z 152 stránek
Titel
I
II
Einleitung
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
XI
XII
XIII
XIV
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XVI
XVII
XVIII
Urkunden und Regesten
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Stammtafel Ritter Poreschin
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Karte
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- s. 7: … der vielverzweigten Sippschaft der Dlouhoveský von Langendorf gehörte. Sommer, Das Königreich Böhmen, VIII, S. 253 u. 154. — Kirchschlag liegt im Bezirke…
- s. 104: … Betrag von 400 Schock Meissner Groschen wieder ab. Sommer, Das Königreich Böhmen, IX. p. 273. Notizenblatt der Wiener Akademie der Wiss., II,…
Název:
Urkunden und Regesten zur Geschichte des Gutes Poreschin im 14. und 15. Jahrhundert
Autor:
Klimesch, Johann Matthäus
Rok vydání:
1889
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
152
Obsah:
- I: Titel
- III: Einleitung
- 1: Urkunden und Regesten
- 117: Stammtafel Ritter Poreschin
- 118: Register
- 134: Karte
Strana 7
Nr. 13—14.
von den Jahren 1347—1358.
Bezirke von Hohenfurt oder an Dluha im Bezirke von Kaplitz gedacht werden müssen. Alt-Langendorf ist der
Mittelpunkt eines eigenen Gutes, welches, gegenwärtig ein Eigenthum der Fürsten Schwarzenberg, in früheren
Zeiten der vielverzweigten Sippschaft der Dlouhoveský von Langendorf gehörte. Sommer, Das Königreich Böhmen,
VIII, S. 253 u. 154. — Kirchschlag liegt im Bezirke und südwestlich von Krumau. Im Besitze der hiesigen Pfarre
befinden sich von altersher die Prämonstratenser von Schlägl in Oberösterreich. — Marschowitz, gegenwärtig
ein Städtchen im Bezirke von Neweklau, war ehemals ein eigenes im 14. Jahrhunderte den Rittern von Marscho-
witz und um das Jahr 1569 den Malowitzern gehöriges Gut. Noch zu Sommer’s Zeiten (1849) waren bei dem hiesigen
herrschaftlichen Maierhofe einige Uiberreste einer alten Burg sichtbar. Sommer, Das K. Böhmen, XVI, S. 100 u. 101.
14.
1358, 24. Februar. — Die Brüder Marquard, Pribik und Johann von Poreschin machen vor den
obersten Landesbeamten in Prag bekannt, dass sie mit einander eine Güterunion geschlossen haben,
und zwar mit der Bedingung, dass es in Zukunft den zwei Erstgenannten, keineswegs aber dem
Letztgenannten freistehen solle, sich von dieser Güterunion loszusagen.
Marquart, Przibik et Jessek fratres de Porzessin protestati sunt coram beneficiariis
Pragensibus, quod hereditatibus suis, videlicet castro Porzessin et Porzessin villa et aliud
iterum Porzessin, in Kaplicz oppido, in Diedkow et Netrziebiczie villis, in Hrziebeny 2 laneis,
in Zubczicz, na Plawy, Trzietez villis, in Puchtikow 1 laneo, in Zahradka 1 laneo, in Roznow,
Omlenicze, Blazkow villis, in Malikow curia arature et vno laneo hereditatis, in Horssow
2 laneis, in Stradow et Skoronicz villis, in alio Stradow 1 laneo, in Podole 1 laneo, in Brussi
2 laneis et in Wyhni 3 laneis hereditatis cum agris, pratis, siluis, riuis, piscinis, molendinis,
fluminibus, montibus, vallibus et curiis ad hoc pertinentibus omnibusque suis pertinenciis, et
qualibet libertate ad ea pertinente, vniuerunt se ad veram vnionem seu na pravý spolek, ita
quod facti sunt inter se veri hromáždníci, ita tamen, quod predictus Jessko ad tempora vite
sue de hac vnione non debet nec potest se trahere sine aliorum fratrum voluntate; si autem
alii fratres vellent dividere se, tunc ipse Jessek cum parte porcionis sue potest et debet ad
quem vult se trahere et in eo alii fratres non debent ipsum inquietare. Actum a. d.
MCCCLVIII sabbato quatuor temporum Quadragesime coram baronibus et beneficiariis,
quibus supra.
Tab. cur reg. XXI, 24. — Emler, Reliquiae tab. terrae, I. p. 425.
Die obgenannten Ortschaften liegen theils im Krumauer, theils im Kaplitzer Bezirke, und ihre gegen-
wärtigen Namen lauten, wie folgt: Gross- und Klein-Poreschin, Kaplitz, Wawrýn-Hof, Netrobitz, Hřeben-Hof,
Subschitz, Plandles, Třitesch, Puchtitz, Zahradka, Rosenau, Umlowitz, Laschkles, Milligen, Horeschau, Gross-
Strodau, Gurenitz, Klein-Strodau, Podolen, Prussinger-Hof, Wyhen. Die Dörfer Diedkow, Hrziebeny und Brussi
sind in Folge der Zeit zu einschichtigen Gehöften zusammengeschwunden, von denen der Hřeben- und der
Prussinger-Hof noch jetzt den ursprünglichen Ortsnamen führen. Dass die ehemalige Ortschaft Diedkow an
der Stelle des jetzigen Wawrýn-Hofes gestanden, erhellt daraus, dass noch gegenwärtig die Flur unterhalb
dieses Bauernhofes „na Dědkach“ heisst. Was den Namen Plandles betrifft, so giebt es drei Dörfer, welche
denselben führen: Unter, Ober- und Thurm-Plandles; da aber um die Mitte des 14. Jahrhunderts Wernher
von Poreschin Besitzer der beiden letztgenannten Dörfer war, so kann unter dem oben erwähnten „na Plawy“
nur Unter-Plandles verstanden werden. Omlenicze ist das heutige Gross-Umlowitz, weil Klein-Umlowitz im Jahre
1363, und somit wohl auch im Jahre 1358 mit dem Namen Omleniczka bezeichnet wurde. — Zum Schlusse sei
noch bemerkt, dass die bisherige Ansicht, "die Burg Hřeben sei der Stammsitz der Ritter von Harrach gewe-
sen“, durch die vorliegende Urkunde entschieden widerlegt wird. Die Harracher gelangten erst später in den
vorübergehenden Besitz des Hrebener Dorfes, welches wahrscheinlich erst nach dem Jahre 1650 in einen ein-
zigen (herrschaftlichen) Meierhof umgestaltet wurde, nachdem es nämlich die Gräfin Maria Magdalena von
Buquoy durch Kauf erworben hatte.
Class. phtl.-hist. VII. 3.