z 20 stránek
Artikel
246
247
248
249
250
251
252
253
254
255
256
257
258
259
260
261
262
263
264
Titel
265
Název:
Eine handschriftliche Chronik von Komotau, MVGDB 22
Autor:
Görner, Karl
Rok vydání:
1884
Místo vydání:
Praha, Wien
Česká národní bibliografie:
Počet stran celkem:
20
Obsah:
- 246: Artikel
- 265: Titel
Strana 246
246
Eine handschriftliche Chronik von Komotan.
Von Dr. Karl Görner.
Die Handschrift, welche sich in der fürstl. Lobkowitz'schen Bibliothek
in Raudnitz unter der Signatur VI. Ed. 11 befindet, enthält 21 beschriebene
Seiten in Folio, Büttenpapier, mit schwarzer Tinte beschrieben, uur die
Titel der einzelnen Abtheilungen, die Marginalanmerkungen und besondere
Worte im Text werden durch grüne oder rothe Tinte hervorgehoben.
Die ganze Handschrift theilt der Verfasser in 6 Theile: I. Vom
Ursprunge Komotaus (ohne Titel). II. „Von dem Nahmen der Stad
Commetauw“. III. „Von den Erbherren der Stad Commethaw vnnd ihren
habenden Privilegüis.“ Daran schließt sich ein längeres Gedicht: „Der
Stad Commotau Person Rede“, das in 110 Langzeilen die Geschichte
Komotaus zu schildern versucht. IV. „De Incendys.“ V. „Fatalia."
VI. „Von Sterbensläufften vnnd etlicher vornehmer Commothawer absterben,
was denkwürdig ist.
Das Manuscript zeigt überall dieselbe Schrift, auch da, wo Anmer-
kungen später dazugesetzt, oder einzelne Capiteln weiter ergäuzt wurden.
Nur wird in letztem Falle die Schrift flüchtig, und während sie im ganzen
Mstrpt. stehend ist, zum Schlusse liegend. Die späteren Ergänzungen lassen
sich auch daran leicht erkennen, daß die chrouologische Ordnung in ihnen
verlassen ist.
Abgefaßt wurde die Handschrift 1596, was aus der Zeitberechnung
zum Schluß des 1. Theiles erhellt. Ebenso behandeln das 2. Capitel
wie das Gedicht die Geschichte bis beiläufig diese Zeit, d. h. bis 1594,
wo Komotan in den Besitz Rudolph II. überging. Hinzugefügt sind An-
merkungen und Ergänzungen bis zum Jahre 1623.
Die „Person-Rede“ fünden wir bereits bet Krahl, Geschichte Komotaus
(Programm des Komotaner Gymnasiums 1861/62) abgedruckt, und zwar nach
den Fragmenten, die sich bei Fahrenschon und Hückel finden. Die einzelnen
Fragmente ergänzen sich vollkommen richtig. Vers 1—11 und 40—110 ist
dem Memorialbuche Hückels, Vers 12—39 dem Fahrenschou's entnommen.
Natürlich finden wir da Verse verändert, gebessert, ja vollkommen umge-
stellt. Unsere Handschrift gibt, wenn nicht das Original, so doch eine
mit diesem gleichzeitige Abschrift. Die bedeutenderen Abweichungen des
Krahlschen Textes habe ich unter den Anmerkungen verzeichnet.
Was den Verfasser anbelangt, so steht nur Matthaeus Meisner als
Autor der Personrede fest. Dies sowohl als auch die Ahnlichkeit der Schrift