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Titel
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Vorwort
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Edition
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- s. VII: … Archivalien (nach Säkulari- sierung des geistlichen Fürstentums Salzburg) in das Wiener Staatsarchiv gelangt. VIII ist, ist vollständig im dunkeln 1), da unsere…
- s. 1: … Sekretärhand, verschlossen durch aufgedrücktes (jetzt zerstörtes) Siegel unter Papierdecke, im Wiener Staatsarchiv, wo auch die weiteren Dokumente, von welchen nicht etwas anderes…
- s. 20: … Note 1), geblieben. 2) Dieses Schreiben findet sich nicht im Wiener Staatsarchiv. 3) Vgl. Kurz, Albrecht III., II, S. 115 ff. 4)…
- s. 41: … II., Beilage XII) ergänzt und berichtigt. 4) Nach den im Wiener Staatsarchiv aufbewahrten Urkunden. 5) Sie ist abgedruckt in den Mitteilungen der…
- s. 68: … 2) Mon. univ. Prag 1, 1, 61. 3) Original im Wiener Staatsarchiv. 4) Hauthaler, Ein Salzburgisches Registerbuch des XIV. Jhs., in den…
- s. 77: … Die Urkunden sind in Ab- schriften des 15. Jahrhunderts im Wiener Staatsarchiv, Salzburger Kammerbücher 2, 743—750, erhalten. Vier von ihnen hat Klei-…
- s. 85: … memorie et de creacione nunc domini nostri 1) Original im Wiener Staatsarchiv, gedruckt in „Processus vor dem hoch- löblichen Kay: Reichshofsrath agitirt…
- s. 85: … 2 abgedruckt. 3) Sie ist im Salzburger Archiv (gegenwärtig im Wiener Staatsarchiv) weder im Original noch in Abschrift erhalten. Dasselbe gilt von…
Název:
Dokumente zur Geschichte des großen abendländischen Schismas (1385-1395)
Autor:
Steinherz, Samuel
Rok vydání:
1932
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
97
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- 1: Edition
Strana 41
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einer Beratung über das Schisma mit den Erzbischöfen von Köln
und Trier, dem Pfalzgrafen bei Rhein und französischen Bevoll-
mächtigten eingeladen wird 1).
Eine solche gemeinsame Beratung scheint allerdings nicht erfolgt
zu sein, wenigstens liegen keine Nachrichten vor. Aber die Tatsache, daß
eine solche Einladung überhaupt ergangen war, daß die französische
Regierung sich an die Kurfürsten und nicht an den deutschen König
gewandt hatte, sprach deutlich. Der König sah sich vor der Gefahr,
in der wichtigsten Frage gänzlich beiseite geschoben zu werden, und
damit wird es zu erklären sein, daß er dem Erzbischof Pilgrim am
25. Juli die obenstehende Vollmacht erteilt und andererseits einige
Wochen später eine Gesandtschaft nach Italien geschickt hat, um
mit Papst Urban VI. Verhandlungen über die Beilegung des Schis-
mas zu führen. Es waren Herzog Přemyzil von Teschen, Bischof
Lambert von Bamberg und Graf Kraft von Hohenlohe2), die in den
ersten Tagen des September3) die Fahrt nach Italien unternahmen.
Sie trafen Papst Urban in Lucca und suchten ihn, wie uns Dietrich
von Niem erzählt, durch verlockende Versprechungen zu einer Ver-
einbarung mit Clemens VII. zu bewegen. Aber die Mühe war um-
sonst. Urban VI. lehnte jede Verhandlung ab, für ihn gab es keine
Papstfrage; er erklärte, er sei der wahre Papst und mit diesem Be-
scheid mußten die Gesandten die Heimreise antreten.
Bisher hatte Erzbischof Pilgrim die Verhandlungen mit
Papst Clemens VII. von Salzburg aus geheim geführt. Nun war er
durch die königliche Vollmacht vom 25. Juli (Nr. 25) solcher Heim-
lichkeit enthoben und er konnte jetzt nach Avignon reisen und in
unmittelbaren Verkehr mit Papst Clemens treten. Hat Pilgrim eine
solche Reise im Sommer 1387 unternommen? Die Frage läßt sich
nicht beantworten. Aus den bis jetzt bekannten Dokumenten geht
nur soviel hervor, daß der Erzbischof nach seiner Abreise von Nürn-
berg am 1. August in Salzburg und am 27. August in Friesach in
Kärnten urkundlich nachzuweisen ist 4). Für die nächstfolgende Zeit
läßt sich das Itinerar des Erzbischofs nicht feststellen. Andererseits
liegt uns eine Ablaßbulle Clemens' VII. für die von Erzbischof Pil-
grim erbaute Kapelle in der Salzburger Domkirche vom 17. Sep-
tember 1387 aus Roquemaure5) bei Avignon vor. Diese Bulle könnte
1) Koch-Wille, Regesten der Pfalzgrafen am Rhein Nr. 4714.
2) Sie werden beglaubigt mit Schreiben Wenzels an Franz von Gonzaga
ddo. Nürnberg 1387 August 20 (Lechner, „Zur Geschichte König Wenzels“ in
M. I. ö. G., 6. Ergänzungsband, 354). Auf dieselbe Gesandtschaft beziehen sich
die Schreiben Wenzels an Urban VI. (bei Pelzel, Lebensgeschichte des röm.
und böhm. Königs Wenzeslaus II., U. B. Nr. 117) und an fideles dilecti (bei
Palacky, Formelbücher II, 46, Nr. d).
3) Das ersieht man aus dem Itinerar des Gesandten Bischofs Lambert
von Bamberg, der am 2. September in Hall bei Innsbruck und am 3. September
in Steinach am Brenner urkundet (Ottenthal-Redlich, Archivberichte aus
Tirol II, Nr. 145, 328). Damit werden die Angaben Lindners (Geschichte des
Deutschen Reiches unter Wenzel II., Beilage XII) ergänzt und berichtigt.
4) Nach den im Wiener Staatsarchiv aufbewahrten Urkunden.
5) Sie ist abgedruckt in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger
Landeskunde XII, S. 242 f.