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- s. 7: … hat Josef Truhlař für sein Verzeichnis der lateinischen Handschriften der Prager Universitätsbibliothek unseren Band wieder vorgenommen und seinen Inhalt mitgeteilt 5). Seitdem…
- s. 10: … bisher festgestellt werden konnte, nur in der genannten Handschrift der Prager Universitätsbibliothek (VIII. A 19) erhalten. Truhlař hat den Inhalt der Handschrift…
- s. 16: … Italienische, Spanische, Französische, Englische, Nieder- ländische, Deutsche, Schwedische, Čechische. Die Prager Universitätsbibliothek besitzt neun Handschriften des lateinischen Textes. 48) Schon die Frage,…
Název:
Ein Fürstenspiegel Karls IV.
Autor:
Steinherz, Samuel
Rok vydání:
1925
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
66
Počet stran předmluvy plus obsahu:
66
Obsah:
- 1: Titel
- 7: Studie
- 41: Edition
Strana 7
Im Jahre 1883 hat die Universitätsbibliothek in Prag von
Johann Winzig, Pfarrer in Schweinitz (Sviny Trhové, im südlichen
Böhmen), eine Papierhandschrift, dem ausgehenden Mittelalter an-
gehörig, zum Geschenke erhalten. Es sind Aufzeichnungen ver-
schiedenen Inhaltes und von verschiedenen Schreibern des XIV. und
XV. Jahrhunderts, die in einem Bande vereinigt sind. Nach einem
Vermerke auf Blatt 2 ist der Band im XV. Jahrhunderte der Kirche
zu Schweinitz geschenkt1) worden, und man kann annehmen, daß
er seit dieser Zeit in dem Pfarrarchiv des kleinen Städtchens ver-
wahrt gewesen ist; das würde erklären, daß er den älteren Forschern
unbekannt geblieben ist. Nachdem die Handschrift in die Prager
Bibliothek gelangt war 2), unterzog sie der Beamte dieser Bibliothek,
Ferdinand Tadra, einer Untersuchung; er fand, gleich auf den
ersten Blättern, eine kleine Sammlung von Urkunden- und Brief-
formularen aus der Zeit Karls IV. — das interessierte ihn haupt-
sächlich —, dann eine Anzahl Aktenstücke zur Geschichte des
großen Schismas, einige von ihnen veröffentlichte er 3), die Urkunden-
und Briefformulare verwertete er in seiner Ausgabe der „Summa
cancellariae Caroli IV“4); auf den weiteren Inhalt der Handschrift
ging er nicht ein. Dann hat Josef Truhlař für sein Verzeichnis
der lateinischen Handschriften der Prager Universitätsbibliothek
unseren Band wieder vorgenommen und seinen Inhalt mitgeteilt 5).
Seitdem ist er, soviel sich ersehen läßt, nicht weiter beachtet worden.
Bei meinen Studien zur Geschichte Karls IV. wurde ich auf
diese Handschrift aufmerksam, über welche Truhlař in seinem
Handschriftenverzeichnis u. a. bemerkt „fol. 28 a—34 b (Caroli IV
ad filium?) epistola de lege et moribus cesareis“. Dazu als Anfangs-
und Schlußworte „letatus sum et letarer“ und „pars anime maxima
fili nostre". Ein solches Schreiben, von Karl IV. an seinen Sohn
gerichtet, war bisher unbekannt. Nun stellte sich allerdings gleich
1) „Iste liber datus est pro ecclesia in Swin“ von einer Hand des
XV. Jahrhunderts.
2) Dort erhielt sie die Signatur VIII. A. 19.
3) „Nově nalezené rukopisy formulářů XIII. a XIV. století“ (Abhand-
lungen der kgl. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse,
VII. Folge, 2. Band, 1888, Nr. 3), S. 25 ff., mit einer sehr dürftigen Angabe
des Inhaltes der ganzen Handschrift auf S. 6.
4) Einleitung S. X, XXXII und die Konkordanz-Tabelle auf S. XLI, in
welcher unsere Handschrift an erster Stelle mit der Bezeichnung „Uc“ erscheint.
5) Catalogus codicum manu scriptorum Latinorum, qui in ces. r. biblio-
theca publica atque universitatis Pragensis asservantur, 1, 529, nr. 1426.