z 220 stránek
Titel
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Inhaltsverzeichniss
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Einleitung
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Edice
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Název:
Alt-Eger in seinen Gesetzen und Verordnungen
Autor:
Siegl, Karl
Rok vydání:
1927
Místo vydání:
Augsburg
Počet stran celkem:
220
Počet stran předmluvy plus obsahu:
220
Obsah:
- 1: Titel
- 5: Inhaltsverzeichniss
- 7: Einleitung
- 13: Edice
Strana 10
In den Handschriften jener Zeit werden auch schon Rats-
herren (senatores, consules, jurati) genannt. Der Rat
(universitas senatorum, consulum, juratorum) war alſo in
der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. schon vollständig organi-
siert, und die von ihm geübten, bisher ungeschriebenen
Rechte werden dann in dem Diplome K. Rudolfs (von
Habsburg) vom 7. Juni 1279 in sechsundzwanzig Artikeln
11)
aufgezählt und erläutert11)
In einem Dokumente bald darauf vom 24. Juni 1310
werden Bürgermeister und Rat (magister civium, uni-
versitas juratorum, cives Egrenses) 12), in einem späteren vom
waren die oben Genannten: Konrad, der Stadtrichter, und
Franz, der Bürgermeister in Eger. Beide Cunradus et
Franciscus dicti de Curia werden von König Rudolf von
Habsburg 1290 27./6. mit den Dörfern Kötschwitz und Hart und
der Mühle zu Heinnersdorf (Honnersdorf) belehnt (Orig. auf Perg.
m. S. im Egerer Stadtarchive) und als Urkundenzeugen ebenfalls
häufig erwähnt, und zwar Konrad von 1263—1308 und Franz
von 1281—1308. Ein direkter Nachkomme des zweiten Sohnes
des Egerer Stammpaters, des Walther, war der Egerer Bürger
und Ratsherr Nikolaus Walther. Er wird 1356 22./2. das erste-
mal erwähnt, ist Erbauer der Egerer Kreuzherrenkirche,
versieht diese mit vielen Schenkungen, stirbt 1386 und findet in
dieser Kirche auch seine letzte Ruhestätte. Im I. 1895 entdeckte
ich hier unter einem Beichtstuhle seinen Grabstein, auf welchem
er als „constructor hujus capellae“ bezeichnet wird. Er steht
jetzt rechts vom Haupteingange. Mit Nikolaus Walther stirbt
die Egerer Cinie aus. Seine Witwe Katharina heiratet
Ulrich von der Plan, seine einzige Tochter „Kathrein die
Höferin“ nimmt den Schleier, wird Egerer Clarissin und kauft
1385 8./5. von Waldsassen ein Leibgedinge.
11) Orig. auf Perg. m. anhang. S. im Stadtarch., Urk. Nr. 3. —
Gradl a. a. O., Nr. 329 hat einen Artikel (zwischen 8 und 9)
ausgelassen. Das Statut enthält somit nicht 25, sondern 26 Artikel.
12) Gradl a. a. O. Nr. 587. Siegl, Kataloge S. 3.
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