z 26 stránek
Einleitung
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
Urkundliche Beilagen
65
66
67
68
69
70
71
72
73
Titel
74
- s. 50: … welches Karl IV. am 16. Jänner 1365 den Schildern der Prager Neustadt gegeben hat und Wenzel IV. 1380 ernenerte. Ebenso wenig ist…
- s. 50: … am 30. März 1392 die Rechte zwischen den Schildern der Prager Neustadt sowie den „geistlichen Malern“ der Altstadt abgrenzte. Da die urkund-…
- s. 53: … Handwerksbrauch überhaupt, zurückgehn. Dazu bilden die Meisterstücksanordnungen des Schilderprivilegs der Prager Neustadt vom Jahre 1365 eine höchst werthvolle Ergänzung; sie bewegen sich…
- s. 54: … Am 16. Jänner 1365 ertheilte Karl IV. den Schildern der Prager Neustadt das für die Organisation ihrer Verhältnisse und ihre Stellung zu…
- s. 55: … und Gesinnung gewesen wäre. Und wie demnach die Schilder der Prager Neustadt gleich den Prager geistlichen Malern im Jahre 1365 ihrer Mehrzahl…
- s. 55: … gilt nämlich wie die früheren nicht nur den Schildern der Prager Neustadt, sondern auch den „geistlichen Malern" der Altstadt, die „kein schiltwerk…
- s. 56: … Thatsache, daß nicht bloß die Mehrzahl der Schilder in der Prager Neustadt, sondern auch jene der Altstädter geistlichen Maler deutsch war. Denn…
- s. 65: … welches Karl IV. am 16. Jänner 1365 den Schildern der Prager Neustadt ertheilt hatte. — Prag, 1380, 6. Jänner. [Orig.-Urk. in der…
- s. 68: … Wenzels IV. vom 30. März 1392 für die Schilder der Prager Neustadt. [Orig.-Urk. in der Urkundensammlung der Prager Universitätsbibliothek Nr. 564. —…
Název:
Beiträge zur Geschichte der Malerei in Böhmen während des XIV. Jahrhundertes, MVGDB 29
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1891
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
26
Obsah:
- 49: Einleitung
- 65: Urkundliche Beilagen
- 74: Titel
Strana 50
50
—
bestimmte und umgekehrt aus all diesen auf das erstgenannte wieder mit
unfehlbarer Sicherheit ein Rückschluß gezogen werden kann. Geht man
von diesem Gesichtspunkte an die Beurtheilung der für die Malerzeche
in Prag bis zum Schlusse des 14. Jahrhundertes erhaltenen Belege, so
ergeben sich dabei ganz überraschende Resultate.
Schon Passavant, welchem man gewiß nicht nachsagen kann, daß er
bezüglich der Geschichte der Malerei in Böhmen einen der tschechischen Be
völkerung ungünstigen Standpunkt einnehme, hatte es auffallend gefunden,
daß die noch vorhandenen Satzungen der Prager Malerzeche ursprünglich
in deutscher Sprache abgefaßt und erst im 15. Jahrhunderte ins Tschechische
Übersetzt sind.1) Obzwar er noch in gutem Glauben an der Echtheit
der berüchtigten Spruchbänder in den verschiedenen Bilderhandschriften
des böhmischen Museums festhielt und die Malerkunst in Böhmen vom
11. bis zum 15. Jahrhunderte für „wahrhaft national“ ansah, 2) so ging auch
ihm aus den deutschen Satzungen hervor, daß „in den früheren Zeiten
wenigstens die Künstler in Prag überwiegend der deutschen Nation ange-
hörten“. Die Annahme, „wie seit 1312 bis zum letzten Viertel des 14. Jahr--
hundertes die böhmische Malerschule sich in einer nationalen Richtung zu
schöner Blüte entfaltet hat“, macht ihn nicht blind gegen die Thatsache,
daß „die deutsche Kunst auch neben der der Tschechen in Böhmen geblüht
hat“. Er leitet dieselbe nicht nur ans den gleichzeitigen Werken deutscher
Maler, sondern noch entschiedener aus dem Umstande ab, daß „die Satzungen
der Künstlerzunft in Prag ursprünglich und noch lange Zeit hindurch nur
in deutscher Sprache abgefaßt waren“. Doch blieb Passavant bei der
Feststellung dieser Thatsache stehn, ohne dieselbe weiter zu verfolgen und
alle daran sich naturgemäß anschließenden Fragen zu erörtern.
Die Ausgabe des „Buches der Malerzeche in Prag“, welche Pangerl
und Woltmann besorgten, 3) berührt S. 119 Anm. 207 gleichsam nur
im Fluge das Privileg, welches Karl IV. am 16. Jänner 1365 den
Schildern der Prager Neustadt gegeben hat und Wenzel IV. 1380 ernenerte.
Ebenso wenig ist auf das Privileg eingegangen, mit welchem Wenzel IV.
am 30. März 1392 die Rechte zwischen den Schildern der Prager Neustadt
sowie den „geistlichen Malern“ der Altstadt abgrenzte. Da die urkund-
1) Passavant, Ueber die mittelalterliche Kunst in Böhmen und Mähren. Zeit
schrift für chriftliche Archaeologie und Kuust. Leipzig 1856. I. S. 201.
2) Passavant a. a. O. S. 249.
3) Pangerl-Woltmann, Das Buch der Malerzeche in Prag. Quellenschriften
für Kunstgeschichte und Kunsttechnik des Mittelalters und der Renaissance.
XIII. Band. Wien, 1878.