z 152 stránek
Titel
I
II
Einleitung
III
IV
V
VI
VII
VIII
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X
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XIV
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XVIII
Urkunden und Regesten
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Stammtafel Ritter Poreschin
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Register
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Karte
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Název:
Urkunden und Regesten zur Geschichte des Gutes Poreschin im 14. und 15. Jahrhundert
Autor:
Klimesch, Johann Matthäus
Rok vydání:
1889
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
152
Obsah:
- I: Titel
- III: Einleitung
- 1: Urkunden und Regesten
- 117: Stammtafel Ritter Poreschin
- 118: Register
- 134: Karte
Strana III
Einleitung.
Es war im Jahre 1819, als Maximilian Millauer, ein strebsamer Capitular des Cister-
cienserstiftes Hohenfurt 1), in der Zeitschrift „Hesperus“ einen „Beitrag zur Topographie
Böhmens“ unter dem Titel „Die Ruine Poresching“ erscheinen liess. Bis dahin wird kaum
jemand unter den Gelehrten Böhmens etwas von der Burg gewusst haben, welche Millauer
in seinem Aufsatze einer Besprechung unterzogen hatte; denn es wird ihrer weder in den
älteren Landkarten des Königreiches, wie z. B. in der von J. C. Müller im Jahre 1720
herausgegebenen, noch in der von Schaller mit grossem Fleisse zusammengestellten „Topo-
graphie des Königreiches Böhmen“ (13. Th., 1789) gedacht. Nicht lange darnach, nämlich
im Jahre 1823, erschien im 8. Bande der „Abhandlungen der k. böhm. Gesellschaft der Wis-
senschaften" eine zweite Arbeit Millauers, die sich mit demselben Gegenstande beschäftigt
Diese Arbeit führt den Titel "Die Ritter von Poresching im Süden Böhmens“ und ist nichts
anderes als eine Erweiterung des im „Hesperus“ erschienenen Aufsatzes. Zu den erwähnten
zwei Publicationen benützte der Verfasser das Hohenfurter Stiftsarchiv, sowie einige Archive
Prags. Die Archive zu Gratzen, Krumau, Wittingau u. a., welche ihm wesentliche Dienste
geleistet hätten, waren ihm unzugänglich, woraus sich die vielen, bedeutenden Lücken zwischen
den einzelnen seiner historischen Angaben erklären. Zu diesem Uebelstande gesellen sich
auch noch viele Unrichtigkeiten in den oberwähnten zwei Publicationen; denn Millauer führt
nach Art der Historiker seiner Zeit gerade nur die weniger wichtigen Stellen der von ihm
benützten Urkunden wörtlich an, während er den Hauptinhalt derselben mit seinen eigenen
Ansichten durchsetzt und ihn bei dieser Gelegenheit nicht selten ganz entstellt.
Lange Zeit nach dem Erscheinen der beiden oberwähnten Arbeiten Millauers ist kein
wesentlicher Beitrag zur Geschichte der Burg und des Gutes Poreschin geliefert worden; denn
durch das Wenige, was Sommer im 9. Bande seiner „Topographie Böhmens“ und Trajer in
seinem Werke „Die Diöcese Budweis“ über Poreschin sagen, werden bloss die Angaben Mil-
lauers in gedrängter Weise wiederholt. Erst die böhmische Encyklopädie „Slovník náučný“
(VI. Th., S. 686, Prag 1867) und Hebers Werk „Böhmens Burgen“ (V. Bd., 188) enthalten
wieder einige neue Daten über die Vergangenheit der Burg und deren ehemalige Besitzer,
welche Daten der böhmischen Landtafel in Prag entnommen worden sind.
1) Derselbe wurde 1784 zu Budweis geboren, trat 1802 in das Stift Hohenfurt ein und erlangte, nach-
dem er auf die mannigfaltigste Art in der Seelsorge und im Lehramte verwendet worden war, 1815
die Würde eines Universitätsprofessors in Prag, wo er am 14. Juni 1840 starb.