z 152 stránek
Titel
I
II
Einleitung
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
XV
XVI
XVII
XVIII
Urkunden und Regesten
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Stammtafel Ritter Poreschin
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Register
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Karte
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- s. XIII: … im Jahre 1384 unter den Hörern der Rechte an der Prager Hochschule genannt wird, ein Sohn Marquard's war. Der Name derselben ist…
- s. XIV: … in Prag, eines Rectors des juridi- schen Studiums an der Prager Hochschule und schliesslich sogar eines Administrators des Prager Erzbisthums (1402). Gestorben…
- s. 42: … erscheint Wernher von Poreschin als Hörer der Rechte an der Prager Hochschule. Anno domini MCCCLXXXIV. Honorabilis dom. Nicolaus Ganneri de Praga, rector…
- s. 51: … Jaroslaw von Poreschin als Rector des juridischen Studiums an der Prager Hochschule. Anno domini MCCCLXXXIX nobilis vir dom. Jaroslaus de Porzessyn, canonicus…
Název:
Urkunden und Regesten zur Geschichte des Gutes Poreschin im 14. und 15. Jahrhundert
Autor:
Klimesch, Johann Matthäus
Rok vydání:
1889
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
152
Obsah:
- I: Titel
- III: Einleitung
- 1: Urkunden und Regesten
- 117: Stammtafel Ritter Poreschin
- 118: Register
- 134: Karte
Strana XIII
Einleitung.
XIII
singer-Hof, auf einen Lahn in Klein-Umlowitz, einen Lahn in Strodau und einen Lahn in
Podolen. Den Herren Peter, Jodok und Johann von Rosenberg mag er bedeutende Summen
schuldig gewesen sein, weshalb sich diese von ihm zu Vormündern aller seiner Kinder und
zu Bevollmächtigten über seinen ganzen Besitzstand landtäflich einsetzen liessen (1369). In
demselben Jahre schloss er mit Johann Borowetz von Nespoding eine Erbeinigung, in welche
er den Osowský-Hof, das Dorf Rossboden und 4 Lahne in Wyheň, Johann Borowetz aber
einen Meierhof in Zahradka, 21/2 Lahne in Subschitz, 2 Lahne in Wyhen und 2 Lahne in
Brettern einbezog. In den Jahren 1371 und 1383 kaufte er das Dorf Zwickau, um es im
Jahre 1387 an Johann I. von Rosenberg zu verkaufen. An Ulrich den Drochauer veräusserte
er 1372 das Dorf Třitesch sammt einem Gehölze oberhalb Plandles, wogegen er 1381 von
seinen Brüdern Pribik IV. und Wernher III. 21/2 Lahne in Klein-Poreschin, das ganze Dorf
Rabus und eine Lahn in Podolen erkaufte.
In besonders freundschaftlichen Beziehungen stand Marquard zu den geistlichen In-
stituten Südböhmens. Im Jahre 1370 befreite er gemeinschaftlich mit seinem Bruder Pribik
das Stift Hohenfurt von allen Abgaben, welche dasselbe an der Maut in Kaplitz bis dahin zu
entrichten pflegte, und erneuerte sechsundzwanzig Jahre später diese Befreiung mit Inbegriff
der Mautfreiheit in Pflanzen. Demselben Stifte verkaufte er auch eine unterhalb Einsiedel
gelegene Mühle (1404). Im Jahre 1375 schenkte er mit Rücksicht auf die von seinem ver-
storbenen Oheim Wernher getroffene Anordnung dem Krumauer Frauenkloster 2 Lahne in
Subschitz und verkaufte im Jahre 1388 demselben Kloster das Dorf Krassau. In Kaplitz
stiftete er gemeinschaftlich mit den dortigen Bürgern im Jahre 1383 eine dritte Vicarie und
übertrug die Verwaltung derselben dem Prämonstratenser-Stifte Mühlhausen. An die Cister-
cienser in Goldenkron vertauschte er 1390 die Dörfer Rabus und Osow gegen das Dorf
Smrhau und für die Dominicaner in Budweis, in deren Kirche sich die Familiengruft der
Poreschiner Ritter befand, kaufte er im Jahre 1400 den Wald „Mezihoří“ bei Pořitsch und
im Jahre 1402 einen anderen Wald bei Maidstein.
Schliesslich darf nicht übergangen werden, dass Marquard von Poreschin zu jenen
Gutsherren des Mittelalters zählte, welche die freiheitlichen Bestrebungen ihrer Unterthanen
durch Ertheilung von Privilegien wesentlich förderten. Den Bewohnern von Kaplitz verlieh er
nämlich in den Jahren 1382 und 1387 dasselbe grosse und kleine Stadtrecht, welches in
Budweis im Gebrauche war, und befreite dieselben zugleich von der Todtenfälligkeit. Die
Dorfbewohner von Poreschin und Subschitz erwirkten von ihm im Jahre 1404 die Befreiung
von der Robot.
Soviel sich den Quellen entnehmen lässt, besass Marquard vier Söhne (Pribik V.,
Jaroslav II., Ratzek II. und Peter) 16) und eine Tochter 17), sein Bruder Přibik IV. jedoch
16) Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch jener Wernher von Poreschin, der im Jahre 1384 unter
den Hörern der Rechte an der Prager Hochschule genannt wird, ein Sohn Marquard's war.
Der Name derselben ist nicht bekannt. Sie war an den österreichischen Edelmann Jörg von Tirna
verheiratet und schied erst nach dem Jahre 1416 aus dem Leben. — Eine Tochter Marquard’s mag
auch jene Margarete von Poreschin gewesen sein, welche am 16. oder 17. September 1389 als Nonne
im Clarissinnen-Kloster zu Krumau starb. Emler, Dvě nekrologia Krumlovská, Sitzungsber. d. k. böhm.
Ges. d. Wissenschaften 1887, S. 212 u. 224. Doch könnte man dieselbe mit Rücksicht auf die Urkunde
Nr. 56 auch unter die Kinder Wernher's I. einreihen.
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