z 152 stránek
Titel
I
II
Einleitung
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
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XIV
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XVI
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XVIII
Urkunden und Regesten
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Stammtafel Ritter Poreschin
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Register
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Karte
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- s. 33: … Johann von Brloh zum Seelenheile seiner verstorbenen Mutter Maruschka der Prager Domkirche sein Dorf Ugezdecz zueigen gegeben habe. Dt. apud ecclesiam nostram…
- s. 34: … ihm geworden. Ein Register von Jahrtagen, welche einst in der Prager Domkirche abgehalten zu werden pflegten, bezeichnet den 18. August als seinen…
- s. 57: … von Po- reschin, Doctor der Rechte und Canonicus an der Prager Domkirche u. a. m. — Dt. in schola ju- ristarum studii…
- s. 70: … welches 1406 Katharina, Witwe nach Kunat Kapleř von Sulewitz, der Prager Domkirche zu dem Zwecke zueigen gegeben hat, damit es die Vor-…
Název:
Urkunden und Regesten zur Geschichte des Gutes Poreschin im 14. und 15. Jahrhundert
Autor:
Klimesch, Johann Matthäus
Rok vydání:
1889
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
152
Obsah:
- I: Titel
- III: Einleitung
- 1: Urkunden und Regesten
- 117: Stammtafel Ritter Poreschin
- 118: Register
- 134: Karte
Strana 34
34
3. Klimesch, Urkunden von Poreschin
Nr. 64—65.
den Original-Urkunden des Prager Domcapitel-Archives ist, welche den Namen des Domdechanten Pribik trägt.
Pribik war ein Sohn Marquard's von Poreschin. Er studierte zufolge eines Originalverzeichnisses der Hörer
der Rechte an der Prager Universität aus dem 14. Jahrhunderte im Jahre 1377 an der genannten Anstalt und
später an der Universität zu Padua (Manuscript G. n. 25 in der Prager Metropolitanbibliothek). Nach der
eben citierten Quelle erfreute er sich schon in seiner Jugend einer grossen Beliebtheit, so dass ihn der päpst-
liche Cardinallegat Pileus am 30. des Brachmonats 1380 zum Nachfolger des Prager Domdechanten Hynek
Kluk von Klučow, welcher wegen seines Parteieifers für den Avignonischen Papst Clemens VII. kurz vorher
abgesetzt worden war, empfahl. Bald darauf wurde er auch wirklich zu einem solchen gewählt, worauf sein
Vater Marquard von Poreschin die zur Prager Domdechantei gehörigen Güter durch zwei Domherren, den
Bischofteinitzer Erzdiakon Pribik und den Wyschehrader Capitular Marquard von Soběschin, für ihn in Besitz
nehmen liess. Das Prager Domcapitel aber übertrug einem seiner Mitglieder, Benesch mit Namen, die Leitung
der geistlichen Angelegenheiten, die derselbe auch wirklich am 21. des Heumonats 1380 antrat. Da aber Pribik
von Poreschin, der neugewählte Domdechant, mit seiner Ankunft aus Padua zögerte, so stand der erwähnte
Domherr Benesch auch noch in den zwei darauffolgenden Monaten August und September dem Domcapitel in
spiritualibus vor. Aber auch dann erfolgte die Ankunft des neuen Domdechanten noch immer nicht; und da er
überdies erst zum Priester geweiht werden musste, so folgte nach dem September 1380 dem Domherrn Benesch
dessen Berufsgenosse Wenzel Morawetz in der provisorischen Leitung des Prager Domcapitels, so dass Pribik
von Poreschin erst am 24. Mai 1381 bei der Aufnahme des Ulrich Medek von Schellenberg in die Zahl der
Domherren als wirklicher Dechant erscheint. Diese hohe kirchliche Würde bekleidete er aber bloss bis zum
9. Jänner 1386, an welchem Tage er dieselbe freiwillig niederlegte, ohne dass es bekannt wäre, warum er dies
that und was später aus ihm geworden. Ein Register von Jahrtagen, welche einst in der Prager Domkirche
abgehalten zu werden pflegten, bezeichnet den 18. August als seinen Todestag, sein Todesjahr wird dabei
jedoch nicht genannt. Pessina, Phosphorus septicornis etc., p. 610 u. 701. — Berghauer, Protomartyr Poeni-
tentiae etc., I, p. 149. — Millauer, die Ritter von Poresching im Süden Böhmens, S. 28—30. — Klimesch, Die
Burg Poreschin, Budweiser Kreisblatt, 1878, Nr. 21.
65.
1381, 20. September, o. AO. — Marquard von Poreschin überlässt dem Kaplitzer Richter Nikolaus,
dessen Hausfrau Margareta und dem Sohne beider, dem Priester Johann, unter den unten angege-
benen Bedingungen eine Mühle und ein Haus mit einem halben Lahne Grundes in Kaplitz, sowie
alle anderen Liegenschaften, hinsichtlich deren der genannte Richter Nikolaus bis dahin ein Zinsholde
der Poreschiner Obrigkeit gewesen, als freies Eigenthum.
Ja Markwart z Poressina a wssichnij diediczowe mogy wyznawame obecznie tymto
listem a oznamugem wssem s dobrym rozmyslem a wssech nassich przatel raddau, zie sme
dobrowolnie dali a swobodnie nechali bezelstnie Mikulassowi rychtarzi nassemu w Kapliczy
ten czias a geho manzielcze Marketie a geho synu kniezy Janowi wsseczko to zbozij, kterez
pod nami ma mohwitie, y s nabytky tak, iakz se gmenowitie gmenugi, mnoho nebo malo,
temuz Mikulassowi a gmenowane geho manzielcze Markethie a synu geho kniezy Janowi, a to
tak s tu wyminku, aby to dotcziene zbozij, kterez sme tiem (sic) a geho synu kniezy Janowi
dotczienym a swrchupsanym swobodnie sme nechali, dokud su zywi, tak aby mlyn, kteryz
swobodnie magij od nas prwe gmenowanem Markwartu (sic) a wssech diediczuow tyz prwe
dotczieny Mikulass, Marketha geho manzielka a geho syn kniez Jan, to ma zase po smrti
tiech trzij prwe dotczienych zywotie na nas a nasse diedicze spadnuti s tymz platem a s tu
pomoczy, iakoz sme to prwe miely se wssim prawem. A tez take duom a puol lanu diediny,
kterezto ke dworu prawu (sic) nalezy, to tak na nas a nasse diedicze po smrti tiech IIJ osob
przipadnuti ma se wssim platem a pomoczy y prawem, tak iakz sme ge prwe drzieli a mieli.