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Die Junker von Prag
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Urkundlicher Anhang
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Titel
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- s. 42: … 1893.) I. S. 226, Anm. 4 und Anm. 7. 5) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 91. (1350.) Ulricus payer aurifaber de Ratispona…
- s. 42: … Ratispona die sancti Urbani anno ut supra recepit purchrecht. 6) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986, Bl. 104. 1375. Cuncz pibinger de Ratispona. —…
- s. 54: … Neuwirth, Wochenrechnungen. S. 288, 289; 290, 293, 295, 297. 2) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 114. Rubein pictor de Montibus recepit ius…
- s. 63: … der Stadt Eger. S. 183, 189, 196 und 197. 3) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 110'. 1381. Heinricus de Egra aurifaber recepit…
- s. 86: … Hanus- sii Junkherula fassus est(!) se percepisse septuaginta grossos etc. Prag, Stadtarchiv. Cod. 992. Bl. 6. — Feria II. proxima post festum…
- s. 88: … epiphanie domini simul et semel totum pecuniis in paratis etc. Prag, Stadtarchiv. Cod. 998. Bl. 157. — Feria IIII. ante Mar- tini…
Název:
Junker von Prag
Autor:
Neuwirth, Joseph
Rok vydání:
1894
Místo vydání:
Praha
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
78
Obsah:
- 17: Die Junker von Prag
- 84: Urkundlicher Anhang
- 94: Titel
Strana 54
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Orte des Kunstlebens in dessen hervorragendster Bauhütte 1377 einige
Zeit ein Steinnietz Namens „Jungefrau“ oder „Jungfrau“ arbeitete, 1)
für andere Arbeiter der auf einem gewissen Gegensatze dazu beruhende
Name „Jungher“ oder „Junker“ nicht unbekannt gewesen sein mag,
liegt gewiß sehr nahe. Knapp vor Weihnachten 1387 leistete für den das
Prager Bürgerrecht erwerbenden Maler Rubein aus Kuttenberg ein
„Heinricus Junger aurifaber“ Bürgschäft;2) daß sich die Form „Junger“
mit „Jungher“ oder „Junker“ berülhren und decken miuß, ist nicht zu
bestreiten. Von 1398 an begegnet mehrmals ein „Johannes Junker“ oder
ein „Junker Hanuss“, welcher, weil er im Jänner 1408 in Beziehung
zu einem „Petrus cingolator“ erscheint,3) mit dem schon im Juni 1380
genaunten „Ula Junccher cingulatori“ identificirt werden dürfte.4) Für
letzteren erscheint die Bezeichnung „Junccher“ jedoch nicht als der eigent-
liche Zuname, sondern als ein den letzteren stark, ja beinahe vollständig
verdrängender Spitzname; denn die Bezeichnungen „Ula Junccher“, Junk-
herula" und ähnliche kommen einem „Henzlino dicto Junkr vla“ zu,
eintem „Hannussio Junkherula“, welcher eine und dieselbe Person ist mit
dem 1416 erwähnten „Hanussius Barchowecz alias Junkherula“, den
man 1417 auch als „Johannem Barchowecz dictum Junkher Ula“ be-
zeichnete. Da neben diesem Gürtler Johann Barchowecz genannt Juukher
Ula von 1382 an verschiedene Mitglieder der Egerer Familie Juukher,
als. Nicolans, Rudlin und Sigismnnd Junkher von Eger, 5) in Eintra-
gungen der Prager-Stadtbücher begegnen, so waren die Bezeichnungen
„Jungher, Junkher, Junker“ in Prag am Ende des 14. und am Beginne
des 15. Jahrhundertes nicht nur als Familieuname, 5) soudern auch als
3)
5)
6)
1) Neuwirth, Wochenrechnungen. S. 288, 289; 290, 293, 295, 297.
2) Prag, Stadtarchiv. Cod. 986. Bl. 114. Rubein pictor de Montibus recepit
ius civile. Pro eo fideiussit Heinricus Junger aurifaber. Factum anno quo
supra (1387) feria tercia ante festum Nativitatis cristi. — Dieses „de
Montibus“ stellt die Herkunft des Malers Rubein fest, da mit demfelben nur
die Stadt Kuttenberg gemeint sein kaun, und berichtigt die Annahme der wäl-
schen Abkunft des im Buche der Prager Malerzeche genaunten Malers Rubin;
vgl. Pangerl-Woltmann, Das Buch der Malerzeche in Prag. S. 114,
Anm. 172.
Sieh urkundl. Anhang Nr. II.
4) Sieh urkundl. Anhang Nr. I.
Sieh urkundl. Anhang Nr. III
Chytil, Petr Parléř S. 31 behauptet daher gauz unrichtig: „Jméno Jung-
herr nebylo jméno rodinné“. Er hat das handschriftliche Quellenmaterial
für die Lösung der localen Frage-überhaupf nicht durchgearbeitet und begnügt
sich S. 41, Ann. 32 zunächst mit den in Tomeks Základy gebotenen Belegen