z 140 stránek
Titel
1
2
3
4
5
6
Inhalt
7
8
Karsl IV. Jugendleben
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
St. Wenzels-Legende
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
Namen- und Sachregister
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
- s. 31: … Aus Frankreich also heimgekehrt, fand ich meinen Vater in der Grafschaft Luxemburg, während die Reichsregierung zu jenen Zeiten Ludwig von Bayern innehatte,…
- s. 31: … Zu jener Zeit nun, als ich aus Frankreich in die Grafschaft Luxemburg zurückgekehrt war und meinen Vater daselbst angetroffen hatte, belagerte der…
- s. 32: … Stellvertretung übernom- men hatte. Damals schickte mein Vater in die Grafschaft Luxemburg nach mir. Ich nahm nun den Weg durch die Stadt…
- s. 46: … Jülich, dem Grafen von Geldern u. a. m., nach der Grafschaft Luxemburg zog, übertrug uns für die Zeit seiner Abwesenheit seine Gewalt…
- s. 74: … zu meinem Vater, der nach mir geschickt hatte, in die Grafschaft Luxemburg zu gehen ; aber von Frankfurt aus kehrte ich wieder…
- s. 77: … dort kam ich durch Bayern zu meinem Vater in die Grafschaft Luxemburg. Ich zog nun, wie es mein Wunsch war, dem Könige…
Název:
Kaiser Karls IV. Jugendleben und St.-Wenzels-Legende
Autor:
Blaschka, Anton
Rok vydání:
1956
Místo vydání:
Weimar
Počet stran celkem:
140
Počet stran předmluvy plus obsahu:
140
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Inhalt
- 9: Karsl IV. Jugendleben
- 95: St. Wenzels-Legende
- 127: Namen- und Sachregister
Strana 77
KAPITEL XIV
77
meiner Schwester Margareta einen einzigen Sohn, einen Kna-
ben von zehn Jahren, als Erben hinterlassen hatte238. Seine
und zugleich des Landes vormundschaftliche Leitung nahm
Ludwig, der sich als Kaiser ausgab, auf Grund eines Heirats-
vertrages in Anspruch, welchen er mit dem Vater des Knaben
geschlossen hatte. Er hatte nämlich die Tochter des bayri-
schen Herzogs und Pfalzgrafen Rudolf, seines Neffen, welche
jenem Knaben zugesagt und angelobt war, zurückgedrängt
und hatte ihm seine eigene Tochter, welche noch nicht spre-
chen konnte, gegeben, indem er erklärte, er wolle für sie zu-
sagen, bis sie selbst für sich reden würde; sie aber ist durch
Gottes Fügung stumm geworden.
Von dort kam ich durch Bayern zu meinem Vater in die
Grafschaft Luxemburg.
Ich zog nun, wie es mein Wunsch war, dem Könige von
Frankreich zu Hilfe, dem damals der König von England die
Stadt Cambray belagerte, bevor er selbst sein Kriegsvolk ge-
sammelt hatte. Diese wandten sich dann gegen die Stadt St.
Quentin, hierauf gegen Ribemont, endlich bis in die Nähe
von Laon. Dann aber wich er nach der Grafschaft Hennegau
zurück, wobei der König von Frankreich ihm bis zur Grenze
folgte. Beide schlugen an der Grenze von Hennegau ihr Lager
auf. Der König von England aber brach wieder auf und zog
sich zurück, indem er dem Könige von Frankreich das Feld
überließ, nachdem dieser ihn einen ganzen Tag erwartet und
die Schlachtreihen bereitgestanden hatten. Gleichwohl hatte
er viele deutsche Fürsten in seinem Heere, so aus Nieder-
deutschland den Herzog von Brabant, den Markgrafen von
Jülich und Berg und den Grafen von Flandern; aus Ober-
deutschland den Markgrafen von Meißen, den Markgrafen
von Brandenburg (den Sohn des Bayern) u. a. m. mit Ge-
nehmigung Ludwigs, welcher jenen englischen König zum
Reichsverweser in Deutschland ernannt hatte.
Da mein Vater ein Auge verloren hatte und auf dem andern
schwach zu sehen anfing, so begab er sich in jenen Tagen
238 Siehe oben S. 34, Anm. 84 und 85, S. 45, Anm. 100.