z 325 stránek
Titel
I
II
Vorwort
III
IV
V
VI
VII
VIII
IX
X
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XVII
XVIII
XIX
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Denkmäler
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Anmerkungen
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Verbesserungen
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Register
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Název:
Monumenta Egrana. Denkmäler des Egerlandes als Quellen für dessen Geschichte, Bd. 1: 805-1322
Autor:
Gradl, Heinrich
Rok vydání:
1886
Místo vydání:
Cheb
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
325
Obsah:
- I: Titel
- III: Vorwort
- 1: Denkmäler
- 268: Anmerkungen
- 270: Verbesserungen
- 272: Register
Strana XVI
XVI
Neukirchen (:Gossengrün), Zweifelsreut (:Leopoldshammer), Grondorf, Ebnet
(:Bernau), Abtsrode (:Brünnles), Vierhäuser (:Lindenhammer), Frankenhamm er
(:Waizengrün), Schwarzenbach (:Annathal).1)
3. Das nächste Stück der alten Landesgrenze bleibt einigermassen dunkel:
zum Glücke ist es blos die kurze Strecke von Konstatt bis zur Landesgrenze beim
Ursprunger Berg. Die Ortschaften Stein, Kirchberg und Lauterbach sind als wald-
sassisch, d. h. egerländisch belegbar, ebenso (durch Urkundenandeutungen und Zuge-
hörigkeit zur Pfarre Stein) Ursprung und Konstatt. Dagegen giebt das Prager Zehent-
register in dieser Richtung Gossengrün, Lanz, Chodau, Neudeck und Platten als letzte
Pfarreien an, wobei der ganze Strich Landes, den heute die Punkte Heinrichsgrün,
Graslitz, Frübuss bezeichnen, ohne Pfarre bliebe, während doch Ausdehnung der letzt-
genannten Sprengel bis zur heutigen Grenze unmöglich ist, schon ob der Unwirthlich-
keit der Gegend. Graslitz war auch bereits in älterer Zeit schon ein (für damals)
grösserer Ort und besass 1384 sicher auch einc Pfarrei.3) Wohin gehörte diese? Das
Meissner Bisthum reichte auf dieser Seite nur bis Arnsfeld, Annaberg, Grünhain, Stol-
berg u. s. w.3), berührte sonach die Regensburger Diöcese an keinem Punkte. Dem
ganzen Grenzverlaufe nach, wie er im Nächsten vorzuführen ist, kounte Graslitz und
seine Umgebung aber auch nicht zum Dobna-Gaue gehören. Es bliebe somit nur die
Zutheilung zum pagus Zwickowe übrig, für den mir die Grenze fehlt, da die Urkunde
des Naumburger Bisthums eben nur den Dobna-Gau begrenzt. Das nähere Gebiet von
Graslitz wird übrigens auch noch viel später nicht zu Böhmen gerechnet.*) Die Grenz-
linie dicses Striches bleibt vorläufig nur nach den inneren Punkten und nach der
heutigen Zutheilung der Orte bei Graslitz zu ziehen. Sie liefe diesfalls zwischen: Kon-
statt (:Hainbach), Lauterbach (:Schönau), Kirchberg (:Ruhstatt), Ursprung
(:Schönwerth)
4. Von dem Punkte an, wo die Zwoda die heutige Landesgrenze zwischen
Böhmen und Sachsen schneidet, bis zur Nordostecke des Ascher Gebietes bildet der
auch in den Umfang des Naumburger Sprengels fallende Dobna-Gau (pagus Dobna
vel Sarowe) die Nordgrenze des Egerlandes. Die mit letzterer gleiche Südgrenze des
erwähnten Gaues giebt dessen Umschreibung in einer nach Reichsauftrag erfolgten
Beurkundung des Bischofs Dietrich von Naumburg aus dem J. 1122 ; aus derselben schlägt
die nachfolgende Stelle ein: „ad Snesnizam, ad ortum eius in adzwatovam et summum
eius usque ad secundam Alestram et descensum ad rectam Alostram et usque Milne,
eius adscensum ad originem medie stirbile.“ Hier drcht sich Alles um die Bestimmung
1) Ueber Pfarrzugehörigkeit der einzelnen Orte vgl. J. G. Sommer, das Königreich Böhmen
Bd. VI: der Pilsner Kreis, 1847, Bd. XV: der Elbogner Kreis 1847.
2) 1370 (Aug. 15) hatte Graslitz von Karl IV. bereits Elbogner Stadtrecht bekommen.
3) „Seelsorgspfründen des Meissner Bisthums nach der Matricula jurisdictionis Episcopatus
Misnensis ab av. 1346 (Orig. im Bautzner Domarchive) abgedr. in Frind, Kirchengesch. Böhmens,
Bd. I, S. 393—405.
4) So wird noch 1563 Mai 29. u. 31. bei der Erbtheilung derer von Plauen Graslitz „als
auf sächsischem Boden gelegen“ (d. h. zum obersächsischen Kreise gehörig) im Gegensatze zu den
„böhmischen“ Besitzungen der Burggrafen von Meissen aufgeführt. (Traug. Märcker, Burggrafth.
Meissen, S. 381, Amn. 36, 45.