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Einleitung
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Urkundliche Beilagen
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Titel
128
Název:
Markgraf Wilhelm von Meissen und Elisabeth von Mähren, MVGDB 30
Autor:
Lippert, Woldemar
Rok vydání:
1892
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
36
Obsah:
- 93: Einleitung
- 109: Urkundliche Beilagen
- 128: Titel
Strana 93
Guschichts ner
Ifittheilungen des Pereines
für
Dentachen in Böhmen.
Redigirt von
Dr. 6. Biermann
und
Tenzel Hicke.
Dreißigster Jahrgang.
2. und 3. Heft. 1891/92.
Markgraf Wilhelim von Meißen und Elisabeth
von Mähren.
Beitrag zur Geschichte der Beziehungen zwischen Wettinern und Luxemburgern
in der zweiten Hälfte des XIV. Jahrhunderts
von Dr. Woldemar Kippert.
Sehr häufig sind in der Geschichte einer Reihe nordböhmischer
Städte die Verpfändungen an die nördlichen Nachbarn, die wettinischen
Fürsten. Besonders im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert, die über-
haupt wohl als die Periode bezeichnet werden können, in der das Ver-
pfänden von Ortschaften und Gebieten überall im Reiche in der schwung-
haftesten Weise betrieben wurde, läßt sich eine beträchtliche Anzahl an
führen. In einer Abhandlung zur Geschichte König Heinrichs von Böhmen 1)
habe ich gezeigt, wie 1310 Leitmeritz, Brüx, Melnik und Laun an Mark-
graf Friedrich den Freidigen von Meißen pfandweise überlassen waren,
damit er die bedrohte Herrschaft des damaligen Böhmenkönigs, des Kärntner
Herzogs Heinrich, mit Heeresmacht unterstützte. Unter den Luxemburgern,
in deren Verwaltung besonders in späterer Zeit Geldmangel ein chroni-
sches Uebel war, mußte öfters zu demselben Mittel geschritten werden,
um irgend welche Verpflichtungen gegen die Wettiner zu erfüllen. Brüx
und Laun waren in der Folgezeit wieder versetzt und auch Elbogen hatte
mehrfach das gleiche Schicksal. Bisweilen gingen die Verpfändungen nicht
1) Meißen und Böhmen in den Jahren 1307—1310, im N. Arch. für Sächs.
Gesch. X. (1889) S. 14 folg.
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