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Titel
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Vorwort
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Edition
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- s. VII: … Archivalien (nach Säkulari- sierung des geistlichen Fürstentums Salzburg) in das Wiener Staatsarchiv gelangt. VIII ist, ist vollständig im dunkeln 1), da unsere…
- s. 1: … Sekretärhand, verschlossen durch aufgedrücktes (jetzt zerstörtes) Siegel unter Papierdecke, im Wiener Staatsarchiv, wo auch die weiteren Dokumente, von welchen nicht etwas anderes…
- s. 20: … Note 1), geblieben. 2) Dieses Schreiben findet sich nicht im Wiener Staatsarchiv. 3) Vgl. Kurz, Albrecht III., II, S. 115 ff. 4)…
- s. 41: … II., Beilage XII) ergänzt und berichtigt. 4) Nach den im Wiener Staatsarchiv aufbewahrten Urkunden. 5) Sie ist abgedruckt in den Mitteilungen der…
- s. 68: … 2) Mon. univ. Prag 1, 1, 61. 3) Original im Wiener Staatsarchiv. 4) Hauthaler, Ein Salzburgisches Registerbuch des XIV. Jhs., in den…
- s. 77: … Die Urkunden sind in Ab- schriften des 15. Jahrhunderts im Wiener Staatsarchiv, Salzburger Kammerbücher 2, 743—750, erhalten. Vier von ihnen hat Klei-…
- s. 85: … memorie et de creacione nunc domini nostri 1) Original im Wiener Staatsarchiv, gedruckt in „Processus vor dem hoch- löblichen Kay: Reichshofsrath agitirt…
- s. 85: … 2 abgedruckt. 3) Sie ist im Salzburger Archiv (gegenwärtig im Wiener Staatsarchiv) weder im Original noch in Abschrift erhalten. Dasselbe gilt von…
Název:
Dokumente zur Geschichte des großen abendländischen Schismas (1385-1395)
Autor:
Steinherz, Samuel
Rok vydání:
1932
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
97
Obsah:
- I: Titel
- V: Vorwort
- 1: Edition
Strana 20
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wurde ein anderer Weg gewählt. Der Papst wandte sich an Graf
Amadeus (VII.) von Savoyen1), damit dieser ein Schreiben an den
österreichischen Herzog richte, das Magister Johann zu überbringen
habe. Dieser Plan gelang, Johann überreichte ein solches Schreiben 2)
dem österreichischen Herzog und hatte, wie er in dem Briefe erzählt,
eine Unterredung mit ihm. Man wird sie mit Rücksicht auf den
Umstand, daß Albrecht durch einen Vertrag vom 10. Oktober
13863) die Regierung der Länder des verstorbenen Leopold über-
nommen hatte, etwa in der Zeit des Winters von 1386 auf 1387
annehmen können 4). Unser Schreiben würde also einige Monate vor
der Ernennung Baylers abgefaßt sein und dieses Ergebnis würde
durch eine Eintragung in den Rechnungsbüchern der apostolischen
Kammer in Avignon seine Bestätigung finden: Hier wird die Ab-
sendung des Magisters Johann von Konstanz nach Deutschland um
den 18. August 1386 vermerkt5).
Zu einem ganz anderen Resultat gelangen wir jedoch, wenn wir
von einer anderen Angabe unseres Briefes ausgehen. Magister
Johann teilt uns den Inhalt des Schreibens, das der Graf von
Savoyen an Albrecht III. gerichtet habe, mit. Es wird darin gesagt,
daß die hervorragenden (notabiliora) Königreiche der Christenheit,
nämlich Frankreich, Spanien, Aragonien, Schottland und Navarra,
sich nach sorgfältiger Prüfung der Wahl beider Päpste und nach
Einberufung von Provinzialkonzilien feierlich und förmlich für
Clemens VII. erklärt hätten. Wenn wir diese Angaben prüfen, so
ergibt sich, daß Frankreich und Schottland von allem Anfang die
Partei Clemens VII. genommen hatten, ferner, daß Kastilien (nach
dem Sprachgebrauch jener Zeit „Hyspanien“) sich am 19. Mai 1381
für Clemens erklärt hatte 6), daß jedoch eine solche Deklaration von
seiten Aragons erst am 24. Feber 13877) und von seiten Navarras
gar erst am 6. Feber 13908) erfolgt ist! Dann wäre unser Schreiben
1) Der Graf war ebenso wie sein Vater Amadeus VI. Anhänger Clemens' VII.
und ist es auch trotz der Aufforderung des Königs Wenzel, Urban als Papst
anzuerkennen (Deutsche Reichstagsakten 1, 253, Note 1), geblieben.
2) Dieses Schreiben findet sich nicht im Wiener Staatsarchiv.
3) Vgl. Kurz, Albrecht III., II, S. 115 ff.
4) Albrecht ist im Winter 1386/87 in Tirol nachzuweisen: am 6. 12. und
13. Dezember in Bozen, am 21. Dezember in Meran. Dann fehlen uns Urkunden
bis 4. Feber 1387. An diesem Tage urkundet er in Hall in Tirol. In der Zwischen-
zeit kann ein solches Zusammentreffen mit Johann von Konstanz in Tirol
stattgefunden haben. Ich glaube, nicht weiter begründen zu müssen, daß die
Ortsangabe in der Datierung „Scafuse“ und die vorhergehende Bemerkung:
„hanc materiam nunc tracto cum domino Alberto“ nicht zum zwingenden
Schluß führen, die Unterredung könne nur in Schaffhausen und nirgends
anders erfolgt sein.
5) Valois a. a. O. II, 287, Note 1.
6) Valois II, 203.
7) Valois II, 213.
8) Vgl. Prima Vita Clementis VII. ed. Baluze-Mollat I, 499, „obiit etiam
satis cito post Karolus rex Navarre [1 januarii 1387]. Cui successit in regno
Karolus filius suus primogenitus. Qui etiam processu temporis, opportunitate
captata, suam solempniter declarationem fecit [6 februarii 1390] pro dicto