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Karsl IV. Jugendleben
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St. Wenzels-Legende
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- s. 46: … der Städte wohnen konnten wie jeder an- dere Bürger. Das Prager Schloß aber lag seit den Zeiten Kö- nig Ottokars so verödet,…
- s. 118: … und allen Ehren in die Kirche des heiligen Georgius im Prager Schloß. Hierauf schickte der heilige Wenceslaus in seiner Vorliebe für das…
- s. 121: … wie Dathan und Abiron22 auf offener Straße westlich vor dem Prager Schloß von der Erde verschlungen, wie man die Spuren davon an…
- s. 123: … namens Mlada, welche das Nonnenkloster des heiligen Ge- orgius im Prager Schloß gründete, in der Kirche, die 260 Diesen Sinn muß preterquam…
Název:
Kaiser Karls IV. Jugendleben und St.-Wenzels-Legende
Autor:
Blaschka, Anton
Rok vydání:
1956
Místo vydání:
Weimar
Počet stran celkem:
140
Počet stran předmluvy plus obsahu:
140
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Inhalt
- 9: Karsl IV. Jugendleben
- 95: St. Wenzels-Legende
- 127: Namen- und Sachregister
Strana 123
TRANSLATIONSLEGENDE, 1./2. LEKTION
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ein, an allen Wunden heil, zusamt26d der Wunde am Ohre,
das ihm der Bruder mit eigener Hand abgehauen, dann seine
Schwester Przibyslawa in der Bunzlauer Kirche zwischen
Tür und Schwelle27 gefunden und nach drei Jahren an sein
Haupt gelegt hatte, so daß es völlig spurlos anheilte, ohne
daß sich eine Narbe an der Wunde zeigte.
[XII.] Bei seinem glorwürdigen Leibe hat sowohl bei der Ein-
holung als auch nach dem Begräbnis in der Prager Kirche
der Herr durch seine Verdienste viele Wunder in allen mög-
lichen Krankheiten gewirkt und wirkt sie noch an den Christ-
gläubigen, wie geschrieben steht : Gar sehr geehrt sind deine
Freunde, Gott, gar sehr befestigt ist ihre Herrschaft28; denn
durch seine Fürbitten und Verdienste hat Gott sein, das heißt
der Böhmen, Reich erhöht und zu Ehren gebracht.
2. Sein Brudermörder aber, der gottlose Boleslaus, hinterließ
einen erstgeborenen Sohn, nämlich den frommen Boleslaus,
der die Prager St.-Veitskirche, die der heilige Wenceslaus er-
baut hatte, zur Kathedralkirche erhob, und eine Tochter,
namens Mlada, welche das Nonnenkloster des heiligen Ge-
orgius im Prager Schloß gründete, in der Kirche, die
260 Diesen Sinn muß preterquam hier haben, nicht wie in der alten
Pulkawa-Übersetzung „der allein nicht“.
27 Die tschechische Reimchronik Dalimils aus vorkarolinischer Zeit
hat ebenso wie Christian die Angabe des Fundortes : zwischen Wand
und Baum, nach einer anderen Lesart aber : zwischen Wand und Tor,
wie auch der deutsche Dalimil-Übersetzer gelesen hat. Diese Situation
dürfte Karl IV. zur Grundlage seines Ausdrucks genommen haben. —
Von einem abgehauenen Ohr ist ebenso wie bei Christian erst an dieser
Stelle der Legende die Rede. — Uber die Entwicklung des Ohrmotivs
vgl. Wostry 1. c. S. 200f.
28 Ps. 139, 17 in Luthers Ubersetzung nach dem hebräischen Wortlaut
stimmt nicht zu dem oben übertragenen Vulgatatext. Die Vulgata-
stelle wird liturgisch im Vesperpsalm des Donnerstags und im In-
troitus der Apostelmessen verwendet und entspricht — wie Wostry
erinnert — völlig der Tendenz, von der sich Karl auch bei der Ab-
fassung dieses Werkes leiten ließ.