146: Anhang
- 171: Register
Strana 138
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Die Ernüchterung Breslaus kommt an den Tag-
Der Vernichtungskampf, den die Stadt gegen Georg geführt hatte, war zu
einem Teile durch die drückende Angst vor möglichen Gefahren begründet
gewesen; jetzt, da der Albdruck wich, wurde den Bürgern die Prüfung auf
gedrungen, ob das Ziel so vieler Sorgen und Anstrengungen wert gewesen
war. Die Antwort auf diese Frage lantete verneinend. Wie der hartnäckige
Widerstand, den die Breslauer einem Frieden mit Georg eutgegengesetzt hatten,
seine leidenschaftliche Stärke und den Schein der Größe schon eingebüßt hatte,
so versor er für die Bürger selbst jetzt auch den Schein der Notwendigkeit.
Die nächste Ursache dieser Wandlung lag in den Leiden des fortdauernden
Krieges. Die Stadt mußte immer wieder Soldtruppen aufstellen. Noch
empfindlicher als diese Belastung war die dauerude Störung des Breslauer
Handels in Böhmen und auch in Schlesien selbst. Namentlich im Gebiete
von Schweidnitz-Jauer plünderte der Adel die Kaufleute aus, während er mit
den Böhmen trotz der Huldigung des Herzogtums an Matthias wieder freund-
liche Beziehungen anknüpfte1). Eine weitere Schädigung drohte dem Breslauer
Handel von Polen her; hier war die Anuäherung an Georg weiter vor-
geschritten; der König und die Großen des Reiches sprachen die Absicht ans,
den Breslauer Kaufleuten den Eintritt in das Land zu versagen2). Endlich
wurde die Stadt durch die Verödung und Verarmung des schlesischen Landes
in Mitleidenschaft gezogen, das durch die Streifzüge der Kriegsvölker schwer
verwüstet wurde, so weit es sich nicht durch Bußen Schonung erkaufte. Natür-
liche Unbilden, erst ein harter Winter, dann im Jahre 1470 regenreiche
Frühlingss und Sommermonate, vermehrten dieses Unglück. Namentlich in
den nahen Gebieten von Münsterberg und Glatz machten sich die Verheerungen
geltend, aber auch im Fürstentum Breslau selbst. So erlitten uicht nur Handel
und Handwerk, sondern auch die Erträgnisse, die die reichen Bürger aus ihren
Landgütern zogen, die schwersten Einbußen 5). Die Nachbarn aber behielten
im Gedächtnis, daß Breslau immer zum Kriege gereizt hatte und fluchten
ihm darum4); auch die Polen begründeten ihre Drohungen mit diesem Vor-
wurf. Man empfand mit Bitterkeit, daß die guten Katholiken in Schlesien
den Hauptschaden von diesem Feldzug gegen die Ketzer hatten. Selbst der
Legat sprach offen aus, er bereue diesen Krieg; er war 1468 uach dem Tode
Josts zum Bischof von Breslau erwählt worden und hatte jetzt als geistlicher
2) Esch. L 218, 227; D II. 191 f. Script. rer. Siles.
1) Esch. L 232; D II, 210.
XIII, S. 14, Nr. 20. Diese Absichten standen wohl zugleich mit der keimenden Handels-
eifersucht der Polen in Verbindung. Vgl. H. Wendt, Darstellungen und Quellen XXI, S. 36.
3) Esch. L 219. 223, 229, 231; D II, 194, 209 f.
4) Eſch. L 224: Omnes in Slesia
iterum crucifige! clamabant super Wratislavienses.