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Inhalt
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Karsl IV. Jugendleben
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St. Wenzels-Legende
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Namen- und Sachregister
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Název:
Kaiser Karls IV. Jugendleben und St.-Wenzels-Legende
Autor:
Blaschka, Anton
Rok vydání:
1956
Místo vydání:
Weimar
Počet stran celkem:
140
Počet stran předmluvy plus obsahu:
140
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Inhalt
- 9: Karsl IV. Jugendleben
- 95: St. Wenzels-Legende
- 127: Namen- und Sachregister
Strana 103
EINFUHRUNG
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phale Durchkreuzung der Absicht Boleslavs, daß auch die
folgenden Wunderzeichen des Bruders unbestritten blieben.
Es mag erinnert werden, daß auf die Angabe verzichtet wird,
daß die Ubertragung an einem Sonntag, dem 4. März 932,
stattfand.
Nach der zweiten Lektion sind es zwei Kinder Boleslavs
selbst, die den Kult des Blutzeugen fördern: Boleslav der
Fromme durch Gründung des Prager Bistums bei St. Veit,
seine Schwester Mlada durch Errichtung eines Frauenstifts
bei St. Georg, während ein drittes Kind Boleslavs, dessen
Geburt — wie jetzt erst erwähnt wird — den Vorwand zur
verhängnisvollen Einladung geboten und dem Neugeborenen
dann den Namen „Schauerschmaus“ eingetragen hatte, Be-
nediktinermönch zu Regensburg wurde, aber nicht Prager
Bischof werden durfte.
Der dritten Lektion zufolge ist Boleslav auch gegen den ge-
treuen Knappen Podiven machtlos, da er ihn zwar auf-
knüpfen lassen kann, ohne daß aber sein Leib nach zwei
Jahren verwest, ja mehr noch: Bart und Nägel wachsen
weiter, so daß er schließlich zu seinem Herrn nach St. Veit
übertragen wird.
In der vierten Lektion bewährt sich St. Wenzel als Patron
der Gefangenen, und ein aus dem Kerker befreiter Heide
wird Christ und läßt seinen Sohn Priester werden. Eine lahme
Blinde wird gesund.
In der fünften Lektion wird ein fußlahmer Mann aus Fran-
kenland geheilt und damit der Wenzelskult bis an den Rhein
getragen. Historisch ist dieser Zug, wie Wostry erinnert, ein
Beweis für alte westliche Handelsbeziehungen.
In der sechsten Lektion lassen die beiden böhmischen Lan-
despatrone, St. Wenzel und St. Adalbert, durch befreite Ge-
fangene aus dem Kleinseitner Kerker die Versöhnung zwi-
schen König Vratislav und dessen Sohn Břetislav in der
Burgkirche vorausverkünden. Mit diesem politischen Wun-
der einer Friedensstiftung — man denkt an Karls historio-