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Karsl IV. Jugendleben
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St. Wenzels-Legende
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Namen- und Sachregister
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Název:
Kaiser Karls IV. Jugendleben und St.-Wenzels-Legende
Autor:
Blaschka, Anton
Rok vydání:
1956
Místo vydání:
Weimar
Počet stran celkem:
140
Počet stran předmluvy plus obsahu:
140
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Inhalt
- 9: Karsl IV. Jugendleben
- 95: St. Wenzels-Legende
- 127: Namen- und Sachregister
Strana 97
EINFUHRUNG
Der Luxemburger Karl IV., nach seiner Mutter Elisabeth
aus přemyslidischem Geblüt', im Jahre 1346 zum deutschen
König gekrönt, schenkte die Krone, mit der er im folgenden
Jahre zum König von Böhmen gekrönt wurde, dem heiligen
Wenzel, seinem Taufpatron und dem himmlischen Schutz-
herrn seines Erblandes Böhmen, der in der Prager St.-Veits-
kirche auf dem Hradschin ruhte und über dessen Grabe sich
ein wundervoller gotischer Prachtbau erheben sollte2 als
Wahrzeichen der neuen Metropole, während in der nachbar-
lichen romanischen St.-Georgskirche die heilige Ludmila bei-
gesetzt war. Dabei hat aber der Luxemburger den Kult Karls
des Großen, seines Firmpatrons, nach dem er sich fortan
nannte, keineswegs vernachlässigt, sondern er fühlte sich ihm
zeitlebens aus persönlichen und dynastischen Gründen in-
nigst verbunden, wie auch die Errichtung des Karlsstifts in
der Prager Neustadt beweist.
In seiner letzten großen Arbeit zur Böhmischen Landesgeschichte
hat Wilhelm Wostry, der Verfasser der vielbeachteten „Drei St.-
Wenzel-Studien“, unter dem Titel „Die Ursprünge der Primisliden"
festgestellt, „daß die Primisliden“ — tschechisch Přemyslovci, da-
nach auch deutsch Přemysliden genannt — „eigentlich keine ,Pri-
misliden' sind, daß nicht Primisl, sondern erst Bořivoj ihr historisch
greifbarer Ahnherr ist“. Wostry fügt hinzu, diese Erkenntnis
„nimmt dem nach dem sagenhaften Ackermann-Fürsten benannten
Fürstengeschlecht nichts von seiner geschichtlichen Bedeutung“.
Der Erstdruck dieser Arbeit für den 7. Band der Zeitschrift für Ge-
schichte der Sudetenländer wurde durch Kriegseinwirkung ver-
nichtet, doch erschien zusammen mit den Beiträgen anderer For-
scher ein Neudruck in den Forschungen zur Geschichte und Landes-
kunde der Sudetenländer Band I („Prager Festgabe für Theodor
Mayer“) Freilassing-Salzburg 1953, S. 156—253.
Wostry ergänzt: es ist die auch heute bestehende Zierde Prags, der
nach den Plänen des deutschen Baumeisters Peter Parler errichtete
Dom.