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Inhalt
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Karsl IV. Jugendleben
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St. Wenzels-Legende
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- s. 31: … Tirol zum Herzog von Kärn- ten, welchen er aus dem Königreiche Böhmen verdrängt hatte. Dessen erste Gemahlin, die Schwester meiner Mutter, war…
- s. 92: … welche mit allen Gebieten und dem gesamten Zu- behör dem Königreiche Böhmen einverleibt werden und so- in aller Folgezeit bleiben sollten, dazu…
Název:
Kaiser Karls IV. Jugendleben und St.-Wenzels-Legende
Autor:
Blaschka, Anton
Rok vydání:
1956
Místo vydání:
Weimar
Počet stran celkem:
140
Počet stran předmluvy plus obsahu:
140
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Inhalt
- 9: Karsl IV. Jugendleben
- 95: St. Wenzels-Legende
- 127: Namen- und Sachregister
Strana 31
KAPITEL IV
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VIERTES KAPITEL
Aus Frankreich also heimgekehrt, fand ich meinen Vater in
der Grafschaft Luxemburg, während die Reichsregierung zu
jenen Zeiten Ludwig von Bayern innehatte, welcher sich Lud-
wig IV. schrieb und nach dem Tode Heinrichs VII., meines
Großvaters, in zwiespältiger Wahl gegen Herzog Friedrich
von Österreich zum Römischen Könige erhoben worden war.
Diesen Ludwig wählten und auf seiner Seite standen bis zu
dem Siege, durch welchen er jenen Herzog Friedrich von
Österreich, seinen Gegner, gefangen nahm, König Johann
von Böhmen, mein Vater, der Erzbischof von Mainz, von
Trier und Waldemar, der letzte Brandenburger. Auf Fried-
richs Seite aber waren der Erzbischof von Köln, der Herzog
von Sachsen und der Pfalzgraf. Später war Ludwig nach
Rom gegangen und empfing das kaiserliche Diadem und die
Weihe gegen den Willen Papst Johannes XXII. von dem
Bischof der Veneter. Hierauf hatte er einen Gegenpapst, na-
mens Nikolaus, vom Orden der Minderbrüder, gewählt, wel-
cher später in die Hände des Papstes ausgeliefert worden und
in Buße gestorben ist. Dann war er nach Deutschland zurück-
gekehrt, wie aus den Chroniken der Römer ausführlicher er-
sichtlich ist.
Zu jener Zeit nun, als ich aus Frankreich in die Grafschaft
Luxemburg zurückgekehrt war und meinen Vater daselbst
angetroffen hatte, belagerte der Herzog von Österreich die
Stadt Kolmar im Elsaß71, und Ludwig vermochte sie nicht
zu befreien. Mein Vater setzte sich mit ihnen in Verbindung
und söhnte den Herzog mit Ludwig aus72.
Dann ging er in die Grafschaft Tirol zum Herzog von Kärn-
ten, welchen er aus dem Königreiche Böhmen verdrängt hatte.
Dessen erste Gemahlin, die Schwester meiner Mutter, war ge-
storben; hierauf hatte er jedoch eine andere Frau, die Schwe-
ster des Herzogs von Braunschweig, genommen, mit welcher
71 Juli 1330. 72 6. August 1330.