z 140 stránek
Titel
1
2
3
4
5
6
Inhalt
7
8
Karsl IV. Jugendleben
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
St. Wenzels-Legende
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
Namen- und Sachregister
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
- s. 49: … war kein Fürst und Va- sall unseres Vaters und des Königreichs Böhmen. Unser Vater jedoch hatte durch Herrn Heinrich VII.113, Herzog von…
- s. 58: … Sobald alle eingedrungen waren, ent- faltete ich die Banner des Königreichs Böhmen und der Graf- schaft Tirol. Jene aber wußten, da sie…
- s. 59: … wir uns in das Inntal und von da in das Königreich Böhmen. Hier ver- ständigten wir uns mit den Herzögen von Österreich,…
- s. 87: … Menge Bewaffneter Hilfe bringen. Sogleich rief Johann alle Barone des Königreichs Böhmen an einen Ort259 zusammen und sprach, daß es alle hörten:…
Název:
Kaiser Karls IV. Jugendleben und St.-Wenzels-Legende
Autor:
Blaschka, Anton
Rok vydání:
1956
Místo vydání:
Weimar
Počet stran celkem:
140
Počet stran předmluvy plus obsahu:
140
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Inhalt
- 9: Karsl IV. Jugendleben
- 95: St. Wenzels-Legende
- 127: Namen- und Sachregister
Strana 87
KAPITEL XVIII
87
Johann eine feierliche Gesandtschaft, nämlich Herrn Nikolaus
von Luxemburg, seinen vertrauten Rat, und den Schatz-
meister Herrn Heinrich von Neuernburg, seinen obersten No-
tar, zu Ludwig, um mit ihm zur Unterhandlung über den
Frieden oder über einen zwischen ihnen zu schließenden Waf-
fenstillstand zu einem bestimmten Zeitpunkt zu konferieren.
Doch dieser antwortete einfach, daß er mit ihm keinen Waf-
fenstillstand wolle noch irgendwelche Friedensverhandlungen
mit ihm suche. Als König Johann dies hörte, sprach er: „In
Gottes Namen denn! Je mehr wir Feinde haben, desto mehr
Kriegsbeute haben wir zu erhoffen; und ich schwöre bei dem
Herrn Jesus Christus, daß ich jeden von ihnen, der mich zu-
erst angreift, so niederschmettern will, daß alle anderen darob
zittern.“
Nicht lange nachher griff König Kasimir von Krakau eine
Stadt des Herzogs von Troppau, namens Sohrau258 an und
schloß sie feindlich ein. Der Herzog schickte sogleich zum Kö-
nig Johann nach Prag und bat inständigst um eine Anzahl
Bewaffneter, mit deren Hilfe er seine von König Kasimir
belagerte Stadt befreien könnte. König Johann antwortete,
als er dies vernommen hatte, fröhlichen Mutes, er wolle ihm
kein Kriegsvolk senden, sondern ihm binnen vier Tagen in
eigner Person mit einer großen Menge Bewaffneter Hilfe
bringen. Sogleich rief Johann alle Barone des Königreichs
Böhmen an einen Ort259 zusammen und sprach, daß es alle
hörten: „Wohlan, edle und tapfre Männer und geliebte Ge-
treue! Es ist Pflicht, daß wir Krone und Land gegen alle, die
uns und euch widerrechtlich anfallen, mit Schwert und Waf-
fen verteidigen. Weil nun dieser Kasimir, der König von Kra-
kau, zu unserer Schmach den Vasallen und Fürsten unseres
Reiches Böhmen und unserer Krone Herzog Nikolaus von
Troppau feindlich überfallen hat, so halten wir dadurch un-
sere Majestät für schwer beleidigt und dürfen es nicht leicht
258 In Oberschlesien, jetzt Polen.
28° Dieser Ort war, wie sich weiter unten zeigt, Kuttenberg, im SO
von Prag, südlich von Kolin, etwa auf der Mitte des Weges nach
Mähren.