z 97 stránek
Titel
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Vorwort
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Edition
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- s. VII: … Archivalien (nach Säkulari- sierung des geistlichen Fürstentums Salzburg) in das Wiener Staatsarchiv gelangt. VIII ist, ist vollständig im dunkeln 1), da unsere…
- s. 1: … Sekretärhand, verschlossen durch aufgedrücktes (jetzt zerstörtes) Siegel unter Papierdecke, im Wiener Staatsarchiv, wo auch die weiteren Dokumente, von welchen nicht etwas anderes…
- s. 20: … Note 1), geblieben. 2) Dieses Schreiben findet sich nicht im Wiener Staatsarchiv. 3) Vgl. Kurz, Albrecht III., II, S. 115 ff. 4)…
- s. 41: … II., Beilage XII) ergänzt und berichtigt. 4) Nach den im Wiener Staatsarchiv aufbewahrten Urkunden. 5) Sie ist abgedruckt in den Mitteilungen der…
- s. 68: … 2) Mon. univ. Prag 1, 1, 61. 3) Original im Wiener Staatsarchiv. 4) Hauthaler, Ein Salzburgisches Registerbuch des XIV. Jhs., in den…
- s. 77: … Die Urkunden sind in Ab- schriften des 15. Jahrhunderts im Wiener Staatsarchiv, Salzburger Kammerbücher 2, 743—750, erhalten. Vier von ihnen hat Klei-…
- s. 85: … memorie et de creacione nunc domini nostri 1) Original im Wiener Staatsarchiv, gedruckt in „Processus vor dem hoch- löblichen Kay: Reichshofsrath agitirt…
- s. 85: … 2 abgedruckt. 3) Sie ist im Salzburger Archiv (gegenwärtig im Wiener Staatsarchiv) weder im Original noch in Abschrift erhalten. Dasselbe gilt von…
Název:
Dokumente zur Geschichte des großen abendländischen Schismas (1385-1395)
Autor:
Steinherz, Samuel
Rok vydání:
1932
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
97
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- 1: Edition
Strana 68
68
[In verso] Reverendissimo in Christo patri ac domino domino
P. dei gracia archiepiscopo Salczpurgensi apostolice sedis legato do-
mino meo generosissimo.
Das vorliegende Schreiben, das in der Datumzeile nur den
Monatstag nennt, gehört zum Jahre 1391, wie sich aus der Stelle
„[rex Anglie] qui propria in persona in festo beati lohannis Bap-
tiste debet esse cum rege Francie“ ergibt. Vgl. Moranvillé, Con-
férences entre la France et l'Angleterre (1388 bis 1393) in der
Bibliothèque de l'école des chartes 1889, p. 359, 369.
Uber den Schreiber unseres Briefes, Wilderich de Mitra, ist
uns eine ganze Reihe von Nachrichten überliefert. Er wird 1371
unter den Studierenden der Universität Bologna1) genannt, 1374
wird er als licentiatus in decretis et baccalaureus in legibus als
Angehöriger der bayrischen Nation an der Prager Universität imma-
trikuliert und im gleichen Jahre zum doctor decretorum promoviert 2).
In den nächsten Jahren erreichte er die Pfründe eines scholasticus
an der Paulskirche in Worms, dann finden wir ihn im Jahre 1379
im Dienst der österreichischen Herzoge Albrecht III. und Leo-
pold III. Er wird von ihnen mit Urkunde vom 8. September 1379
bevollmächtigt, mit Erzbischof Pilgrim II. von Salzburg über die
Absetzung des Ulrich Wülp, des Propstes von Berchtesgaden, zu
verhandeln 3). Bei diesem Anlasse scheint Wilderich sich das Ver-
trauen und die Gunst des Erzbischofs erworben zu haben, denn er
wurde von ihm am 4. Dezember desselben Jahres zum Protonotar
der Salzburgischen Kanzlei ernannt4). Im Jahre 1380 erhielt er die
Pfarre Laufen bei Salzburg, welche Johann von Neiperg, ein Neffe
des Erzbischofs Pilgrim und von diesem 1380 zum Bischof von
Seckau ernannt, bisher innegehabt hatte 5).
Wilderich, ein Anhänger Clemens' VII., mußte jedoch nach
dem Salzburger Provinzialkonzil von 1380, das sich für Urban VI.
erklärt hatte, seine Stelle als Protonotar des Erzbischofs aufgeben 6).
Der österreichische Herzog Leopold III. nahm ihn wieder in seinen
Dienst7) und wahrscheinlich über seine Empfehlung kam Wilderich
zum clementistischen Legaten Wilhelm d'Aigrefeuille in Freiburg8).
Mit ihm scheint er 1385 nach Avignon gekommen zu sein und dort
glückte es ihm, das Amt eines „auditor sacri palatii“ zu erlangen.
1) Widmann, Geschichte Salzburgs II, 230.
2)
Mon. univ. Prag 1, 1, 61.
3)
Original im Wiener Staatsarchiv.
4) Hauthaler, Ein Salzburgisches Registerbuch des XIV. Jhs., in den
„Xenia Austriaca“ (Festschrift der österr. Mittelschulen zur 42. Versammlung
der deutschen Philologen und Schulmänner in Wien, 1893) Nr. 162, p. 52.
5) Hauthaler a. a. O. Nr. 142, 145 und die von mir veröffentlichte Supplik
des Hermann Digni von 1383 (Beiträge zur älteren Geschichte des Erzbistums
Salzburg in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1899, p. 81.).
6) Ebendort.
7) Als Gesandter des Herzogs wird er 1381 Juli 13. genannt (Repert.
Germ. I, 103, Note 1)
8) Vgl. die in Note 5 angeführte Supplik des Hermann Digni.