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Die Junker von Prag
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Urkundlicher Anhang
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Titel
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- s. 36: … Ulrichs Thurmoktogon au bestimmte, von Peter Parler ausgeführte Einzelheiten des Prager Domes, z. B. die vier Schneckenthürme im Vergleiche zum Treppeuthürmchen an…
- s. 36: … vier Schneckenthürme im Vergleiche zum Treppeuthürmchen an der Südseite des Prager Domes, lassen sich ohne Zwaug auch anders erklären. 4) Anders als…
- s. 42: … von Regensburg s) in Prag das Bürgerrecht, und in der Prager Dom- 1) Umgekehrt lassen sich auch Zuwanderungen gebürtiger Prager nach Regensburg…
Název:
Junker von Prag
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1894
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
78
Obsah:
- 17: Die Junker von Prag
- 84: Urkundlicher Anhang
- 94: Titel
Strana 36
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—
Rosenkranzfeste dem Meister Hieronymus, dem Erbauer des Fondaco de'
Tedeschi, das Winkelmaß in die Linke gibt, 1) oder Steinmetzeichen und
bestimmte Wappendarstellungen auf Grabsteinen mancher Meister begegnen.
Jedenfalls wäre dadurch die Wechselbeziehung der Darstellungen anf der
Vorders und Rückseite augenscheinlicher geworden, indes die Deutung der
drei Reiter als Miterbauer des Thurmes wohl jedem nur gezwungen
erscheinen kann. So hat auch die Medaille von 1565 für den Nachweis
der Betheiligung der Junker von Prag an der Ausführung des Straß-
burger Münsterthurmes nur eine von berechtigten Zweifeln beschränkte
Bedeutung. Brachte man in der Zeit des Wolfgang Lazius, also nur
wenige Jahre vor der Prägung der Medaille, mit den Vollendern des
Straßburger Thurmes das Malerwappen in unmittelbaren Zusammenhang.
danu muß das Fehlen des letzteren auf der Junkermedaille geradezu
auffallen.
Man kann gewiß Kraus in der Ansicht nur beistimmen, daß „die
Junker von Prag als Werkmeister am Straßburger Münster ins Gebiet
der Fabel zu verweiseu“ sind. Damit muß auch, was bisher als ihr
künstlerisches Eigenthum und als zuverlässige Grundlage für die Beurthei¬
lung ihrer künstlerischen Eigenart betrachtet wurde, 2) insolange von ihrem
Namen getrennt bleiben, bis andere haltbare Gesichtspunkte ihrer Würdi¬
gung gefunden sind. Und da die in Frage kommende obere Partie des
Straßburger Münsterthurmes als Werk Ulrichs von Ensiugen, das Johann
Hültz nur vollendete, erwiesen ist, so darf sie auch nicht mehr als ein
„tschechisches Werk“ ausgegeben werden, das gewissermaßen eine bestimmte,
in der Prager Hütte ausgebildete Richtung des Thurmbaues3) veran-
schaulicht. Annäherungen vou Ulrichs Thurmoktogon au bestimmte, von
Peter Parler ausgeführte Einzelheiten des Prager Domes, z. B. die vier
Schneckenthürme im Vergleiche zum Treppeuthürmchen an der Südseite
des Prager Domes, lassen sich ohne Zwaug auch anders erklären. 4)
Anders als mit der Beantwortung der Frage, ob die Junker von
Prag Werimeister des Straßburger Münsterbaues gewesen sind, steht es
damit, ob sie überhaupt in Straßburg gearbeitet haben; dies dürfte kaum
schlankweg abzuweisen sein. Für das am 9. November 1410 dem Straß-
1) Thausing, Dürer. Leipzig 1884. I. S. 353.
2) Woltmann, Geschichte der deutschen Kunst im Elsaß. Leipzig 1876. S. 140
bis 141 ist vollständig haltlos. — Ebenso Seeberg, Die beiden Juncker von
Prag a. a. D. S. 166 bis 168 und Die Juncker von Prag S. 43 und 44.
3) Adámek, Čeští stavitelé XIV. a XV. věku v cizině a. a. D. S. 849.
4) Carstanjen. Ulrich vou Ensingen. S. 10 und 15.