z 78 stránek
Die Junker von Prag
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
Urkundlicher Anhang
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
Titel
94
- s. 42: … 1893.) I. S. 226, Anm. 4 und Anm. 7. 5) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 91. (1350.) Ulricus payer aurifaber de Ratispona…
- s. 42: … Ratispona die sancti Urbani anno ut supra recepit purchrecht. 6) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986, Bl. 104. 1375. Cuncz pibinger de Ratispona. —…
- s. 54: … Neuwirth, Wochenrechnungen. S. 288, 289; 290, 293, 295, 297. 2) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 114. Rubein pictor de Montibus recepit ius…
- s. 63: … der Stadt Eger. S. 183, 189, 196 und 197. 3) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 110'. 1381. Heinricus de Egra aurifaber recepit…
- s. 86: … Hanus- sii Junkherula fassus est(!) se percepisse septuaginta grossos etc. Prag, Stadtarchiv. Cod. 992. Bl. 6. — Feria II. proxima post festum…
- s. 88: … epiphanie domini simul et semel totum pecuniis in paratis etc. Prag, Stadtarchiv. Cod. 998. Bl. 157. — Feria IIII. ante Mar- tini…
Název:
Junker von Prag
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1894
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
78
Obsah:
- 17: Die Junker von Prag
- 84: Urkundlicher Anhang
- 94: Titel
Strana 63
63
—
Zusätze „degra“ (de Egra) und „de Egra“. 1) Nirgends erscheinen sie
in Prag als ausübende Künstler, weder als Baumeister noch als Stein-
metzen. Für die in Prag erweisbaren Angehbrigen der Egerer Junker-
familie,2) die jedoch nicht in Böhmens Landeshauptstadt selbst seßhaft
waren, fehlt demnach das zu ihrer Identificirung mit den Junkern von
Prag unbedingt nothwendige Zwischenglied des sicheren Nachweises, daß
sie in Prag selbst auf dem in Frage kommenden Kunstgebiete sich aus-
bildeten oder als selbständige Meister bethätigten. Uebrigens bliebe, wenn
sogar letzteres feststellbar wäre, noch zu erwägen, daß die von Eger
stammenden Künstler in Prag ganz sicher „von Eger“ genannt worden
wären, unter welcher Bezeichnung man ste wohl auch anderwärts zunächst
gekannt haben würde. Der 1381 das Prager Bürgerrecht erwerbende
Goldschmied Heinrich von Eger 3) wurde nicht nur in die Bürgerrolle
mit dem Zusatze „de Egra“ eingetragen, soudern erscheint auch besonders
im ersten Jahrzehnt des 16. Jahxhundertes wiederholt noch als der Gold-
schmied Heiurich von Eger genannt.4) In gleicher Weise müßten, wenn
sie in Prag gelebt und gearbeitet hätten, Künstler aus der Egerer Familie
Junker in den Prager Quellen uur als „de Egra“ begegnen. Und wie
z. B. der Ulmer Müusterbaumeister Ulrich von Ensingen auch im fernen
Mailand, wo man gerade auf seine Thätigkeit in Ulm wiederholt hin-
wies, doch stets der Ulrich von Ensingen blieb und nicht ein Ulrich von
Ulm wurde, 5) hätten nicht minder in Prag gebildete oder thätige Meister
der Egerer Familie Junker außerhalb Böhmens und gar in dem mit
Eger so rege verkehrenden Regensburg, das für die Verbreitung der
Junkerfrage am wichtigsten ist, nur „von Eger", nicht aber „von Prag“
geheißen.
Da die ans Prager Quellen beibringbaren Belege nicht den ge-
ringsten Anhaltspunkt bieten, die Junker von Prag als Angehörige der
Egerer Familie Junker zu betrachten, so muß. um das negative Ergebniß
dafüx im vollsten Umfange festzustellen, auch die Frage beantwortet werden,
ob sich in Eger selbst für den in Betracht kommenden Zeitraum Nach-
1) Sieh urkundl. Anhang Nr. III.
2) Niclas Juncker erscheint wiederholt als Abgesandter der Stadt Eger in Prag;
vgl. Gradl, Chroniken der Stadt Eger. S. 183, 189, 196 und 197.
3) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 110'. 1381. Heinricus de Egra aurifaber
recepit ius civile. Vincencius aurifaber promisit pro ipso feria quarta pro-
xima post Oswaldi.
4) Tomek, Základy I. S. 39 und S. 199; III. S. 202.
5) Carstanjen, Ulrich von Eusingen. S. 124 bis 126; Anhang Nr. IV. bis VII.