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Titel
I
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Vorwort
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Edition
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- s. VII: … Archivalien (nach Säkulari- sierung des geistlichen Fürstentums Salzburg) in das Wiener Staatsarchiv gelangt. VIII ist, ist vollständig im dunkeln 1), da unsere…
- s. 1: … Sekretärhand, verschlossen durch aufgedrücktes (jetzt zerstörtes) Siegel unter Papierdecke, im Wiener Staatsarchiv, wo auch die weiteren Dokumente, von welchen nicht etwas anderes…
- s. 20: … Note 1), geblieben. 2) Dieses Schreiben findet sich nicht im Wiener Staatsarchiv. 3) Vgl. Kurz, Albrecht III., II, S. 115 ff. 4)…
- s. 41: … II., Beilage XII) ergänzt und berichtigt. 4) Nach den im Wiener Staatsarchiv aufbewahrten Urkunden. 5) Sie ist abgedruckt in den Mitteilungen der…
- s. 68: … 2) Mon. univ. Prag 1, 1, 61. 3) Original im Wiener Staatsarchiv. 4) Hauthaler, Ein Salzburgisches Registerbuch des XIV. Jhs., in den…
- s. 77: … Die Urkunden sind in Ab- schriften des 15. Jahrhunderts im Wiener Staatsarchiv, Salzburger Kammerbücher 2, 743—750, erhalten. Vier von ihnen hat Klei-…
- s. 85: … memorie et de creacione nunc domini nostri 1) Original im Wiener Staatsarchiv, gedruckt in „Processus vor dem hoch- löblichen Kay: Reichshofsrath agitirt…
- s. 85: … 2 abgedruckt. 3) Sie ist im Salzburger Archiv (gegenwärtig im Wiener Staatsarchiv) weder im Original noch in Abschrift erhalten. Dasselbe gilt von…
Název:
Dokumente zur Geschichte des großen abendländischen Schismas (1385-1395)
Autor:
Steinherz, Samuel
Rok vydání:
1932
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
97
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- 1: Edition
Strana 77
77
Was Bayler in dem vorliegenden Schreiben (§ 4) dem Erz-
bischof geraten hatte („credo quod bene facietis si vos in Roma
et alibi deffendatis“), hatte dieser, allerdings ganz anders als Bayler
vermuten konnte, bereits getan. Er hatte, um jeden Verdacht zu
zerstreuen, sich an Papst Bonifaz IX. mit einer ganzen Reihe von
Bitten gewandt und der römische Papst, der wahrscheinlich schon
manches über den Erzbischof gehört hatte, gab ihnen Folge. Was
Pilgrim erbeten hatte, kann man aus 7 Urkunden Bonifaz' IX.,
alle vom 28. November 1391, ersehen. Die Urkunden sind in Ab-
schriften des 15. Jahrhunderts im Wiener Staatsarchiv, Salzburger
Kammerbücher 2, 743—750, erhalten. Vier von ihnen hat Klei-
mayrn in der „Juvavia“ (Nachrichten vom Zustande der Gegenden
und Stadt Juvavia) p. 209, § 186, p. 280, § 221, in Auszügen
veröffentlicht. Sie gestatten dem Erzbischof Pilgrim, sich einen
Beichtvater zu wählen, der ihn von dem Vergehen der persön-
lichen Teilnahme an kriegerischen Handlungen absolvieren könne;
Messe zu lesen oder zu hören, sowohl vor Tagesanbruch als
auch unter gewissen Beschränkungen an Orten, die mit dem
Interdikt belegt sind; und die Besetzung von 10 Pfarren, aber
nur für dieses Mal, sich zu reservieren, deren Vergebung dem Salz-
burger Erzbischof zustehe. In zwei weiteren Urkunden wird Pilgrim
gestattet, 10 Kanoniker in Salzburg zu ernennen, deren Zahl jetzt
auf 14 herabgesunken sei, während die Einkünfte für 24 ausreichen,
und sich einen Beichtvater zu wählen, der ihm in articulo mortis
völlige Absolution erteilen kann. Schließlich werden auf Bitten des
Erzbischofs Pilgrim die Bischöfe von Bamberg, Augsburg und Eich-
stett zu Konservatoren der Salzburgischen Gebiete und Einkünfte
bestellt.
Der in den §§ 6 und 8 genannte Konrad von Reischach war
seit Beginn des Schismas Anhänger Clemens' VII. Er wird 1379 als
„scutifer pape Constanc. dioc.“ genannt 1) und im folgenden Jahre
mit einer wichtigen Aufgabe von Clemens VII. betraut. Er und Hein-
rich Bayler schlossen als Bevollmächtigte des Papstes das Bündnis
mit Leopold III. von Österreich. In der betreffenden Urkunde Cle-
mens' VII.2) wird er „vir nobilis Conradus de Rischach, domicellus
Constanciensis diocesis familiaris noster“ genannt3). Uber die Sen-
dung Reischachs zu König Wenzel geben die Vatikanischen Ur-
kunden, wie aus dem Repert. Germ. I hervorgeht, keinen Aufschluß.
In dem unten folgenden Schreiben Clemens' VII. von 1393 April 5
(Nr. 28) ist angegeben, daß Konrad von Reischach am Hofe König
Wenzels sich aufhalte.
1) Siehe Repert. Germ. 1, 20 s. v.
2) Bei Kurz, Albrecht III., 1, 301.
3) Aus der Urkunde Reischachs von 1386 März 22. Bozen (Lichnovsky,
Geschichte des Hauses Habsburg IV, Reg.-Nr. 1975) ersieht man, daß er dem
österreichischen Herzog eine größere Geldsumme geliehen hatte. Es sei noch
auf die Mitteilungen von Poinsignon im Freiburger Diözesanarchiv XIV, 247,
welche über die Ehe Reischachs mit der Prinzessin Isabella von Majorka Auf-
schluß geben, verwiesen.